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Stand: 16.05.2026Partner: Check24

Stromvergleich
Vergleich 2026

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  • Unverbindlich vergleichen — kein Kontakt-Abo, keine Vorab-Registrierung
  • Optional: KI-Vertragscheck des bestehenden Vertrags ergänzend

Strompreise bleiben 2026 auf hohem Niveau: 37 bis 42 Cent pro Kilowattstunde brutto sind beim Grundversorger die Regel, ein guter Sondertarif liegt 6 bis 10 Cent darunter. Wer aktiv vergleicht, spart als Single 180 bis 350 Euro, als vierköpfige Familie 450 bis 750 Euro im Jahr — ohne Komfortverlust, denn der Netzbetreiber bleibt derselbe. Prüfen Sie unverbindlich, welche Tarife in Ihrer Postleitzahl verfügbar sind. Bevor Sie wechseln: Lassen Sie Ihren aktuellen Vertrag von unserer KI prüfen — in 60 Sekunden sehen Sie, ob Preisgarantie, Bonus-Modell und Kündigungsfrist marktüblich sind oder ob ein Wechsel echtes Geld spart. KI-Vertragsanalyse von VertragLotse.

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Vor dem Wechsel: Bestehenden Vertrag prüfen lassen

Bevor Sie einen neuen Tarif abschließen, prüft unsere KI Ihren aktuellen Vertrag auf Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung und Sonderkündigungsrecht.

Stromkosten: Grundversorger vs. Online-Sondertarif

Familie 4 Personen im Einfamilienhaus, 4.000 kWh/Jahr (Quelle: BNetzA Strompreismonitor 2026)

Grundversorger (41 ct/kWh)1.640 €
Online-Sondertarif (31 ct/kWh)1.240 €
Differenz: 400 €Online-Sondertarif (31 ct/kWh) ist günstiger

Was Sie 2026 beim Stromvertrag wissen müssen

Der deutsche Strommarkt ist 2026 weiterhin von hohen Großhandelspreisen, gestiegenen Netzentgelten und politisch beeinflussten Abgaben geprägt. Die EEG-Umlage ist zwar seit 2022 aus dem Strompreis genommen, dafür sind die Netzentgelte in vielen Regionen 2026 erneut gestiegen — teils um über 15 Prozent. Hinzu kommt die Stromsteuer von 2,05 Cent pro Kilowattstunde und die Umsatzsteuer von 19 Prozent auf den Gesamtpreis. Wer beim Grundversorger bleibt, zahlt aktuell zwischen 39 und 44 Cent pro Kilowattstunde — Spitzenwerte in strukturschwachen Regionen sogar über 46 Cent.

Ein gut gewählter Sondertarif kostet 2026 hingegen 30 bis 34 Cent pro Kilowattstunde, in günstigen Regionen sogar darunter. Die Differenz von 6 bis 10 Cent pro Kilowattstunde klingt klein, summiert sich aber rasch: Bei einem Familienverbrauch von 4.500 Kilowattstunden sind das 270 bis 450 Euro Ersparnis pro Jahr — bei Vergleich und Wechsel innerhalb von 20 Minuten. Wichtig: Wer nie wechselt, landet automatisch in der oft teureren Grundversorgung oder im sogenannten Bestandskundentarif des Anbieters, der nach Bonusjahr meist 4 bis 8 Cent über dem Neukundentarif liegt.

Die Strompreis-Entwicklung 2026 ist mehrgleisig: Auf der einen Seite drücken Erneuerbare den Großhandelspreis, auf der anderen Seite treiben CO2-Preis (im Industriebereich), Netzausbau und Reservekraftwerke die Endkundenpreise. Wer eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto betreibt, sollte zusätzlich auf reduzierte Wärmepumpentarife (§ 14a EnWG) achten — diese liegen oft 4 bis 6 Cent unter dem Normaltarif, erfordern aber einen separaten Zählerkreis.

Tarif-Typen verstehen

Im deutschen Strommarkt unterscheidet das Energiewirtschaftsgesetz vier wesentliche Tarif-Typen, die sich in Preis, Flexibilität und Kündigungsrecht deutlich unterscheiden.

