SaaS-Vertrag / AGB / SLA prüfen lassen
SaaS-Vertrag und AGB prüfen lassen — unsere KI analysiert Verfügbarkeitsgarantien, Haftungsbegrenzungen, Datenschutzklauseln und Lock-in-Risiken.
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Was wird geprüft?
Leistung & Abnahme
Leistungspflichten, Scope, Abnahme, SLA
Laufzeit & Kündigung
Laufzeit, Verlängerung, Kündigungsfristen, Sonderkündigung
Preis & Preisanpassung
Preiserhöhungsklauseln, Indexierung, Bonus, Staffelmiete
Haftung & Gewährleistung
Haftungsbegrenzungen, Gewährleistung, Schadensersatz
Daten & DSGVO
AVV-Pflichtpunkte, Subprozessoren, Löschfristen, Datenschutz
Ungewöhnliche Klauseln
Outlier-Detection: ungewöhnliche, unklare oder überraschende Klauseln
Was einen SaaS-Vertrag ausmacht
Ein SaaS-Vertrag (Software as a Service) regelt die zeitlich befristete Nutzung einer Cloud-Software über das Internet, ohne dass Sie die Anwendung selbst installieren oder besitzen. Rechtlich wird er meist als Mietvertrag mit Dienstleistungselementen eingeordnet, nicht als Kauf. Typisch ist ein Geflecht aus mehreren Dokumenten: dem eigentlichen Hauptvertrag oder Bestellschein, den AGB des Anbieters, einem Service Level Agreement (SLA) zur Verfügbarkeit, einer Acceptable Use Policy und einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Wer nur den Bestellschein unterschreibt, übersieht oft, dass die eigentlichen Pflichten und Haftungsgrenzen in den verlinkten AGB stecken. Wiederkehrende Klauseln betreffen Lizenzumfang (Named User oder Concurrent User), Verfügbarkeitszusagen in Prozent, Support-Reaktionszeiten, Preisanpassung sowie die Behandlung Ihrer Daten nach Vertragsende.
Die häufigsten Risiko-Klauseln
Im SaaS-Bereich konzentrieren sich die Streitpunkte auf wenige, dafür folgenschwere Klauseln:
- Verfügbarkeit und SLA: Eine Zusage von 99,9 Prozent klingt gut, lässt aber rund neun Stunden Ausfall pro Jahr zu. Prüfen Sie, ob geplante Wartungsfenster aus der Berechnung herausfallen und ob es überhaupt Service-Gutschriften bei Unterschreitung gibt.
- Haftungsbegrenzung: Viele Verträge deckeln die Haftung auf die Jahresgebühr und schließen mittelbare Schäden aus. Eine vollständige Freizeichnung auch für grobe Fahrlässigkeit oder Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit ist nach den AGB-Kontrollmaßstäben der §§ 307, 309 BGB unwirksam.
- Automatische Verlängerung und Mindestlaufzeit: Stillschweigende Verlängerung um zwölf Monate mit langer Kündigungsfrist bindet Sie unnötig. Im B2C gelten hier die Schranken aus § 309 Nr. 9 BGB; im B2B ist die Klausel über § 307 BGB angreifbar, wenn sie unangemessen benachteiligt.
- Preisanpassung: Einseitige Erhöhungsrechte ohne Anlass, Obergrenze oder Sonderkündigungsrecht sind kritisch.
- Datenexport und Lock-in: Fehlt eine Regelung zur Herausgabe Ihrer Daten in einem gängigen Format, droht ein faktischer Lock-in. Auch die Löschfrist nach Vertragsende gehört geklärt.
Worauf Sie vor der Unterschrift achten sollten
Lesen Sie zuerst, welche Dokumente per Verweis Bestandteil werden, und ob der Anbieter sich vorbehält, AGB oder SLA einseitig zu ändern. Klären Sie die konkrete Verfügbarkeit inklusive Messmethode und Gutschriften, die Support-Zeiten samt Reaktions- und Wiederherstellungszeit und ob der AVV alle Pflichtangaben nach Art. 28 DSGVO enthält, etwa die Liste der Subunternehmer und die technisch-organisatschen Maßnahmen. Achten Sie auf Serverstandort und mögliche Drittlandübermittlung. Prüfen Sie außerdem das Exit-Szenario: Wie und wie lange erhalten Sie nach Kündigung Ihre Daten, und wann werden sie endgültig gelöscht?
Ein häufiger Fehler ist, das SLA und den AVV ungelesen zu akzeptieren, weil sie nach Formsache aussehen. Genau dort entscheidet sich aber, ob Ausfälle entschädigt werden und ob Sie DSGVO-konform arbeiten. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechtsberatung, sondern gibt allgemeine Orientierung. Eine KI-Analyse liest die verschachtelten Dokumente in Sekunden, markiert Haftungs-, Verfügbarkeits- und Datenschutzklauseln und ordnet sie nach Risiko ein, bevor Sie unterschreiben.
Kritische Klauseln im SaaS-Vertrag
Preisanpassungsklausel
Erlaubt einseitige Preiserhöhungen. Muss transparent, nachvollziehbar und an objektive Kriterien geknüpft sein.
Haftungsbegrenzungsklausel
Beschränkt die Haftung auf bestimmte Beträge oder Schadensarten. Haftung für Vorsatz kann nicht ausgeschlossen werden.
Freistellungsklausel
Verpflichtet eine Partei, die andere von Ansprüchen Dritter freizustellen. Kann zu erheblichen finanziellen Risiken führen.
Force-Majeure-Klausel / Höhere Gewalt
Befreit von Leistungspflichten bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Naturkatastrophen, Pandemie oder Krieg.
SLA / Verfügbarkeitsgarantie
Garantiert eine bestimmte Verfügbarkeit (z.B. 99,9%). Wichtig: Wie wird gemessen? Was passiert bei Unterschreitung?
Datensicherungs- & Backup-Klausel
Regelt Backup-Häufigkeit, Wiederherstellung und Verantwortlichkeiten für Datenverluste in der Cloud.
Subprozessoren-Klausel (AVV)
Liste der Unterauftragsverarbeiter in der AVV. Änderungen müssen vorab mitgeteilt werden, Widerspruchsrecht muss bestehen.
IP-Rechte / Nutzungsrechte Software
Regelt wem die Rechte an entwickelter Software gehören. Ohne klare Regelung gilt: Entwickler behält Urheberrecht.
Lock-in / Datenportabilität
Einschränkungen beim Anbieterwechsel oder Datenexport. Prüfen Sie Exit-Klauseln und Datenformate.
Drittlandtransfer (DSGVO)
Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU/EWR. Erfordert Angemessenheitsbeschluss oder SCC.
Häufige Fragen
Worauf sollte ich bei einem SaaS-Vertrag achten?
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