Klausel-Katalog

Über 104 kritische Vertragsklauseln verständlich erklärt — mit Risikobewertung und Hinweisen, in welchen Vertragstypen sie vorkommen.

22
Geringes Risiko
50
Mittleres Risiko
24
Erhöhtes Risiko
8
Hohes Risiko

verbraucher

arbeitsrecht

Mittleres Risiko

Abfindungsklausel / Abwicklungsvertrag

Regelt die Abfindungshöhe bei Aufhebung. Keine gesetzliche Pflicht zur Abfindung, aber üblich bei Aufhebungsverträgen.

Erhöhtes Risiko

Ausschlussfrist / Verfallklausel

Begrenzt die Zeit, in der Ansprüche geltend gemacht werden können. Muss mindestens 3 Monate betragen.

Mittleres Risiko

Befristung Arbeitsvertrag

Befristung ohne Sachgrund max. 2 Jahre mit max. 3 Verlängerungen. Sachgrundbefristung hat keine Höchstdauer.

Mittleres Risiko

Betriebsübergang (§ 613a BGB)

Bei Unternehmensverkauf gehen Arbeitsverhältnisse automatisch auf den Erwerber über. Widerspruchsrecht innerhalb 1 Monat.

Geringes Risiko

Bezugnahmeklausel auf Tarifvertrag

Verweist auf einen Tarifvertrag. Statische Verweisung: Stand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Dynamisch: immer aktuelle Fassung.

Geringes Risiko

Geheimhaltungsklausel (Arbeitsvertrag)

Verpflichtet zur Verschwiegenheit über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, auch nach Vertragsende.

Mittleres Risiko

Homeoffice-/Remote-Work-Klausel

Regelt Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten: Erreichbarkeit, Ausstattung, Arbeitsschutz und Widerrufsvorbehalt.

Hohes Risiko

Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

Verbietet Tätigkeit bei Konkurrenten nach Ende des Arbeitsverhältnisses. Nur wirksam mit Karenzentschädigung.

Erhöhtes Risiko

Opt-out Klausel (Arbeitszeit)

Vereinbarung zur Überschreitung der Höchstarbeitszeit nach EU-Arbeitszeitrichtlinie. In Deutschland nur begrenzt zulässig.

Geringes Risiko

Probezeitklausel

Während der Probezeit (max. 6 Monate) gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von 2 Wochen.

Erhöhtes Risiko

Rückzahlungsklausel Fortbildung

Verpflichtet zur Rückzahlung von Fortbildungskosten bei frühzeitigem Ausscheiden. Bindungsdauer muss angemessen sein.

Mittleres Risiko

Versetzungsklausel

Erlaubt dem Arbeitgeber die Zuweisung anderer Tätigkeiten oder Arbeitsorte. Muss billigem Ermessen entsprechen.

Erhöhtes Risiko

Überstundenklausel

Pauschalabgeltung von Überstunden ("sind mit dem Gehalt abgegolten") ist nur wirksam, wenn eine Höchstgrenze angegeben ist.

werkvertrag

b2b

Mittleres Risiko

Abtretungsverbot

Verbietet die Übertragung von Vertragsrechten an Dritte. In AGB gegenüber Verbrauchern oft unwirksam.

Erhöhtes Risiko

Abwerbeverbot

Verbietet das Abwerben von Mitarbeitern oder Kunden der anderen Vertragspartei. Zeitlich begrenzt und in der Reichweite definiert.

Mittleres Risiko

Anbieterwechsel-/Herausgabeklausel

Regelt den geordneten Übergang bei Anbieterwechsel: Datenherausgabe, Migrationsunterstützung, Übergangsfristen.

Geringes Risiko

Eigentumsvorbehalt

Verkäufer behält Eigentum bis zur vollständigen Bezahlung. Im B2B-Bereich Standard, verschiedene Formen (einfach, erweitert, verlängert).

Erhöhtes Risiko

Exklusivitätsklausel

Gewährt exklusive Vertriebs- oder Bezugsrechte. Kann kartellrechtlich problematisch sein.