Grundversorgung

Die Grundversorgung ist der Vertrag, in dem Sie automatisch landen, wenn Sie keinen anderen Tarif abschließen — zum Beispiel beim Einzug in eine neue Wohnung. Sie ist gesetzlich vom örtlichen Grundversorger anzubieten (in der Regel ein Stadtwerk oder regionaler Versorger). Vorteil: Kündigungsfrist nur zwei Wochen, jederzeit kündbar. Nachteil: 2026 zwischen 39 und 46 Cent pro Kilowattstunde — meist 20 bis 30 Prozent teurer als der günstigste Sondertarif derselben Region.

Sondertarif (Standardtarif)

Ein Sondertarif ist ein individuell abgeschlossener Vertrag, häufig mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit, fester Preisgarantie und Neukundenbonus. Hier finden Sie die marktüblichen 30 bis 34 Cent pro Kilowattstunde. Achten Sie auf den Folgepreis nach dem Bonusjahr — viele Anbieter erhöhen automatisch um 3 bis 5 Cent.

Ökostrom-Tarif

Ökostrom kann zertifiziert (ok-power, Grüner Strom Label, TÜV Süd EE01) oder ungeprüft sein. Echter Ökostrom mit Neuanlagen-Förderung kostet 2026 etwa 1 bis 2 Cent pro Kilowattstunde mehr als konventioneller Strom — bei manchen Anbietern auch gleich teuer oder günstiger, weil sie EEG-geförderten Strom direkt vermarkten. Reine Herkunftsnachweise (HKN) aus norwegischer Wasserkraft sind kein Beleg für Neuanlagen-Förderung.

Bündel- und Spezialtarife

Bündel-Tarife kombinieren Strom mit Internet, Gas oder Heizöl. Sie wirken günstig, sind aber schwer vergleichbar und enthalten oft Mindestlaufzeiten von 24 Monaten. Wärmepumpen-Tarife (Heizstrom) und Nachtspeicher-Tarife haben separate Zählerkreise und reduzierte Netzentgelte (§ 14a EnWG). Dynamische Tarife (Stundenpreis nach Börsenstrompreis) lohnen sich nur, wenn Sie laststeuerbare Geräte (Wärmepumpe, Wallbox, Batteriespeicher) haben.

Sparpotential 2026 — konkrete Beispielrechnung

Die folgende Tabelle zeigt typische Jahreskosten in Cent pro Kilowattstunde brutto (Stand Anfang 2026, Bundesdurchschnitt) und das realistische Sparpotential bei Wechsel vom Grundversorger zum günstigsten Sondertarif:

HaushaltstypVerbrauch p.a.GrundversorgerGünstiger SondertarifErsparnis p.a.
Single (1 Person, kleine Wohnung)1.500 kWh615 € (41,0 ct)465 € (31,0 ct)150 €
Single (1 Person, große Wohnung)2.000 kWh820 € (41,0 ct)620 € (31,0 ct)200 €
Paar / WG (2 Personen)3.000 kWh1.230 € (41,0 ct)930 € (31,0 ct)300 €
Familie (3 Personen)3.800 kWh1.558 € (41,0 ct)1.178 € (31,0 ct)380 €
Familie (4 Personen)4.500 kWh1.845 € (41,0 ct)1.395 € (31,0 ct)450 €
Großverbraucher (5+ Personen / Wärmepumpe)6.000 kWh2.460 € (41,0 ct)1.860 € (31,0 ct)600 €

Hinweis: Die Werte sind Durchschnitte. In Hochpreis-Regionen (etwa Teile Nordrhein-Westfalens und Bayerns) sind die Grundversorger-Tarife bis zu 4 Cent pro Kilowattstunde höher, in günstigen Regionen (manche Stadtwerke in Sachsen, Thüringen) bis zu 3 Cent niedriger. Das tatsächliche Sparpotential hängt zudem stark vom gewählten Bonus-Modell, der Vertragslaufzeit und davon ab, ob ein Neukundenbonus erstattet wird.

