Verzugszinsrechner

Privat: Basiszinssatz + 5 %; Geschäftlich: + 9 %. Pro Tag des Verzugs.

Deine Eingaben

Verzugszinsen gesamt
19,68 €
auf 1.500,00 € Forderung über 60 Tage · effektiver Satz 7.87 % p.a.

Privat vs. Geschäftlich

Privatkunde (+5 %)20 €
Geschäftskunde (+9 %)30 €
Differenz: 10 €Privatkunde (+5 %) ist günstiger

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du dein Ergebnis

< 25 €
Kleinbetrag
Mahnpauschale (B2B 40 €) ist meist die größere Position. Außergerichtliche Einigung sinnvoll — Gerichtskosten lohnen sich nicht.
25 – 200 €
Spürbar — Mahnung mit Frist
Schriftliche Mahnung mit konkreter Frist (14 Tage), Verzugszinsen explizit benennen. Bei B2B Mahnpauschale 40 € dazurechnen.
200 – 1.000 €
Inkasso / Anwalt prüfen
Nach 2. erfolgloser Mahnung Inkasso oder Mahnbescheid (online beim Amtsgericht, ab 36 € Gebühr). Inkassokosten sind erstattbar, sobald Verzug vorliegt.
> 1.000 €
Anwalt einschalten
Rechtsanwalt prüft Verjährung (3 Jahre, § 195 BGB), Mahnbescheid, ggf. Klage. Verzugszinsen laufen weiter — je früher gehandelt, desto besser.
Verzugszinsen sind gesetzlich (§ 288 BGB) — keine Vereinbarung nötig. Pauschal höhere Sätze in AGB sind meist unwirksam.

Verzugszinsen 2026 — die Eckdaten

Basiszinssatz aktuell
2,87 %
Bundesbank · Stand 2025-07
Privatkunden-Aufschlag
+5 %
§ 288 Abs. 1 BGB
B2B-Aufschlag
+9 %
§ 288 Abs. 2 BGB
Verzug ab
30 Tagen nach Rg.
oder ab Mahnung / Fälligkeitsdatum
Mahnpauschale (B2B)
40 €
§ 288 Abs. 5 BGB, zusätzlich
Verjährung Forderung
3 Jahre
regelmäßige Verjährung, § 195 BGB

Beispielrechnung: 5.000 € Rechnung an Privatkunde, 60 Tage offen

Offene Forderung5.000 €
Verzugsdauer60 Tage
Basiszinssatz 20262,87 %
Aufschlag (Privatkunde)+5,00 %
Verzugszinssatz gesamt7,87 %
Verzugszinsen
~ 70 €
5.000 € × 7,87 % × 60/360 = ca. 70 €
Bei einem Privatkunden gilt Basiszins + 5 % Aufschlag (§ 288 Abs. 1 BGB). Über 60 Tage ergibt das bei 5.000 € ca. 70 € Verzugszinsen. Bei B2B-Forderungen (z.B. Unternehmer an Unternehmer) wären es bei gleichem Sachverhalt ca. 99 € (+9 % Aufschlag) plus die 40 €-Mahnpauschale — also rund 139 € insgesamt.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Hinweis auf Verzug auf der Rechnung vergessen (B2C)
    Bei Verbrauchern tritt Verzug nach 30 Tagen NUR automatisch ein, wenn auf der Rechnung darauf hingewiesen wurde („Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen ..."). Sonst erst nach Mahnung.
  • Falschen Aufschlag wählen
    Privatkunden bekommen +5 %, Unternehmer untereinander +9 %. Wer pauschal mit 9 % rechnet, fordert bei Verbrauchern zu viel und macht die Forderung angreifbar.
  • Mahnpauschale 40 € auch bei B2C verlangen
    Die 40 €-Mahnpauschale gilt NUR im B2B-Geschäft (§ 288 Abs. 5 BGB). Bei Privatkunden ist nur tatsächlich entstandener Mahnaufwand erstattbar — meistens 2,50 €/Mahnung.
  • Verjährung übersehen
    Forderungen verjähren regelmäßig nach 3 Jahren (zum Jahresende, § 195 BGB). Eine Rechnung aus 2022 ist Ende 2025 weg, wenn nicht rechtzeitig Mahnbescheid beantragt wurde. Verzugszinsen sind dann ebenfalls verloren.

