Stromkosten-Rechner
Trag deinen Jahresverbrauch (kWh) und den Arbeitspreis (€/kWh) ein — der Rechner zeigt dir die monatlichen und jährlichen Kosten plus den Vergleich zu typischen Tarifszenarien.
Hinweis: Steuern, Abgaben und Umlagen sind im Arbeitspreis enthalten, wenn du den Brutto-Wert eingibst. Bei Netto-Eingabe rechnet der Tarif deutlich höher.
So liest du deine Stromrechnung
Beispielrechnung: 3-Personen-Haushalt
Typische Fehler bei der Eingabe
- Nur den Arbeitspreis verglichenManche „günstige" Tarife haben Arbeitspreise ab 22 ct/kWh, aber 25 €/Monat Grundpreis. Bei kleinen Verbräuchen (Single, 1.500 kWh) wird der Tarif damit teurer als ein 28-ct-Tarif mit 10 € Grundpreis. Immer beide Komponenten gegenrechnen.
- Bonus als dauerhafte Ersparnis verbuchtNeukunden-Bonus (oft 50–200 €) gilt nur für das erste Jahr. Im zweiten Jahr greift der Normaltarif — der oft teurer als die Grundversorgung ist. Tarifwechsel zur Hälfte der Laufzeit einplanen oder Tarif mit Folgegarantie wählen.
- Falscher Verbrauchswert eingegebenViele schätzen ihren Verbrauch zu niedrig. Realität prüfen: Letzte Jahresabrechnung des Versorgers oder Zählerstand-Diff. Wer 2.500 kWh eingibt, real aber 3.500 kWh verbraucht, unterschätzt die Kosten um 280 €.
- Brutto vs. Netto verwechseltDie ausgewiesenen ct/kWh-Werte enthalten in Deutschland immer schon die MwSt. Wer Netto-Preise mit Brutto-Preisen vergleicht (z. B. Gewerbe-Angebot vs. Haushaltstarif), kommt auf falsche Werte. Beim Wechsel: immer auf gleicher Basis (brutto) vergleichen.
Stromvertrag: Preisanpassung wirksam?
KI-VertragcheckBonusbedingungen, Mindestlaufzeit, Preisanpassungsklauseln — viele Stromverträge enthalten unwirksame Passagen. KI-Check zeigt dir, was rechtens ist.
Welcher Verbrauch ist normal?
Faustregel für Single-Haushalte: 1.500–2.000 kWh/Jahr. Paare ohne Kinder liegen bei 2.500–3.000 kWh, vier Personen bei rund 4.000–5.000 kWh. Wer mit Strom heizt oder ein E-Auto lädt, kann deutlich darüber liegen.
Was ist der Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis (Cent pro kWh) ist nur einer von zwei Kostenblöcken. Hinzu kommt der Grundpreis (€/Jahr). Bei kleinen Verbräuchen dominiert der Grundpreis — bei großen der Arbeitspreis. Der Rechner verarbeitet beides.
Vor dem Wechsel: Vertrag prüfen
Bevor du wechselst, sollte dein bestehender Vertrag geprüft werden — Mindestlaufzeit, Bonus-Bedingungen, Sonderkündigungsrecht. Lade deinen Vertrag bei VertragLotse hoch, unsere KI analysiert ihn in wenigen Sekunden.
Häufige Fragen zum Stromkosten-Rechner
Wie setzt sich mein Strompreis zusammen?
Der Strompreis besteht aus Arbeitspreis (Cent pro kWh) und Grundpreis (€ pro Jahr). Im Arbeitspreis stecken Energiebeschaffung, Netzentgelte, Konzessionsabgabe, EEG-Umlage (seit 2022 entfallen), Stromsteuer und Mehrwertsteuer. Steueranteil und Abgaben machen ca. 40–50 % vom Endpreis aus.
Was ist ein normaler Stromverbrauch in Deutschland?
Single-Haushalt: 1.500–2.000 kWh/Jahr. Paar: 2.500–3.000 kWh. Familie mit 2 Kindern: 4.000–5.000 kWh. Wer mit Strom heizt: + 2.000–6.000 kWh. E-Auto-Laden: + 3.000–4.000 kWh bei 15.000 km/Jahr. Wärmepumpe: + 4.000–8.000 kWh.
Wie kann ich Stromkosten konkret senken?
Anbieter wechseln (Ersparnis 200–500 €/Jahr realistisch), LED statt Halogen (60–80 % weniger Beleuchtungsstrom), Kühlschrank A+++ statt B (200 €/Jahr Differenz), Standby vermeiden (5–10 % vom Gesamtverbrauch), Waschmaschine 30 °C statt 60 °C (halbierter Strombedarf pro Waschgang).
Lohnt sich ein Wechsel des Stromanbieters?
Fast immer. Grundversorger-Tarife sind 2026 oft 30–45 ct/kWh, Discount-Anbieter ab 24–30 ct/kWh. Auf 3.000 kWh Verbrauch bedeutet das 200–500 € Ersparnis im ersten Jahr — Boni eingerechnet sogar mehr. Vorsicht aber bei Boni-Tarifen mit langer Mindestlaufzeit und ohne Folge-Konditionen.
Was ist mit der Strompreisbremse / Preisanpassungsklausel?
Die Strompreisbremse von 2023/2024 ist Ende 2024 ausgelaufen. Preisanpassungsklauseln in Verträgen müssen aber transparent und nachvollziehbar sein — pauschale „Wir können den Preis jederzeit anpassen"-Klauseln sind nach BGH-Urteil unwirksam. Im Zweifel KI-Vertragcheck nutzen.
Wann lohnt sich eine eigene Photovoltaik-Anlage?
Ab ca. 3.000 kWh Verbrauch und Eigenheim mit Süd-/Ost-/West-Dach. Anschaffung 12.000–25.000 € (inkl. Speicher) amortisiert sich in 10–15 Jahren bei aktuellen Strompreisen. Mit Wärmepumpe oder E-Auto verkürzt sich die Amortisation auf 7–10 Jahre.
Was bedeutet „Ökostrom" wirklich?
Echter Ökostrom kommt aus erneuerbaren Quellen und investiert in deren Ausbau — z. B. ok-power- oder Grüner-Strom-Label. Viele „Öko"-Tarife großer Versorger kaufen aber nur RECS-Zertifikate aus Norwegen — der physische Strom bleibt unverändert. Auf Label achten, nicht auf Marketing.
Wie hoch ist der Stromsteuer-Anteil 2026?
Stromsteuer: 2,05 ct/kWh (Standard) bzw. 0,05 ct/kWh (produzierendes Gewerbe ab 2025). Dazu MwSt. 19 % auf den Gesamtpreis, Konzessionsabgabe 1,32–2,39 ct/kWh, Netzentgelte regional 6–12 ct/kWh. Insgesamt ca. 40–50 % des Endpreises sind Steuern und Abgaben.