Worauf Sie beim Tarif achten müssen

Strom ist nicht gleich Strom — der physische Stromfluss bleibt zwar identisch, die Vertragsbedingungen unterscheiden sich aber gravierend. Diese sechs Klauseln entscheiden, ob ein Tarif wirklich günstig ist oder nur auf den ersten Blick wirkt:

Preisgarantie — länger als zwölf Monate? Voll oder eingeschränkt?

Es gibt drei Stufen: Voll-Preisgarantie (alle Bestandteile inklusive Steuern und Abgaben fest), eingeschränkte Preisgarantie (Energiepreis fest, Steuern und Netzentgelte variabel) und Netto-Preisgarantie (nur der Beschaffungspreis ist fest). Die meisten Tarife bieten eingeschränkte Preisgarantie für zwölf Monate. Eine echte Voll-Preisgarantie über 24 Monate ist 2026 selten und in der Regel 1,5 bis 2 Cent pro Kilowattstunde teurer. Das kann sich lohnen, wenn Sie Planungssicherheit wollen — oder eben nicht, wenn die Strompreise nach 2026 wieder sinken.

Folgepreis nach Bonusjahr

Der häufigste Spar-Killer: Der Tarif startet mit 30 Cent pro Kilowattstunde, Bonus 150 Euro, Preisgarantie zwölf Monate. Nach dem Bonusjahr steigt der Preis auf 36 Cent und der Bonus entfällt — effektive Mehrkosten im zweiten Jahr 270 Euro. Lösung: Spätestens elf Monate nach Vertragsabschluss neu vergleichen und kündigen. Setzen Sie sich einen Kalender-Reminder.

Mindestlaufzeit und Kündigungsfristen

Standard sind 24 Monate Mindestlaufzeit mit sechs Wochen Kündigungsfrist zum Vertragsende. Bei Verlängerung sieht das Verbraucherschutzgesetz (BGB § 309 Nr. 9) seit 2022 maximal einen Monat Verlängerung mit ebenfalls einem Monat Kündigungsfrist vor. Manche Tarife bieten monatlich kündbar — meist 0,5 bis 1 Cent pro Kilowattstunde teurer, dafür voll flexibel.

Vorkasse-Tarife und Kautionsforderungen

Manche Anbieter (häufig kleinere Discounter wie der seinerzeit kollabierte Stromio-/gas.de-Verbund) verlangen Vorkasse für drei, sechs oder zwölf Monate. Achtung: Im Insolvenzfall sind die Vorauszahlungen kaum geschützt. Empfehlung — meiden Sie Tarife mit Vorkasse über mehr als zwei Monate.

Bonus-Falle

Sofortbonus, Neukundenbonus, Wechselbonus — die Begriffe werden uneinheitlich verwendet. Wichtig: Ein Sofortbonus wird mit der ersten Jahresrechnung verrechnet, ein Neukundenbonus erst nach Ablauf des Bonus-Jahres ausgezahlt. Falls Sie vor Ablauf kündigen (etwa wegen Preiserhöhung), verfällt der Neukundenbonus oft komplett. Konkret prüfen — viele Verbraucher zahlen drauf, weil sie kurz vor Bonus-Auszahlung wechseln müssen.

Sonderkündigungsrecht (§ 41 EnWG)

Bei jeder Preiserhöhung haben Sie laut § 41 Absatz 5 Energiewirtschaftsgesetz das Recht, fristlos zu kündigen — auch wenn die Preiserhöhung außerhalb der Preisgarantie liegt. Die Kündigung muss innerhalb der vom Anbieter genannten Frist (in der Regel 14 Tage nach Mitteilung) eingereicht werden. Nutzen Sie das aktiv: Eine 0,5-Cent-Erhöhung kann der Anlass für einen Wechsel zu einem 4-Cent-günstigeren Tarif sein.

