ETF wechseln

Lohnt sich der Wechsel zu einem günstigeren ETF? Amortisation berechnen.

Deine Eingaben

Amortisation der Wechselkosten
7.5 Jahre
Wechsel lohnt sich vermutlich. Über 20 Jahre sparst du nach Wechselkosten 2.500,00 €.
Ersparnis pro Jahr
200,00 €
Durch niedrigere TER
Amortisation
7.5 J.
Bis Wechselkosten reingeholt sind
Empfehlung
Wechsel lohnt sich vermutlich
Über 20 Jahre: 2.500,00 €

Kosten alt vs. neu (auf Anlagehorizont)

Neu (TER 0.2 %)3.500 €
Alt (TER 0.6 %)6.000 €
Differenz: 2.500 €Neu (TER 0.2 %) ist günstiger

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du die Amortisationszeit

< 3 Jahre
Wechsel sehr lukrativ
Wechselkosten sind nach kurzer Zeit reingeholt. Bei Anlagehorizont > 10 Jahre verdienst du langfristig deutlich mehr — sofort umschichten.
3 – 7 Jahre
Wechsel lohnt meist
Klassische Range. Voraussetzung: Restlaufzeit mindestens doppelt so lang wie Amortisation. Bei 5 Jahren Break-Even brauchst du also 10+ Jahre Anlagehorizont.
7 – 12 Jahre
Grenzfall
Nur sinnvoll bei sehr langem Horizont (20+ Jahre). Alternativ: Sparplan stoppen und nur Neugeld in den günstigeren ETF lenken — null Steuer-Trigger.
> 12 Jahre
Wechsel lohnt selten
Steuer- und Order-Kosten zu hoch. Halt den alten ETF, Sparplan-Umstellung reicht. Außer bei nahem Ruhestand und Bestandsschutz-Vorteilen.
Faustregel: Wechseln lohnt, wenn Amortisation < halber Anlagehorizont und ΔTER ≥ 0,3 %-Punkte.

Wann sich ein ETF-Wechsel rechnet

Steuersatz auf Gewinn
26,375 %
Abgeltungssteuer + Soli (ohne KiSt)
Teilfreistellung Aktien-ETF
30 %
Auf Gewinn — reduziert Steuerlast effektiv
Faustregel Wechsel
Amortisation < 10 J.
Sonst lohnt es sich meist nicht
Typische Order-Gebühren
0–10 €
Bei Direkt-Brokern oft kostenlos
Sparer-Pauschbetrag 2026
1.000 € / 2.000 €
Single / Verheiratet — bis dahin steuerfrei
Alt-Welt-ETFs (vor 2018)
Bestandsschutz
100.000 € Freibetrag bei Verkauf — fast immer voll

Beispiel: 50.000 € Welt-ETF von 0,5 % auf 0,1 % TER

Volumen50.000 €
Aufgelaufener Gewinn15.000 €
Teilfreistellung (Aktien)30 %
Pauschbetrag verbraucht0 €
Restlicher Anlagehorizont20 Jahre
ΔTER0,40 %-Punkte
Break-Even
~ 4,1 Jahre
Mehrertrag nach 20 Jahren ca. 6.500 €
Steuer-Berechnung: 15.000 € Gewinn × 70 % (nach Teilfreistellung) = 10.500 € steuerpflichtig. Davon 1.000 € Pauschbetrag = 9.500 € × 26,375 % = rund 2.506 € Steuer. Plus 10 € Order = ~ 2.516 € Wechselkosten. Jährliche Ersparnis: 50.000 € × 0,4 % = 200 €/Jahr in der Anfangszeit (wächst mit Volumen). Break-Even ca. 4 Jahre, Mehrertrag über 20 Jahre rund 6.500 € nach Kosten.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Steuer auf gesamten Verkaufserlös rechnen
    Versteuert wird nur der Gewinn (Verkaufserlös minus Kaufpreis minus bezahlte Vorabpauschale), nicht das ganze Volumen. Bei 50.000 € Verkaufserlös und 35.000 € Kaufpreis sind die Steuerbasis nur 15.000 €.
  • Teilfreistellung vergessen
    Bei Aktien-ETFs sind 30 % des Gewinns steuerfrei. Wer ohne Teilfreistellung rechnet, schätzt die Steuerlast um rund 30 % zu hoch ein — und entscheidet sich oft fälschlich gegen den Wechsel.
  • Pauschbetrag nicht eingeplant
    Du kannst pro Jahr 1.000 € (Single) bzw. 2.000 € (Verheiratete) Gewinn steuerfrei realisieren. Beim Wechsel in Tranchen lässt sich der Pauschbetrag mehrfach nutzen — oft komplett ohne Steuer machbar.
  • Bestandsschutz-ETFs verkaufen
    ETFs vor 2009 sind komplett steuerfrei (Altbestand). ETFs vor 2018 haben 100.000 € Freibetrag pro Person. Wer diese unbedacht verkauft, verliert dauerhaft Steuerprivilegien — bei Bestandsschutz besser drinbleiben.

Wie funktioniert der ETF-Wechsel-Rechner?

