Selbstbeteiligungs-Rechner

Welche SB-Stufe ist günstiger? Beitragsdifferenz vs. erwartete Eigenbelastung.

Vergleich zweier SB-Stufen

Empfehlung
Niedriger SB ist günstiger
Beitragsersparnis 180,00 € − erwartete Mehrkosten 360,00 € = Netto -180,00 €
Beitragsersparnis
180,00 €
pro Jahr
Erwartete Mehrkosten
360,00 €
durch höheren SB
Netto-Vorteil
-180,00 €
pro Jahr im Schnitt

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du deine SB-Wahl

0–150 € SB
Komfortabel
Geeignet für Fahranfänger oder wenn das Schaden­risiko schwer einzuschätzen ist. Beitrag liegt 50–100 € höher als bei 500 € SB — Aufpreis ist die Versicherung gegen Liquiditäts­engpässe.
300–500 € SB
Standard
Bester Beitrags-Hebel bei seltenem Schadenfall. Bei normalem Fahrer-Profil (1–2 Schäden in 10 Jahren) klar günstiger als 150 € SB. Voraussetzung: Notgroschen für die SB-Summe vorhanden.
750–1.000 € SB
Sparsam
Beitragsersparnis 150–250 € p. a. gegenüber 300 € SB. Lohnt sich nur, wenn du selten Schäden hast (alle 5+ Jahre) und die SB jederzeit aus dem Notgroschen zahlen kannst.
über 1.000 € SB
Maximal sparend, hohes Eigenrisiko
Nur sinnvoll, wenn dauerhaft Reserve gepuffert wird und das Schadenrisiko klar gering ist. Bei mehr als einem Schaden in 5 Jahren rechnet sich die hohe SB nicht mehr.
Break-even-Faustregel: SB lohnt sich, wenn (Beitragsersparnis × Jahre) > (SB-Differenz × erwartete Schäden im Zeitraum).

Typische Selbstbeteiligungs-Stufen

Kfz-Vollkasko
300–1.000 €
Pro Schaden, gestaffelt
Kfz-Teilkasko
150–500 €
Glasbruch oft separat
Hausrat
meist 0 €
Manche Tarife mit 150 €
Wohngebäude
300–500 €
Bei Elementarschäden ggf. höher
Rechtsschutz
0–500 €
Pro Rechtsfall
Mietwagen
800–2.500 €
Reduzierung 5–15 €/Tag

Beispielrechnung: Vollkasko-SB 500 € vs. 150 €

Jahresbeitrag SB 150 €720 €
Jahresbeitrag SB 500 €640 €
Erwartete Schadens­häufigkeit0,2 (alle 5 Jahre)
SB-Differenz pro Schaden350 €
Ergebnis nach 10 Jahren
SB 500 € ist 100 € günstiger
Beitragsersparnis 800 € − Mehrbelastung 700 € (2 Schäden × 350 €) = +100 €
80 €/Jahr Beitrags­ersparnis × 10 Jahre = 800 €. Erwartete Schäden bei 0,2 Häufigkeit: 2 Stück × 350 € SB-Differenz = 700 € Mehrbelastung. Netto-Vorteil der höheren SB: 100 € auf 10 Jahre — knapp positiv. Bei seltenem Fahrer (Häufigkeit 0,1): nur 1 Schaden zu erwarten → 800 € − 350 € = 450 € Vorteil. Klare Empfehlung Richtung höhere SB.
!

Typische Fehler bei der Eingabe

  • SB-Differenz im Schadenfall nicht verfügbar
    Wer 1.000 € SB wählt, weil der Beitrag günstig ist, aber im Schadenfall keine 1.000 € liquide hat, gerät schnell in Schwierigkeiten. Faustregel: SB-Höhe = max. der jederzeit verfügbare Notgroschen-Anteil.
  • Subjektive SB-Klausel übersehen
    Manche Versicherer verdoppeln die SB bei grober Fahrlässigkeit (z. B. Telefon am Steuer, alkoholbedingter Unfall). Aus 500 € werden dann 1.000 €. Im Vertrag prüfen — diese Klausel macht hohe SBs unkalkulierbar.
  • Glasbruch und Wildschaden falsch eingeordnet
    In der Teilkasko zählen Glasbruch und Wildschaden oft separat — manchmal mit eigener SB (150 €), manchmal SB-frei bei Werkstatt-Reparatur. Im Tarif­vergleich auf diese Details achten, sie können den nominellen SB-Vergleich verzerren.
  • Schaden­häufigkeit zu optimistisch geschätzt
    Wer 10 Jahre unfallfrei gefahren ist, denkt schnell „bei mir passiert nichts". Realität: 50 % aller Versicherten haben in 5 Jahren mind. einen Schadenfall (gesamt, inkl. Glas und Wildschaden). Schadenfreiheits­rabatt ≠ Schadens­häufigkeit.

Welche SB-Stufe lohnt sich?

Höhere Selbstbeteiligung → niedrigerer Beitrag. Aber: bei mehreren Schäden zahlst du selbst. Der Rechner schätzt, ob die Beitragsersparnis die zusätzliche Eigenbelastung überkompensiert — basierend auf der erwarteten Schadenshäufigkeit.

