ETF-Steuerfreibetrag optimieren

Wie viel kannst du in ausschüttende ETFs investieren, ohne den Pauschbetrag zu überschreiten?

Deine Eingaben

Max. Investment in ausschüttende ETFs (steuerfrei)
71.428,57 €
Bei 2.00 % Dividendenrendite und 30 % Teilfreistellung — alle Dividenden bis zur Pauschbetrag-Grenze steuerfrei.

Auslastung Sparer-Pauschbetrag

Bereits genutzt: 0 € (0%)Noch frei: 1.000 € (100%)0 %genutzt
  • Bereits genutzt0 € (0%)
  • Noch frei1.000 € (100%)
Steuerfreie Dividenden p.a.
1.000,00 €
Bei voller Ausnutzung des Pauschbetrags
Tatsächliche Steuerersparnis
263,75 €
26,375 % Abgeltungssteuer + Soli

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du dein steuerfreies Depot-Volumen

< 30.000 € Volumen
Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft
Dividenden und Vorabpauschale bleiben komplett steuerfrei. Freistellungsauftrag bei deiner Bank stellen, sonst zieht sie trotzdem Steuer ab.
30.000 – 70.000 € Volumen
Pauschbetrag teils ausgeschöpft
Du erreichst die 1.000-€-Grenze meist erst durch Dividenden + Vorabpauschale. Aktien-ETF mit Teilfreistellung optimal — dort sind 30 % der Erträge zusätzlich steuerfrei.
70.000 – 120.000 € Volumen
Grenze überschritten
Erträge oberhalb 1.000 € werden mit 26,375 % besteuert. Optimierung: Verheirateten-Veranlagung nutzen (2.000 € Pauschbetrag) oder Volumen auf Partner aufteilen.
> 120.000 € Volumen
Voll im Steuermodus
Pauschbetrag wirkt nur noch marginal. Fokus: thesaurierende ETFs (Vorabpauschale planbar), Teilfreistellung optimieren, Verluste verrechnen.
Annahme: 2 % Dividendenrendite, 30 % Teilfreistellung (reiner Aktien-ETF). Bei höherer Ausschüttungsquote sinkt das steuerfreie Volumen entsprechend.

Pauschbetrag und Teilfreistellung — die Eckwerte

Sparer-Pauschbetrag Single
1.000 €/Jahr
Seit 2023 — vorher 801 €
Sparer-Pauschbetrag Verheiratet
2.000 €/Jahr
Bei Zusammenveranlagung
Teilfreistellung Aktien-ETF
30 %
Auf Dividenden + Kursgewinne
Teilfreistellung Mischfonds
15 %
Aktienquote ≥ 25 %
Teilfreistellung Immobilienfonds
60 %
80 % bei Auslandsanteil
Abgeltungssteuer + Soli
26,375 %
Auf Erträge oberhalb des Pauschbetrags

Beispiel: Wie viel ausschüttender Welt-ETF bleibt steuerfrei?

Pauschbetrag1.000 € (Single)
Dividendenrendite2,0 %
Teilfreistellung Aktien-ETF30 %
Andere Zinserträge0 €
Max. steuerfreies Volumen
~ 71.400 €
Alle Dividenden bis hier komplett steuerfrei
1.000 € Pauschbetrag ÷ (2 % Dividende × 70 % steuerpflichtig) = rund 71.400 €. Bei einem Welt-ETF mit Ausschüttung erhältst du auf diesen Betrag ~ 1.428 € Brutto-Dividende — davon sind 30 % durch Teilfreistellung steuerfrei (~ 999 € steuerpflichtig), und das ist genau dein Pauschbetrag. Über 30 Jahre spart das rund 7.900 € Steuer.
!

Typische Fehler bei der Eingabe

  • Kein Freistellungsauftrag gestellt
    Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank automatisch 26,375 % Steuer ab — auch unter 1.000 €. Du kriegst es zwar via Steuererklärung zurück, aber das ist Aufwand und Zinsverlust. 2-Minuten-Aufgabe im Online-Banking.
  • Zinserträge nicht mitgerechnet
    Tagesgeld-Zinsen, Festgeld, Sparbuch — alles verbraucht den gleichen Pauschbetrag. Wer 600 € Tagesgeld-Zinsen hat, hat nur noch 400 € für ETF-Dividenden frei. Im Rechner unbedingt eintragen.
  • Vorabpauschale unterschätzt
    Auch thesaurierende ETFs lösen Steuer aus — die Vorabpauschale. Bei 50.000 € Depot und 2 % Basiszins ca. 700 € steuerpflichtige Erträge pro Jahr, davon 70 % nach Teilfreistellung = 490 € Verbrauch des Pauschbetrags.
  • Falsche Fonds-Klassifizierung
    Teilfreistellung gilt nur bei Fonds mit der richtigen Aktienquote: 30 % für Aktien-ETFs (≥ 51 % Aktien), 15 % für Mischfonds (≥ 25 % Aktien), 60 % bei Immobilienfonds. Anleihen-ETFs haben 0 % Teilfreistellung — wer das verwechselt, rechnet zu viel steuerfrei.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag-Rechner?

Der Sparer-Pauschbetrag (1.000 € für Singles, 2.000 € für Verheiratete) ist jährlich steuerfrei für Kapitalerträge. Wer in ausschüttende ETFs investiert, kann mit dem richtigen Volumen die Dividenden komplett steuerfrei ziehen.