Du gibst Volumen, alte und neue TER, geschätzte Wechselkosten (Abgeltungssteuer auf realisierten Gewinn + ggf. Order-Gebühr) und deinen Anlagehorizont an. Der Rechner ermittelt, wie schnell sich die einmaligen Wechselkosten durch die jährliche TER-Ersparnis amortisieren.

Formel: Amortisation in Jahren = Wechselkosten / (Volumen · ΔTER)

Beispiel: 50.000 € Volumen, ΔTER 0,4 %-Pkt, Wechselkosten 1.500 € → jährliche Ersparnis 200 €, Amortisation 7,5 Jahre. Wer 20 Jahre weiter spart, macht insgesamt 2.500 € Plus.

Worauf achten?

  • Steuer realistisch berechnen: Nur auf realisiertem Gewinn, nicht auf gesamtem Verkaufserlös. Mit Sparer-Pauschbetrag ggf. 0 €.
  • Teilfreistellung berücksichtigen: Bei Aktien-ETFs sind 30 % vom Gewinn steuerfrei.
  • Bestandsschutz prüfen: ETFs vor 2018 gekauft — 100.000 € Freibetrag bei Verkauf, oft komplett steuerfrei.
  • Anlagehorizont realistisch ansetzen: Bei nur 5 Jahren bis zum Ruhestand lohnt der Wechsel oft nicht mehr.
  • Indexvariante prüfen: Manchmal kann ein Tausch innerhalb derselben Index-Familie ohne Steuerlast (Fusion) erfolgen.

Wechsel-Strategie ohne Steuerschock

  1. 1. Sparplan stoppen, Neugeld in neuen ETF: Der alte ETF bleibt liegen (kein Verkauf, keine Steuer), neue Sparrate fließt in den günstigeren ETF. Der "Schaden" der hohen TER betrifft nur das alte Volumen.
  2. 2. Tranchen verkaufen: Über Jahre verteilen, um den Sparer-Pauschbetrag (1.000 €/2.000 €) jedes Jahr voll zu nutzen — so wird ein Teil des Gewinns steuerfrei.
  3. 3. TER-Differenz checken: Erst ab 0,3+ %-Pkt ist ein Wechsel meist sinnvoll. Den vollen Kosten-Effekt zeigt der ETF-Kostenvergleich.
  4. 4. Steuerfreibetrag clever nutzen: Mit dem Steuerfreibetrag-Rechner ermittelst du, wie viel Volumen du im Jahr steuerfrei realisieren kannst.
Tipp: Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen oder hauseigenen Bank-Fonds ist ein Wechsel oft schwerer (Storno-Klauseln, Verlust von Garantien). Lass den Vertrag prüfen, bevor du kündigst: Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Was passiert steuerlich beim ETF-Wechsel?
Beim Verkauf wird auf den realisierten Gewinn (Verkaufserlös minus Kaufpreis minus bisher gezahlte Vorabpauschale) Abgeltungssteuer fällig: 25 % + 5,5 % Soli + ggf. KiSt. Bei Aktien-ETFs werden 30 % des Gewinns durch Teilfreistellung steuerfrei.
Wann lohnt sich ein Wechsel?
Faustregel: Amortisationszeit unter 10 Jahren UND geplanter Anlagehorizont mindestens doppelt so lang. Bei kurzen Restzeiten (< 5 Jahre bis Ruhestand) ist ein Wechsel meist nicht mehr sinnvoll.
Gibt es Wechsel ohne Steuerlast?
Ja — bei Fusionen oder Umstellungen durch den Anbieter selbst (gilt als Fortführung) bleibt der Steuerstand erhalten. Bei einigen Brokern ist auch ein "Übertrag" innerhalb derselben Indexfamilie steuerneutral möglich. Im Einzelfall mit dem Broker abklären.
Was ist der Bestandsschutz?
ETFs, die vor dem 1. Januar 2009 gekauft wurden, sind beim Verkauf komplett steuerfrei. ETFs vor 2018 haben einen 100.000-€-Freibetrag pro Person für aufgelaufene Gewinne — wer das hat, sollte vor Verkauf rechnen.
Wie kann ich den Wechsel steueroptimal aufteilen?
Tranchen-Verkauf über mehrere Jahre: Jahr für Jahr nur so viel verkaufen, dass der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Single) bzw. 2.000 € (Verheiratet) ausgeschöpft wird — der Gewinn bis dorthin ist steuerfrei. Bei 4 % Dividendenrendite kannst du also rund 35.000 € pro Jahr steuerfrei umschichten.
Sparplan-Wechsel oder ganzen Bestand umschichten?
Sicherste Variante: Sparplan stoppen und neue Sparrate in günstigeren ETF, alten Bestand liegen lassen. Null Steuer-Trigger, ΔTER wirkt nur noch auf den Altbestand. Wer maximale Ersparnis will, kombiniert das mit jährlichem Tranchen-Verkauf des Altbestands — siehe vorherige Frage.
Welche Order-Gebühren fallen typisch an?
Bei Direktbrokern (Trade Republic, Scalable Capital, ING) zwischen 0 € und 4 €. Bei Filialbanken oft 1 % vom Volumen, mindestens 10–25 €. Bei großen Wechseln (50.000 €+) lohnt der Wechsel zu einem Direktbroker fast immer vorab — spart einmalig 200–500 € Gebühren.

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