Häufige Tarif-Klauseln im Vergleich

Diese Tabelle zeigt typische Vertragsklauseln und ihr Risiko für Sie als Kunde. Top-Tarife zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf Risiko-Klauseln verzichten — bei Standardtarifen ist das selten der Fall:

KlauselRisiko für SieTop-Tarif (kundenfreundlich)Standard-Tarif
PreisgarantieEingeschränkt → Netzentgelte variabelVoll-Preisgarantie 24 MonateEingeschränkt 12 Monate
Bonus-ModellVerfall bei vorzeitiger KündigungSofortbonus (mit 1. Rechnung)Neukundenbonus (nach 11–12 Monaten)
MindestlaufzeitLange Bindung, kein Wechsel12 Monate oder monatlich24 Monate
VerlängerungAuto-Verlängerung um 12 MonateMonatlich (gesetzlich ab 03/2022)Monatlich (gesetzlich ab 03/2022)
VorkasseInsolvenzrisiko Ihrer VorauszahlungKeine VorkasseKeine bis 1 Monat
KündigungsfristLange Frist → späte Reaktion1 Monat zum Vertragsende6 Wochen zum Vertragsende
Tarifgarantie nach AuszugAnbieter kann kündigenMitnahme zur neuen AdresseMitnahme oft möglich

Wann ein Wechsel sich lohnt

Ein Wechsel lohnt sich grundsätzlich immer dann, wenn Ihr aktueller Tarif teurer ist als der günstigste verfügbare Sondertarif Ihrer Postleitzahl — das ist bei Grundversorgungs-Kunden praktisch immer der Fall. Drei konkrete Auslöser sollten Sie immer zum Vergleich nutzen:

Erstens: Wenn der Anbieter eine Preiserhöhung ankündigt. Hier greift das Sonderkündigungsrecht nach § 41 EnWG. Sie können innerhalb der Mitteilungsfrist (meist 14 Tage) fristlos kündigen, auch wenn die Mindestlaufzeit noch läuft.

Zweitens: Vor Auslauf der Mindestlaufzeit. Setzen Sie sich elf Monate nach Vertragsabschluss einen Reminder — dann ist noch genug Zeit, um zu vergleichen, fristgerecht zu kündigen und einen neuen Tarif zu starten.

Drittens: Vor Beginn der Heizperiode (1. Oktober). Anbieter werben verstärkt um Neukunden, weil viele Verbraucher zu diesem Zeitpunkt aktiv über ihre Energieversorgung nachdenken. Die Neukundenboni sind häufig höher als im Frühjahr — sparen Sie 30 bis 80 Euro zusätzlich, indem Sie Ihren Wechsel zwischen Juli und September abschließen.

Übrigens: Sie müssen Ihren alten Vertrag nicht selbst kündigen — das übernimmt der neue Anbieter im Rahmen des Wechselservice. Der Stromfluss wird ohne Unterbrechung weitergeführt, weil der Netzbetreiber unverändert bleibt. Selbst wenn der neue Anbieter insolvent geht, springt automatisch der Grundversorger ein (Ersatzversorgung nach § 38 EnWG).

Vor dem Wechsel: Bestehenden Vertrag KI-prüfen

Bevor Sie einen neuen Stromvertrag abschließen, lohnt sich ein Blick auf Ihren bestehenden Vertrag — denn dort verstecken sich oft kostenrelevante Klauseln, die Sie kennen sollten. Unsere KI-Vertragsanalyse prüft Ihren Stromvertrag in unter 60 Sekunden auf:

  • Preisgarantie-Typ: Echte Voll-Preisgarantie oder nur eingeschränkt? Welche Komponenten sind ausgenommen?
  • Bonus-Auszahlung: Wann genau wird der Bonus fällig? Verfällt er bei vorzeitiger Kündigung?
  • Mindestlaufzeit und Verlängerung: Bis wann müssen Sie spätestens kündigen, um nicht automatisch verlängert zu werden?
  • Folgepreis nach Bonusjahr: Ist der Folgepreis im Vertrag genannt oder bleibt er offen (intransparent)?
  • Sonderkündigungsrecht-Frist: Wie viele Tage haben Sie nach einer Preiserhöhung Zeit zu kündigen?
  • Versteckte Servicegebühren: Mahngebühren, Rücklastschriftgebühren, Wechselservicegebühren über marktüblich.
Bevor Sie wechseln: Lassen Sie Ihren aktuellen Vertrag von unserer KI prüfen — in 60 Sekunden sehen Sie, ob Preisgarantie, Bonus-Modell und Kündigungsfrist marktüblich sind oder ob ein Wechsel echtes Geld spart. Die Analyse bewertet jede Klausel mit einem Ampel-Risiko-Score und liefert konkrete Empfehlungen, was Sie beim Neuvertrag besser machen sollten.

