Riester-Rechner

Wie viel Eigenbeitrag + staatliche Zulagen ergibt deine Riester-Sparrate?

Deine Eingaben

Empfohlener Eigenbeitrag pro Jahr
1.625,00 €
Förderquote 11 % — Riester profitiert vor allem von Kinderzulagen, daher für Familien interessant. Mit Zulagen erreichst du 1.800,00 € pro Jahr für deine Riester-Rente.

Aufschlüsselung Jahres-Sparrate

Dein Eigenbeitrag: 1.625 € (90%)Grundzulage: 175 € (10%)1.800,00 €Jahres-Sparrate
  • Dein Eigenbeitrag1.625 € (90%)
  • Grundzulage175 € (10%)

Monatlicher Beitrag (Eigenbeitrag): rund 135,42 € — die Zulagen werden direkt vom Anbieter beantragt.

Was wäre wenn du weniger einzahlst?

Sockelbetrag (60 €)83 €
Voller Eigenbeitrag1.800 €
Differenz: 1.717 €Voller Eigenbeitrag ist höhere Jahres-Sparrate

Sockelbetrag = 60 €/Jahr — der gesetzliche Minimal-Beitrag. Wenn er den 4-%-Sollbeitrag nicht erreicht, werden die Zulagen anteilig gekürzt (Erfüllungsquote). Daher zeigt der Vergleich oben oft eine deutlich niedrigere Sockelbetrag-Sparrate als bei voller Förderung. Wer höhere Zulagen hat als 4 % des Brutto­einkommens wert sind, profitiert besonders.

Hinweis Anbieter-Auswahl: Riester-Rentenversicherungen, Banksparpläne, Fondssparpläne und Wohn-Riester unterscheiden sich stark in Kosten und Rendite. Tipp: Stiftung Warentest „Finanztest" bewertet jährlich — und vor Abschluss den Vertrag prüfen lassen, denn manche Tarife haben Knebel-Klauseln (Kapitalwahl-Ausschluss, Beitragsgarantie reduziert die Rendite massiv).

Was bedeutet das Ergebnis?

Lohnt sich Riester für dich?

Förderquote > 50 %
Riester lohnt sich klar
Typisch für Familien mit 2+ Kindern oder Geringverdiener. Pro Euro Eigenbeitrag kommt mehr als 50 ct staatliche Förderung dazu — schlägt fast jeden ETF.
Förderquote 25–50 %
Solide Förderung
Typisch für mittlere Einkommen mit 1 Kind. ETF-Alternative gegenrechnen — bei langem Anlagehorizont und niedrigen Riester-Kosten ist Riester kompetitiv.
Förderquote 10–25 %
Genau rechnen
Typisch für Singles mit mittlerem Einkommen. Riester-Vertrags­kosten (Abschluss + laufend) können die Förderung leicht auffressen. Anbieter-Vergleich entscheidet.
Förderquote < 10 %
ETF meist besser
Typisch für Singles mit hohem Einkommen ohne Kinder. Steuer­vorteil und Zulagen sind klein im Verhältnis zum Eigenbeitrag — flexibler ETF-Sparplan ist meist klar überlegen.
Förderquote = (Zulagen + Steuervorteil) / Eigenbeitrag. > 50 % gilt als sehr gut, < 10 % als zweifelhaft.

Riester 2026 — die Eckwerte

Grundzulage
175 €/Jahr
für jeden Riester-Sparer
Kinderzulage (ab 2008)
300 €/Jahr
pro Kind und Jahr
Kinderzulage (vor 2008)
185 €/Jahr
pro Kind und Jahr
Förder-Maximum
2.100 €/Jahr
4 % vom Vorjahres-Brutto, gedeckelt
Sockelbetrag
60 €/Jahr
minimaler Eigenbeitrag
Berufseinsteiger
+ 200 €
einmalig, unter 25 Jahre

Beispielrechnung: Familie mit 2 Kindern, 35.000 € Brutto

Brutto-Vorjahr35.000 €
Kinder (geb. ab 2008)2
Sollbeitrag (4 % vom Brutto)1.400 €
Zulagen (Grund + 2× Kind)775 €
Eigenbeitrag nötig
625 €/Jahr
≈ 52 €/Monat — Förderquote ≈ 124 %
Sollbeitrag 1.400 € minus 775 € Zulagen (175 € Grund + 2× 300 € Kind) = 625 € Eigen­beitrag — rund 52 €/Monat. Pro Euro Eigen­beitrag wandern 1,24 € vom Staat auf den Vertrag. Diese Förderquote schlägt selbst einen 7-%-ETF im Anlage­zeitraum deutlich. Wichtig: nicht weniger einzahlen, sonst werden die Zulagen anteilig gekürzt!
!

