ETF- & Fondskosten-Vergleich

Endvermögen ETF vs. aktiver Fonds — TER, Ausgabeaufschlag, Steuern berücksichtigt.

Deine Eingaben

Differenz nach 25 Jahren — ETF spart
58.673,13 €
28 % mehr Endkapital — der TER-Unterschied ist über die Laufzeit massiv.

Endkapital im direkten Vergleich

ETF (TER 0.2 %)265.934 €
Aktiver Fonds (TER 1.5 %)207.261 €
Differenz: 58.673 €ETF (TER 0.2 %) ist höher
Endkapital ETF
265.934,04 €
Effektive Rendite: 6.80 % p.a.
Endkapital aktiver Fonds
207.260,92 €
Effektive Rendite: 5.50 % p.a.

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du die Kostendifferenz

ΔTER < 0,3 %
Klein, aber sichtbar
Über 30 Jahre rund 7–10 % weniger Endkapital. Lohnt nur, wenn Wechsel günstig (kein Steuer-Trigger, niedrige Order-Gebühr).
ΔTER 0,3 – 0,8 %
Spürbarer Hebel
Über 30 Jahre 12–22 % weniger Endkapital. Wechsel meist sinnvoll — Steuer-Effekt vorab im ETF-Wechsel-Rechner prüfen.
ΔTER 0,8 – 1,5 %
Großer Schaden
Über 30 Jahre 25–40 % weniger Endkapital. Hier verlierst du oft sechsstellige Beträge — fast immer lohnt der Wechsel selbst mit Steuerlast.
ΔTER > 1,5 %
Bestandsschaden
Typisch bei aktiven Hausfonds und fondsgebundenen Versicherungen. Über 30 Jahre 40–55 % weniger Endkapital — sofort handeln.
Faustregel: 1 %-Punkt mehr TER = etwa 25 % weniger Endkapital nach 30 Jahren bei sonst gleichen Parametern.

Wie viel kostet dich ein teurer Fonds wirklich?

Welt-ETF (TER)
0,10–0,20 %
Marktstandard 2026, breit gestreut
Aktiver Aktienfonds
1,50–2,00 %
TER + ggf. Performance Fee
TER-Differenz 1,3 %-Pkt
~ 30 % weniger
Endkapital nach 30 Jahren
Ausgabeaufschlag (Fonds)
3–5 %
Direkt beim Kauf weg — bei ETFs Null
Aktive Fonds, die ihren Index schlagen
< 20 %
Über 10+ Jahre — laut S&P SPIVA Report
Faustregel Kostenwirkung
× Laufzeit
1 % TER × 30 J. ≈ 25 % weniger Endkapital

Beispiel: 30 Jahre Sparen, ETF vs. aktiver Fonds

Startkapital10.000 €
Sparrate300 €/Monat
Bruttorendite7 % p.a.
TER ETF0,20 %
TER aktiver Fonds1,80 %
Laufzeit30 Jahre
Mehrkapital mit ETF
~ 195.000 €
ETF ~ 365.000 € vs. aktiver Fonds ~ 170.000 €
Bei identischer Bruttorendite frisst die 1,6 %-Punkte höhere TER über 30 Jahre rund die Hälfte des Endkapitals. Wer 300 € im Monat spart, verschenkt mit dem teuren Fonds zusätzlich rund 195.000 € Endkapital — ohne dass der aktive Fonds in der Bruttoperformance besser sein muss.
!

Typische Fehler bei der Eingabe

  • Nur die TER vergleichen
    Bei aktiven Fonds kommen oft Ausgabeaufschlag (3–5 %), Performance Fee und Transaktionskosten dazu. Realer Kosten-Unterschied ist meist 0,3–0,8 %-Punkte höher als die reine TER-Differenz.
  • Tracking Difference ignorieren
    Zwei ETFs mit identischer TER können bis zu 0,3 %-Punkte unterschiedlich performen — wegen Steueroptimierung, Wertpapierleihe und Replikationsmethode. Bei langer Laufzeit relevant.
  • Bruttorendite zu hoch ansetzen
    Mit 10 % p.a. wirkt jede Kostendifferenz klein. Realistisch sind 6–7 % brutto langfristig — bei niedrigerer Rendite wiegt die TER prozentual schwerer.
  • Kurzfristige Renditedifferenz überbewerten
    Dass ein aktiver Fonds in einem 3-Jahres-Fenster vorne lag, sagt nichts. Erst die 10-Jahres-Performance nach Kosten ist aussagekräftig — und da verlieren ca. 80 % der Aktiven gegen den Index.

Wie funktioniert der ETF-Fondskosten-Vergleich?

Du gibst Startkapital, Sparrate und erwartete Bruttorendite (vor Kosten) an. Der Rechner simuliert zwei parallele Sparpläne — einen mit niedriger TER (ETF) und einen mit höherer TER (aktiver Fonds). Die Differenz am Ende ist deine Kostenersparnis.