Formel: Max. Investment = Pauschbetrag / (Dividendenrendite × (1 − Teilfreistellung))

Beispiel: 1.000 € Pauschbetrag, 2 % Dividendenrendite, 30 % Teilfreistellung → max. Investment 71.428 €. Bis zu diesem Volumen sind alle Dividenden eines Aktien-ETFs steuerfrei.

Worauf achten?

  • Freistellungsauftrag stellen: Sonst zieht die Bank automatisch Steuer ab — auch unterhalb der 1.000 €.
  • Pauschbetrag nicht "verschwenden": Tagesgeld-Zinsen, Sparbuch-Erträge etc. zählen mit. Berücksichtige das im Rechner.
  • Mehrere Banken: Du kannst den Pauschbetrag auf mehrere Freistellungsaufträge verteilen — Summe bleibt aber bei 1.000 €/2.000 €.
  • Vorabpauschale: Bei thesaurierenden ETFs greift die Vorabpauschale — auch das verbraucht deinen Pauschbetrag.
  • Steuern langfristig planen: Wer das Pauschbetrag-Volumen ausschöpft, spart pro Jahr 263,75 € Steuern. Über 30 Jahre fast 8.000 €.

So nutzt du den Pauschbetrag voll aus

  1. 1. Freistellungsauftrag erteilen: Bei deiner Hauptbank den Pauschbetrag (oder einen Teil) hinterlegen — geht oft online in 2 Minuten.
  2. 2. Ausschüttende ETFs wählen: Statt thesaurierend (z.B. iShares MSCI World "Acc") lieber ausschüttend ("Dist") — so entsteht jährlich Dividende, die du im Pauschbetrag unterbringst.
  3. 3. Vorabpauschale beachten: Auch thesaurierende ETFs verbrauchen Pauschbetrag — der Vorabpauschale-Rechner zeigt, wie viel.
  4. 4. Über 1.000 € Erträge? Dann fällt Abgeltungssteuer an — sieh dir den Abgeltungssteuer-Rechner an, was netto bleibt.
  5. 5. Depot wählen: Kostenlose ETF-Sparpläne im Depot-Vergleich.
Tipp: Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen oder Riester-Verträgen wirken Pauschbetrag und Teilfreistellung NICHT — die Steuer fällt nur bei Auszahlung (oft mit Halbeinkünfte­verfahren). Wenn du parallele Verträge laufen hast, prüfe sie: Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Was ist der Sparer-Pauschbetrag?
Ein jährlicher Freibetrag für Kapitalerträge — 1.000 € für Singles, 2.000 € für Verheiratete. Innerhalb dieser Grenze sind Zinsen, Dividenden und Kursgewinne steuerfrei. Mit Freistellungsauftrag bei der Bank zieht diese gar keine Steuer ab.
Was ist die Teilfreistellung?
Eine pauschale Steuervergünstigung für bestimmte Fonds-Typen. Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge zusätzlich steuerfrei (Mischfonds 15 %, Immobilienfonds 60 %). Wirkt zusätzlich zum Pauschbetrag, also doppelt steuersparend.
Lohnt sich ausschüttend oder thesaurierend?
Wenn du den Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft hast: ausschüttend (steuerfreie Dividenden). Wenn der Pauschbetrag schon voll ist: thesaurierend (steuerlich identisch, aber automatisch reinvestiert ohne Order).
Was passiert, wenn ich keinen Freistellungsauftrag erteile?
Die Bank zieht automatisch Abgeltungssteuer + Soli (26,375 %) ab — auch wenn du unterhalb der 1.000-€-Grenze bist. Du kannst es bei der Steuererklärung zurückholen, aber das ist Aufwand. Lieber gleich Auftrag stellen.
Kann ich den Pauschbetrag auf mehrere Banken aufteilen?
Ja — du kannst Freistellungsaufträge auf mehrere Banken verteilen, z.B. 600 € bei ING und 400 € bei Trade Republic. Die Summe darf aber 1.000 € (Single) bzw. 2.000 € (Verheiratete) nicht überschreiten — sonst Steuerhinterziehung. Notiere dir die Verteilung.
Wie viel Steuer spare ich konkret pro Jahr?
Bei voller Ausschöpfung des Pauschbetrags 1.000 € × 26,375 % = 263,75 € pro Jahr (Single). Bei Verheirateten 527,50 €. Über 30 Jahre sind das beim Single rund 7.900 € — ohne Zinseszins auf den Steuerertrag. Mit reinvestierten Steuerersparnissen bei 5 % Rendite sogar ~ 18.000 €.
Was ist die Vorabpauschale und wie wirkt sie auf den Pauschbetrag?
Die Vorabpauschale ist eine fiktive Mindeststeuer auf thesaurierende Fonds, basierend auf Basiszins × 70 % des Fondswerts. 2024 lag der Basiszins bei 2,29 %, ergibt rund 1,6 % vom Fondsvermögen als Bemessungsgrundlage. Bei 50.000 € Depot ≈ 800 € Vorabpauschale — davon 70 % steuerpflichtig nach Teilfreistellung. Verbraucht also rund 560 € deines Pauschbetrags pro Jahr.

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