Stromtarife verstehen — Grund- und Arbeitspreis

Auf einen Blick
  • Grundpreis fix pro Jahr (50–150 €), unabhängig vom Verbrauch
  • Arbeitspreis pro kWh (28–40 ct, je nach Region und Tarif)
  • Bonus + Preisgarantie + Mindestlaufzeit machen den Unterschied

Der Stromtarif besteht aus zwei Komponenten: dem Grundpreis (€/Jahr, deckt Zähler, Abrechnung, Kundenservice) und dem Arbeitspreis (ct/kWh, vom tatsächlichen Verbrauch abhängig). Bei niedrigem Verbrauch (z.B. Single-Haushalt mit 1.500 kWh/Jahr) dominiert der Grundpreis; bei großem Verbrauch (Familie, E-Auto, Wärmepumpe) der Arbeitspreis.

Faustregel: Wer unter 2.500 kWh/Jahr verbraucht, sollte gezielt nach Tarifen mit niedrigem Grundpreis suchen. Wer darüber liegt, profitiert mehr vom günstigen Arbeitspreis. Ein guter Vergleichsrechner berücksichtigt beides automatisch — du gibst nur den Jahresverbrauch ein.

Bonus-Falle vermeiden

Hohe Wechselboni (oft 100–300 €) werden meist erst nach 12 Monaten ausgezahlt — und nur dann, wenn der Vertrag bis dahin nicht gekündigt wurde. Danach läuft der Tarif zum Folgepreis weiter, der oft 10–25 % über dem Wechselpreis liegt.

Unsere Empfehlung: gleich nach Vertragsabschluss eine Erinnerung zur erneuten Vergleichsanfrage in 11 Monaten setzen. So sicherst du dir den Bonus, kündigst rechtzeitig und wechselst zum nächsten Bonus-Tarif. Das ist legal und üblich — viele Strom-Wechsel-Profis sparen so 200–500 € pro Jahr.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung

Auf einen Blick
  • Sonderkündigungsrecht greift bei JEDER Preiserhöhung
  • Frist meist 14 Tage nach Erhalt der Mitteilung
  • Anbieter MUSS auf dieses Recht hinweisen — sonst Klage möglich

Nach § 41 EnWG hast du bei jeder Preiserhöhung das Recht zur außerordentlichen Kündigung — meist mit 14 Tagen Frist nach Bekanntgabe. Der Anbieter muss dich rechtzeitig informieren und auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen.

In der Praxis lohnt sich das fast immer: günstige Wechselangebote sind oft 10–20 % unter dem dann erhöhten Preis deines bisherigen Tarifs. Wichtig: die 14-Tage-Frist nicht verpassen.

Ökostrom — was steckt wirklich drin?

Echter Ökostrom kommt aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse — und ist über Herkunftsnachweise (HKN) lückenlos rückverfolgbar. Aber: viele "Ökostrom"-Tarife nutzen nur HKN-Zertifikate, die ein Stromversorger separat von Wasserkraftwerken in Skandinavien kauft, ohne tatsächlich grünen Strom zu liefern.

Wer Wert auf echten Ökostrom legt, sollte auf Labels wie das "Grüner Strom Label" oder "ok-power" achten. Diese Zertifikate verlangen, dass ein Teil der Einnahmen in den Ausbau erneuerbarer Energie fließt — der Tarif hat einen messbaren Einfluss auf die Energiewende.

Typischer Jahresverbrauch nach Haushaltsgröße

PersonenJahresverbrauchJahreskosten bei 35 ct/kWhSparpotenzial bei -4 ct
1 Person1.500 kWh525 €60 €
2 Personen2.500 kWh875 €100 €
3 Personen3.500 kWh1.225 €140 €
4 Personen4.500 kWh1.575 €180 €
Familie + Wärmepumpe8.000 kWh2.800 €320 €

Inkl. Grundpreis ~120 €/Jahr. Sparpotenzial bei einem Wechsel zu einem 4 ct/kWh günstigeren Arbeitspreis.