Faustregel: SB nicht höher als 1–2 Monatsbeiträge wählen, oder nicht höher als der Notgroschen-Anteil, den du jederzeit verfügbar hast.

Wie schätze ich die Schadenshäufigkeit?

  • 0,1 = ein Schaden alle 10 Jahre (sehr unwahrscheinlich)
  • 0,3 = ein Schaden alle 3-4 Jahre (Standard)
  • 0,5 = ein Schaden alle 2 Jahre (häufiger, z.B. junge Fahrer)
  • 1,0 = ein Schaden pro Jahr (sehr häufig, oft Großstadt-Auto)

Realistische Werte: Kfz-Haftpflicht-Schäden ~0,1–0,2; Vollkasko ~0,2–0,4; Hausrat ~0,1; Wohngebäude ~0,1.

Bestehende Police prüfen oder vergleichen

Bevor du die SB-Stufe änderst: Lass deine Police KI-prüfen. Manche Versicherer haben „subjektive“ SB-Klauseln (z.B. SB nur bei eigenem Verschulden verdoppelt) — die machen den vermeintlichen Vorteil schnell wieder weg.

Versicherung von einem unabhängigen Profi prüfen lassen

100% kostenlos

Unser KI-Leistungscheck deckt Lücken und Schwachstellen Ihrer Police auf — kann aber keine persönliche Beratung ersetzen. Optional prüft ein unabhängiger Versicherungsexperte Ihren Vertrag, unverbindlich und nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung. Kein Verkaufsgespräch, kein Druck.

Häufige Fragen

Was bedeutet „subjektive Selbstbeteiligung"?
Manche Versicherer verdoppeln die SB, wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde (z. B. Telefon am Steuer, alkoholbedingter Unfall). Aus 500 € werden dann 1.000 €. Im Vertrag steht das oft im Kleingedruckten — vor dem Wechsel oder bei der SB-Erhöhung unbedingt prüfen.
SB im Schadenfall verhandeln?
Bei kleineren Schäden: ja. Manche Versicherer bieten Erstattung der SB nach 3 schadenfreien Jahren oder bei Folge­vertrags-Verlängerung. Außerdem: SB-frei-Werkstatt-Programme (Partner­werkstatt) — die Versicherung zahlt die volle Reparatur, du verzichtest auf freie Werkstatt­wahl.
Lohnt sich eine SB von 0 € überhaupt?
Nur in Ausnahmefällen: bei Mietwagen-Vollkasko mit hoher Standard-SB (1.500–2.500 €), bei kurzen Reisen (1–2 Wochen × 5–15 €/Tag SB-Reduzierung = überschaubar). Bei Privat-Kfz fast nie — die Beitrags­ersparnis durch 300–500 € SB ist meist deutlich höher als der Schadensfall-Aufwand.
Was passiert bei mehreren Schäden im Jahr?
In Vollkasko: SB fällt pro Schaden­ereignis an (mehrfach möglich). In Rechtsschutz: oft pro Rechts­fall, aber Selbst­behalt nur einmal pro Versicherungs­jahr. In Hausrat/Wohngebäude: ebenfalls pro Schaden­ereignis, aber mit Maximalgrenze. Im Vertrag genau nachsehen.
Wie hoch ist die SB bei Glasbruch und Wildschaden?
Glasbruch in der Teilkasko: oft separate SB (150 €) oder SB-frei bei Werkstatt-Reparatur. Wildschaden ebenfalls Teilkasko, meist mit derselben SB wie sonstige Teilkasko-Schäden. Bei Vollkasko gilt die Vollkasko-SB — manchmal höher als Teilkasko-SB.
Was ist der Unterschied zwischen SB und Selbstbehalt?
Sprachlich oft synonym verwendet. „Selbstbeteiligung" ist häufiger bei Kfz und Hausrat, „Selbstbehalt" eher bei privater Kranken­versicherung. Bei PKV bedeutet Selbstbehalt: bis zu diesem Betrag zahlst du Behandlungs­kosten selbst, danach übernimmt die Versicherung.
Kann ich die SB nachträglich ändern?
Ja, einmal pro Versicherungs­jahr — meist zur Hauptfälligkeit (30. November bei vielen Kfz-Versicherungen). Die Änderung wirkt zur nächsten Beitrags­fälligkeit. Bei Erhöhung der SB sinkt der Beitrag sofort, bei Senkung steigt er. Schriftlich beim Versicherer melden.
Wie kalkuliere ich die richtige Schaden­häufigkeit?
Realistische Werte für Kfz: Haftpflicht­schäden 0,1–0,2 (alle 5–10 Jahre), Vollkasko 0,2–0,4 (alle 2,5–5 Jahre — höher wegen Glas, Wild, Eigenverschulden). Junge Fahrer + Stadt­verkehr: bis 0,5. Erfahrener Fahrer + Land: 0,1. Stiftung Warentest und der GDV veröffentlichen Schaden-Statistiken nach Region und Alter.

Kfz-Police fair? Klauseln im Detail prüfen.

KI-Vertragcheck

Rückstufung, Werkstattbindung, Selbstbeteiligung — Kleingedrucktes kann im Schadenfall teuer werden. Unsere KI vergleicht deine Police mit Marktstandards.

Kfz-Versicherung prüfen
DSGVO-konformHosting in DeutschlandOhne Anmeldung testen