Typische Fehler bei der Eingabe

  • Sockelbetrag mit Sollbeitrag verwechseln
    60 €/Jahr ist nur der absolute Mindest­beitrag, nicht der Soll­beitrag. Wer nur 60 € einzahlt, aber 4 % vom Brutto wären 1.400 €, bekommt die Zulagen anteilig gekürzt (auf 60/1.400 ≈ 4 %). Volle Zulage nur bei Soll­beitrag.
  • Brutto-Vorjahr statt aktuelles Jahr nehmen
    Maßgeblich ist das Brutto­einkommen des Vorjahres. Beim Riester- Antrag im Januar 2026 zählt das Brutto von 2025. Wer das aktuelle Jahres­brutto nimmt, rechnet bei steigendem Gehalt zu viel Sollbeitrag.
  • Steuervorteil doppelt zählen
    Die Günstiger­prüfung gibt entweder Zulagen oder Steuer­vorteil — was immer höher ist. Wer beide addiert, überschätzt die Förderung. Zulagen sind bereits im Vertrags­guthaben, der Steuer­vorteil kommt nur extra, wenn er höher ist als die Zulagen.
  • Kosten des Vertrags ignorieren
    Riester-Tarife haben Abschluss­kosten (1,5–5 % der Beitrags­summe) und laufende Kosten (0,5–2 % p.a.). Über 30 Jahre frisst das einen großen Teil der Zulagen­wirkung. Anbieter-Vergleich entscheidet, ob Riester noch lohnt.

Für wen lohnt sich Riester?

Riester war jahrelang umstritten — viele Tarife haben hohe Kosten und niedrige Rendite, zudem ist die Auszahlung im Rentenalter voll steuerpflichtig(nachgelagerte Besteuerung). Trotzdem gibt es Konstellationen, in denen Riester attraktiv bleibt:

  • Familien mit Kindern: Bei 2 Kindern ab 2008 gibt's 175 + 600 = 775 €/Jahr an Zulagen — bei nur 60 €/Jahr Eigenbeitrag (Sockel) eine traumhafte Förderquote von > 1.000 %.
  • Geringverdiener: Niedriger Eigenbeitrag (4 % von z.B. 25.000 € = 1.000 € − 175 € Zulage = 825 € Eigenbeitrag) ergibt nominell 8,3 % Rendite allein durch die Grundzulage.
  • Beamte: Können wegen Pension auf Riester nicht direkt zugreifen, aber gefördert sind sie wie sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigte.
  • Wohn-Riester (Eigenheim-Tilgung): Die Riester-Beiträge fließen direkt in die Tilgung des selbst­genutzten Eigenheims — wirken wie Sondertilgungen, mit voller Zulagen-Förderung.

Wann lohnt Riester sich NICHT?

  • Singles mit hohem Einkommen — Steuerersparnis im Sparzeitraum ähnlich wie nachgelagerte Steuer in der Rente: Riester-Effekt eher neutral, dafür Kosten der Verträge.
  • Selbstständige (außer mittelbar berechtigte) sind nicht förderberechtigt — Rürup ist hier die bessere Option.
  • Wer das Geld früher braucht: Riester ist Hartz-IV-sicher und pfändungsgeschützt, aber Kündigungs- und Auszahlungs-Klauseln machen es sehr unflexibel.

Riester vs. ETF-Sparplan

Eine seriöse Vergleichsrechnung: Bei 5–7 % p.a. Rendite eines breit gestreuten Welt-ETF (MSCI World) ist die Brutto-Rendite oft deutlich höher als Riester. Aber: Zulagen sind sicher, ETF-Rendite ist es nicht. Familien mit 2+ Kindern profitieren in der Regel von der staatlichen Förderung mehr als von der Marktrendite.