Mittleres Risiko

Gerichtsstandsklausel

Vereinbart einen bestimmten Gerichtsort. Zwischen Kaufleuten frei vereinbar, gegenüber Verbrauchern eingeschränkt.

Mittleres Risiko

Lieferverzugsklausel

Regelt die Konsequenzen bei verspäteter Lieferung: Nachfrist, Rücktrittsrecht, Schadenersatz oder Vertragsstrafe.

Erhöhtes Risiko

Mindestabnahmeklausel

Verpflichtet den Händler zur Abnahme einer Mindestmenge. Bei Nichterreichen drohen Vertragsstrafen oder Kündigung.

Erhöhtes Risiko

Schiedsklausel

Verlagert Streitigkeiten vor ein privates Schiedsgericht. Oft teurer und ohne Berufungsmöglichkeit.

Mittleres Risiko

Vertragsübernahmeklausel

Erlaubt einer Partei, den Vertrag an einen Dritten zu übertragen. Muss von der anderen Partei genehmigt werden (außer bei Konzernklausel).

Geringes Risiko

Vertraulichkeitsklausel (B2B-Vertrag)

Verpflichtet beide Parteien zur Geheimhaltung vertraulicher Geschäftsinformationen. Üblich in fast allen B2B-Verträgen.

compliance

dsgvo

allgemein

verein

mietrecht

Geringes Risiko

Betriebskostenvorauszahlung vs. Pauschale

Vorauszahlung: wird jährlich abgerechnet. Pauschale: Fixbetrag ohne Abrechnung. Bei Vorauszahlung muss der Vermieter innerhalb 12 Monaten abrechnen.

Erhöhtes Risiko

Eigenbedarfsklausel

Vermieter kann wegen Eigenbedarfs kündigen. Die Begründung muss konkret und nachvollziehbar sein.

Hohes Risiko

Endrenovierungsklausel

Klausel, die den Mieter zur Renovierung bei Auszug verpflichtet, unabhängig vom Zustand. Ist nach BGH unwirksam.

Mittleres Risiko

Indexmietklausel

Koppelung der Miete an den Verbraucherpreisindex. Einseitige Indexklauseln können nachteilig sein.

Mittleres Risiko

Kautionshöhe & Anlage

Die Kaution darf maximal 3 Nettokaltmieten betragen und muss auf einem separaten Konto angelegt werden.

Mittleres Risiko

Kleinreparaturklausel

Überträgt kleine Reparaturen bis zu einem Betrag auf den Mieter. Nur wirksam mit Einzelobergrenze und Jahreshöchstgrenze.

Geringes Risiko

Kündigungsfrist Mietvertrag

Gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter: 3 Monate. Vermieter-Fristen verlängern sich nach Mietdauer.

Mittleres Risiko

Mietbürgschaft

Dritte Person bürgt für die Mietschulden. Elternbürgschaft für junge Mieter üblich. Kaution + Bürgschaft darf zusammen nicht über 3 Monatsmieten liegen.

Mittleres Risiko

Nebenkostenumlage

Bestimmt welche Betriebskosten umgelegt werden. Nur in der BetrKV aufgeführte Kostenarten sind umlagefähig.

Erhöhtes Risiko

Schönheitsreparaturklausel

Regelt, ob der Mieter beim Auszug renovieren muss. Starre Fristenpläne sind seit BGH-Rechtsprechung unwirksam.

Mittleres Risiko

Staffelmietvereinbarung

Festgelegte Mietsteigerungen zu bestimmten Zeitpunkten. Die Staffelung muss betragsmäßig oder prozentual exakt angegeben sein.

Mittleres Risiko

Tierhaltungsklausel

Ein generelles Tierhaltungsverbot ist unwirksam. Nur Großtierhaltung kann eingeschränkt werden.

Mittleres Risiko

Untervermietungsklausel

Der Mieter hat bei berechtigtem Interesse einen gesetzlichen Anspruch auf Untervermietungserlaubnis.

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