5 Schnelltipps für den Stromwechsel

  1. Verbrauch + PLZ in den Vergleich eingeben — alle Tarife filtern darauf.
  2. Mindestlaufzeit max. 12 Monate wählen — bleibt flexibel.
  3. Preisgarantie auf Energie + Beschaffung achten (nicht eingeschränkt auf "Energie ohne Steuern").
  4. Bonus-Anteil am Gesamtpreis sollte unter 25 % liegen — sonst wird der Folgepreis zu teuer.
  5. Vor dem Wechsel den alten Vertrag auf Sonderkündigungsrecht prüfen lassen.

Wann lohnt sich der Vergleich?

  • Wenn dein Anbieter eine Preiserhöhung angekündigt hat
  • Wenn die Mindestlaufzeit deines Tarifs ausläuft
  • Wenn du noch im Grundversorger-Tarif bist (meistens deutlich teurer)
  • Bei Umzug — der Tarif gilt nicht automatisch in der neuen Wohnung
  • Mindestens einmal pro Jahr — Strompreise und Boni ändern sich monatlich

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Stromanbieter-Wechsel?#
Der Wechsel dauert in der Regel zwischen drei und sechs Wochen. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Versorger und meldet sich beim Netzbetreiber an. Sie selbst müssen nichts kündigen. Während des Wechsels gibt es keine Unterbrechung der Stromversorgung — der Netzbetreiber bleibt derselbe, nur der Lieferant (also der Vertragspartner) ändert sich. Falls der Wechseltermin näher liegt (innerhalb von zwei Wochen), greift teils die Ersatzversorgung beim Grundversorger für die Übergangszeit.
Welche Kündigungsfrist habe ich bei einem Stromvertrag?#
Die meisten Sondertarife haben eine Mindestlaufzeit von zwölf oder 24 Monaten mit einer Kündigungsfrist von sechs Wochen zum Vertragsende. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag laut § 309 Nr. 9 BGB (seit März 2022) maximal um einen Monat und ist dann mit einer Frist von einem Monat kündbar. In der Grundversorgung haben Sie eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen — jederzeit. Bei Preiserhöhungen besteht ein Sonderkündigungsrecht nach § 41 EnWG.
Welcher Stromtarif ist günstig?#
Ein günstiger Tarif zeichnet sich 2026 durch folgende Merkmale aus: Bruttopreis unter 33 Cent pro Kilowattstunde (in günstigen Regionen sogar 30 bis 31 Cent), Voll-Preisgarantie über mindestens zwölf Monate, Sofortbonus statt Neukundenbonus, Mindestlaufzeit zwölf Monate (nicht 24), Bonus-Anteil unter 25 Prozent des Gesamtpreises. Achten Sie zusätzlich auf einen niedrigen Grundpreis (unter 12 Euro pro Monat) — manche Tarife wirken durch hohen Arbeitspreis und niedrigen Grundpreis günstig, sind aber bei niedrigem Verbrauch teurer.
Was ist der Unterschied zwischen Sofortbonus und Neukundenbonus?#
Ein Sofortbonus wird in der Regel mit der ersten Jahresrechnung verrechnet — Sie sehen den Bonus also bereits nach drei bis vier Monaten auf der Abschlagsrechnung. Ein Neukundenbonus wird erst nach Ablauf des Bonus-Jahres (in der Regel zwölf Monate) ausgezahlt. Falls Sie vor Ablauf kündigen, etwa wegen einer Preiserhöhung, verfällt der Neukundenbonus oft komplett. Faustregel: Wählen Sie einen Sofortbonus, wenn Sie nicht zu lange beim Anbieter bleiben wollen oder bei Preiserhöhungen das Sonderkündigungsrecht nutzen möchten.
Lohnt sich ein Stromvertrag mit 24 Monaten Laufzeit?#
Nur bedingt. Eine Voll-Preisgarantie über 24 Monate kann sinnvoll sein, wenn Sie planungssicher kalkulieren wollen — etwa als Familie oder Selbstständiger im Homeoffice mit hohem Verbrauch. Allerdings sind 24-Monats-Tarife in der Regel 1 bis 2 Cent pro Kilowattstunde teurer als 12-Monats-Tarife. Außerdem profitieren Sie nicht von sinkenden Marktpreisen. Empfehlung: Bei stabilen oder fallenden Marktpreisen 12 Monate wählen und nach elf Monaten neu vergleichen. Bei klar steigenden Preisen kann 24 Monate Sinn ergeben.