Verzugszinsen — was ist erlaubt?

Bei Zahlungsverzug stehen dem Gläubiger gesetzliche Verzugszinsen zu. Die Höhe ist in § 288 BGB klar geregelt — keine Vereinbarung erforderlich.

Formel: Verzugszins = Forderung · (Basiszins + Aufschlag) · Tage / 360

Worauf achten?

  • Verzug-Voraussetzungen: Mahnung oder kalendermäßig bestimmte Leistung. Ohne Mahnung: 30 Tage nach Rechnungseingang (Verbraucher müssen darauf hingewiesen werden).
  • Privat vs. B2B: Privatkunden +5 %, Unternehmer untereinander +9 %.
  • Mahngebühren: Im B2B kommen 40 € Pauschale dazu (§ 288 Abs. 5 BGB).
  • Inkasso erst nach Mahnung: Inkassokosten sind nur erstattbar, wenn Verzug bereits eingetreten ist.
  • Verjährung: Die Forderung verjährt regelmäßig nach 3 Jahren (Schluss Kalenderjahr).

So gehst du bei Zahlungsverzug richtig vor

  1. 1. Mahnung schreiben: Auch wenn rechtlich nicht immer nötig, schafft eine schriftliche Mahnung Klarheit. Falls dein Schuldner die Forderung an einen Kredit gekoppelt hat, prüfe auch deine Dispokosten.
  2. 2. Restschuld klären: Bei größeren Außenständen lohnt der Blick auf Restschuld-Rechner — falls eine Ratenvereinbarung in Betracht kommt.
  3. 3. Konditionen vergleichen: Wenn du selbst Verzugszinsen zahlst, vergleiche Ratenkredite — oft günstiger als 14 % Verzug.
Tipp: Verträge mit unklaren Verzugsklauseln können dich Tausende kosten. Lass deine Verträge KI-prüfen: Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Ab wann tritt Verzug ein?
Bei Verbrauchern: 30 Tage nach Rechnungserhalt — aber nur, wenn auf der Rechnung darauf hingewiesen wurde. Sonst erst nach Mahnung. Bei B2B-Verträgen tritt Verzug 30 Tage nach Rechnungseingang automatisch ein.
Wie hoch ist der aktuelle Basiszinssatz?
Stand Anfang 2026 liegt der Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank bei rund 2,87 %. Er wird halbjährlich (zum 1.1. und 1.7.) angepasst und auf der Bundesbank-Webseite veröffentlicht. Verzugszins = Basiszins + 5 % (Privat) bzw. + 9 % (B2B).
Darf ich höhere Verzugszinsen vereinbaren?
Ja, aber nur in engen Grenzen. AGB-Klauseln mit pauschal höheren Sätzen sind oft unwirksam (§ 309 Nr. 5 BGB). Individuell vereinbarte Sätze können höher sein, dürfen aber nicht sittenwidrig sein.
Welche Mahngebühren sind erlaubt?
B2B: 40 € Pauschale pro überfälliger Rechnung (§ 288 Abs. 5 BGB) ohne Nachweis. B2C: nur konkret entstandener Mahnaufwand, üblich sind 2,50–5 € pro Mahnung. Höhere Pauschalen sind nach BGH-Rechtsprechung in AGB meist unzulässig.
Wann sind Inkassokosten erstattbar?
Sobald Verzug eingetreten ist (also nach Mahnung oder ab 30 Tagen + Hinweis bei B2C). Der Schuldner muss die Inkassokosten dann als Verzugsschaden ersetzen — der Höhe nach gedeckelt auf das Rechtsanwaltsgebühren-Niveau (RVG).
Wie kann ich Forderungen vor Verjährung schützen?
Mahnbescheid beim Amtsgericht beantragen (online über mahngerichte.de, ab 36 €). Damit ist die Verjährung gehemmt. Anerkennung des Schuldners (z.B. Teilzahlung) setzt die Verjährung neu auf. Anwaltliche Klage bewirkt ebenfalls Hemmung.

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