Formel: Endkapital = K0 · (1 + (r − TER)/12)12n + Rate · ((1 + (r − TER)/12)12n − 1) / ((r − TER)/12)

Warum die TER alles entscheidet: 1,3 %-Punkte mehr Kosten pro Jahr wirken klein — aber über 30 Jahre fressen sie 25–35 % vom Endkapital weg. Das ist kein Marketing-Trick, sondern simple Mathematik.

Worauf achten?

  • TER ist nicht alles: Beim aktiven Fonds kommen oft noch Performance Fees + Ausgabeaufschlag dazu — der Rechner zeigt nur die TER-Wirkung.
  • Langfristig schlagen Indizes Aktive: Laut S&P SPIVA-Report schlagen 70–85 % der aktiven Fonds ihren Index nach 10 Jahren NICHT.
  • Steuerliche Behandlung: Vorabpauschale auf thesaurierende ETFs — beachte Teilfreistellung 30 % bei Aktien-ETFs.
  • Markenvertrieb meiden: "Hausfonds" der Bank haben oft 1,5–2,5 % TER + Ausgabeaufschlag — Direkt-Broker schlagen das fast immer.

Konkrete Schritte, um Kosten zu drücken

  1. 1. Bestehende Fonds prüfen: Schau ins Factsheet und identifiziere TER + Ausgabeaufschlag. Bei TER > 1 % lohnt fast immer ein Wechsel — der ETF-Wechsel-Rechner zeigt, ob die Wechselkosten sich lohnen.
  2. 2. Steueroptimierung nutzen: Mit dem Steuerfreibetrag-Rechner ermittelst du, wie viel du steuerfrei in ausschüttende ETFs investieren kannst.
  3. 3. Günstigen Broker wählen: Im Depot-Vergleich findest du Anbieter mit kostenlosen ETF-Sparplänen.
Tipp: Provisions-getriebene Verkäufer empfehlen oft hauseigene Fonds — der Bank-Filiale-Klassiker. Lass deinen Banksparvertrag oder fondsgebundene Lebensversicherung prüfen — versteckte Kosten kosten dich oft 30–50 % der Endsumme. Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Was ist die TER (Total Expense Ratio)?
Die TER ist die jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds — Verwaltungskosten, Depotbankgebühren, Wirtschaftsprüfer, etc. Sie wird täglich vom Fondsvermögen abgezogen, also nicht extra in Rechnung gestellt. Was du als Anleger siehst, ist bereits die "Netto"-Performance nach TER.
Schlagen aktive Fonds ihren Index nicht öfter?
Nein, im Gegenteil. Laut S&P SPIVA-Report schlagen 70–85 % der aktiven Aktienfonds ihren Index über 10 Jahre nicht. Bei 20 Jahren sind es noch mehr. Der Hauptgrund: die hohe TER frisst die Outperformance auf.
Wann lohnt sich ein aktiver Fonds dann überhaupt?
In Nischenmärkten (z.B. Frontier Markets, Spezial-Strategien) kann aktives Management Sinn ergeben. Aber für die Standard-Anlageklassen (Welt-Aktien, Anleihen) ist ein günstiger ETF langfristig die statistisch beste Wahl.
Wie verändert sich die Differenz mit der Laufzeit?
Sie wächst exponentiell. Bei 30 Jahren ist die Differenz oft 30 % vom Endkapital. Bei 40 Jahren schon 40 %+. Wer langfristig spart, sollte zwingend auf TER achten.
Was ist die Tracking Difference und warum wichtiger als TER?
Tracking Difference ist die tatsächliche Renditedifferenz zwischen ETF und Index pro Jahr — meist sogar besser als die TER vermuten lässt (z.B. -0,05 % statt -0,20 %), weil Wertpapierleihe und Steueroptimierung dem ETF Erträge bringen. Verlässliche Quelle: justETF-Übersicht. Wer Welt-ETFs vergleicht, sollte primär auf die 3-Jahres-Tracking-Difference schauen.
Lohnt sich der Wechsel von 0,5 % auf 0,1 % TER?
Bei großem Volumen (50.000 €+) und langem Horizont (15+ Jahre) ja — die ΔTER von 0,4 %-Punkten bringt langfristig 10–15 % mehr Endkapital. Bei kleinem Volumen oder kurzer Restzeit lohnt der Steuer-Aufwand selten. Detail-Rechnung im ETF-Wechsel-Rechner.
Was kostet eine fondsgebundene Lebensversicherung wirklich?
Oft 1,5–2,5 % Gesamtkosten pro Jahr — TER des Fonds plus Versicherungs-Verwaltungskosten plus Abschlusskosten (über 5 Jahre verteilt 4 % der Beitragssumme). Über 30 Jahre frisst das 40–55 % vom Endkapital. Vertragsprüfung lohnt fast immer.

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