Was ist eingeschränkte Preisgarantie?#
Bei eingeschränkter Preisgarantie sind nur die Energie- und Beschaffungskosten fest, während Steuern, Netzentgelte und gesetzliche Umlagen variabel bleiben. Wenn der Gesetzgeber zum Beispiel die Stromsteuer erhöht oder der Netzbetreiber die Netzentgelte anhebt, darf der Anbieter den Preis erhöhen — auch innerhalb der Garantielaufzeit. Bei Voll-Preisgarantie sind hingegen alle Komponenten fest. 2026 ist eine echte Voll-Preisgarantie über zwölf Monate Standard bei seriösen Anbietern, über 24 Monate eher selten und 1 bis 2 Cent pro Kilowattstunde teurer.
Was bedeutet § 41 EnWG für mein Sonderkündigungsrecht?#
§ 41 Absatz 5 Energiewirtschaftsgesetz gibt Ihnen das Recht, bei jeder Preiserhöhung außerordentlich zu kündigen — auch wenn die Mindestlaufzeit noch nicht abgelaufen ist und auch wenn die Preiserhöhung außerhalb der Preisgarantie liegt. Der Anbieter muss Sie mindestens sechs Wochen vor der Preiserhöhung schriftlich informieren und auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel zum Wirksamwerden der Preiserhöhung, je nach Anbieter aber auch nur 14 Tage nach Erhalt der Mitteilung. Reagieren Sie schnell und vergleichen Sie sofort.
Ist Ökostrom wirklich grün?#
Es kommt auf das Zertifikat an. Der TÜV Süd EE01, das ok-power-Label und das Grüner-Strom-Label garantieren, dass mindestens 33 Prozent des Stroms aus Neuanlagen kommt und der Anbieter aktiv in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. Tarife mit reinen Herkunftsnachweisen (HKN) sind hingegen oft nur bilanziell grün — der Anbieter kauft günstige HKN aus norwegischer Wasserkraft, ohne dass dies zusätzliche Erneuerbare schafft. Für echte Klimawirkung wählen Sie zertifizierten Ökostrom mit Neuanlagen-Garantie.
Kann ich nach einem Umzug meinen Stromvertrag mitnehmen?#
Die meisten Anbieter erlauben die Mitnahme des Vertrags an die neue Adresse, wenn sie dort liefern dürfen. Manche bieten sogar Bonusgarantien bei Umzug. Falls der Anbieter an der neuen Adresse nicht liefert, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht — der Vertrag endet automatisch zum Umzugsdatum. Wichtig: Melden Sie den Umzug mindestens sechs Wochen im Voraus, geben Sie den Zählerstand am Auszugstag genau an und beauftragen Sie eventuell den neuen Anbieter mit dem Wechsel zur Anschlussadresse. Bei Einzug in eine neue Wohnung ohne aktive Anmeldung landen Sie sonst automatisch in der Grundversorgung.
Wie hilft mir die KI-Vertragsanalyse von VertragLotse vor dem Wechsel?#
Unsere KI-Vertragsanalyse prüft Ihren bestehenden Stromvertrag in unter 60 Sekunden auf alle relevanten Klauseln und Risiken. Konkret bewerten wir: ob die Preisgarantie marktüblich ist (Voll vs. eingeschränkt, Laufzeit), ob das Bonus-Modell fair ist (Sofortbonus vs. Auszahlung nach Jahr), ob die Kündigungsfristen korrekt sind, ob versteckte Servicegebühren enthalten sind und ob der Folgepreis nach Bonusjahr transparent dargestellt wird. Sie erhalten einen Ampel-Risiko-Score je Klausel plus eine Wechsel-Empfehlung. So treffen Sie eine fundierte Entscheidung — und vermeiden, von einem schlechten Tarif in einen anderen schlechten Tarif zu wechseln.
Redaktionell geprüft von der VertragLotse-Redaktion
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