Bevor du einen Riester-Vertrag abschließt

  1. 1. Rentenlücke ermitteln: Wie viel fehlt im Alter? Der Rentenlücke-Rechner gibt die Größenordnung.
  2. 2. ETF-Alternative gegenrechnen: Zinseszins-Rechner für vergleichbaren ETF-Sparplan über 30+ Jahre.
  3. 3. Anbieter vergleichen: Riester-Tarife haben extreme Kosten- und Rendite-Unterschiede. Aktuelle Robo-Advisor und Versicherungs- Vergleiche helfen. Robo-Advisor-Vergleich.
  4. 4. Vertrag KI-prüfen lassen: Riester-Verträge haben oft versteckte Klauseln — Kosten, Kapitalwahl-Ausschluss, Renten­garantie-Bedingungen, Kürzungs­regeln bei Lebensumständen. Versicherungs-Vertrag prüfen zeigt versteckte Klauseln in 60 Sekunden.
Achtung Wohn-Riester: Wer das selbst genutzte Eigenheim aus dem Riester-Vertrag tilgt, baut ein „Wohnförderkonto" auf, das in der Rentenphase nachgelagert versteuert wird. Bei Vermietung oder Verkauf des Eigenheims können unerwartete Steuerlasten anfallen.

Versicherung von einem unabhängigen Profi prüfen lassen

100% kostenlos

Unser KI-Leistungscheck deckt Lücken und Schwachstellen Ihrer Police auf — kann aber keine persönliche Beratung ersetzen. Optional prüft ein unabhängiger Versicherungsexperte Ihren Vertrag, unverbindlich und nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung. Kein Verkaufsgespräch, kein Druck.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Riester-Zulagen 2026?
Grundzulage 175 €/Jahr, Kinderzulage 300 €/Jahr für Kinder geboren ab 2008 bzw. 185 €/Jahr für Kinder geboren vor 2008. Berufseinsteiger unter 25 Jahren bekommen einmalig 200 € Bonus. Maximal förderbar sind 2.100 €/Jahr (inkl. Zulagen).
Welcher Eigenbeitrag ist nötig für volle Zulagen?
4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens — gedeckelt auf 2.100 €/Jahr (inkl. aller Zulagen). Beispiel: Bei 45.000 € Brutto sind das 1.800 € Sollbeitrag. Abzüglich Grundzulage 175 € bleiben 1.625 € Eigenbeitrag (rund 135 €/Monat).
Was ist der Sockelbetrag?
60 € pro Jahr (5 €/Monat) — der absolute Minimalbeitrag, mit dem du noch volle Zulagen kassierst. Sinnvoll vor allem für Familien mit mehreren Kindern, die wenig verdienen — hier sind Zulagen oft höher als der eigentliche Sollbeitrag.
Lohnt sich Riester ohne Kinder?
Eher nicht — die Grundzulage allein (175 €/Jahr) bringt bei 1.000 € Eigenbeitrag eine Förderquote von 17,5 %, was bei Riester-Kosten von 1–2 % p.a. über 30 Jahre kaum bessere Rendite als ETF-Sparplan ergibt. Bei hohem Einkommen mit hoher Grenzsteuer (>40 %) kann der Steuervorteil aber zünden — Günstigerprüfung im Einzelfall.
Was passiert mit Riester bei Job-Verlust oder Tod?
Bei Arbeitslosigkeit (Bezug von ALG II): Riester-Vertrag bleibt unangetastet — Hartz-IV-sicher und pfändungsgeschützt. Bei Tod vor Rentenbeginn: Vertrag kann auf Ehegatten übertragen werden (förderschädlich-frei) oder an Erben ausgezahlt (Rückforderung der Zulagen + Steuervorteile, je nach Tarif).
Was ist Wohn-Riester und wann passt es?
Eigenheim-Rente: Riester-Beiträge fließen direkt in die Tilgung des selbst genutzten Eigenheims (Sondertilgung). Förderung wie bei normalem Riester, aber später baut sich ein „Wohnförderkonto" auf, das in der Rentenphase nachgelagert versteuert wird. Sinnvoll bei aktuellem oder geplantem Eigenheim-Kauf, weniger sinnvoll bei Vermietung oder bei Eigenheim-Verkauf vor Rente.

Versicherung wirklich passend? Leistungen prüfen.

KI-Vertragcheck

Rechner zeigen dir die Höhe — ob deine Police die Leistungen liefert, die du brauchst, sieht nur ein Detail-Check. Unsere KI prüft Lücken, Ausschlüsse und Selbstbehalte.

Versicherung jetzt prüfen
DSGVO-konformHosting in DeutschlandOhne Anmeldung testen

Passende Rechner