Zinssatz berechnen

Welcher Zinssatz steckt hinter K0 und K_end nach n Jahren?

Deine Eingaben

Implizierter Zinssatz über 10 Jahre
5.00 % p.a.
Über dem langfristigen Durchschnitt von Welt-Aktien (6–8 % p.a.) — sehr stark.

Aufschlüsselung Endkapital

Startkapital: 10.000 € (61%)Zinsertrag: 6.289 € (39%)16.289,00 €Endkapital
  • Startkapital10.000 € (61%)
  • Zinsertrag6.289 € (39%)

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du dein Ergebnis

< 2 % p.a.
Realer Kaufkraftverlust
Liegt unter Inflation — typisch für Bausparer, alte Lebensversicherungen oder Banksparpläne. Vertrag genau prüfen, Alternativen anschauen.
2–4 % p.a.
Geringer Zinsertrag
Realistisch für Tages-/Festgeld 2026. Inflation frisst aktuell rund 2 %-Punkte — netto kaum mehr als Werterhalt.
4–7 % p.a.
Marktrendite
Typisch für breit gestreute Aktien-ETFs (Welt-Portfolio) über lange Zeiträume. Plausibel als Brutto-Geo-Rendite.
> 8 % p.a.
Sehr hoch — bitte hinterfragen
Entweder kurze Sonderphase (Bullenmarkt), erhöhtes Risiko (Einzelaktien, Krypto) oder Rechenfehler. Inputs gegenprüfen.
Geometrische Brutto-Rendite vor Steuern (26,375 % Abgeltungssteuer) und Inflation. Real bleibt typisch 1,5–2 %-Punkte weniger.

Welcher Zinssatz ist realistisch?

Tagesgeld 2026 (Top)
2,5–3,5 %
Direktbanken, oft Neukunden-Aktion
Festgeld 5 J. (Top)
3,0–3,8 %
Zinsbindung — längere Laufzeit, höhere Zinsen
MSCI World (1970–2024)
7,5 % p.a.
Brutto-Durchschnittsrendite
Inflation langfristig DE
~ 2 % p.a.
Realrendite zählt — Inflation abziehen
Riester / Lebensversicherung
1–2 % p.a.
Kosten fressen oft die Rendite auf
Bausparvertrag
0,1–1 % p.a.
Faktisch Realwertverlust

Beispielrechnung: Welcher Zins steckt im alten Sparvertrag?

Startkapital (K₀)10.000 €
Endkapital (K_end)15.000 €
Laufzeit8 Jahre
Durchschnittliche jährliche Rendite
5,2 % p.a.
geometrisch, brutto
Ein Sparvertrag hat aus 10.000 € in 8 Jahren 15.000 € gemacht — auf den ersten Blick ein Plus von 50 %. Pro Jahr entspricht das aber „nur" 5,2 % p.a. geometrisch. Nach Abgeltungssteuer (26,375 %) und 2 % Inflation bleibt eine reale Rendite von etwa 1,8 % p.a. Solide, aber kein Wunder. Vergleichbare Aktien-ETFs hätten im gleichen Zeitraum brutto rund 60–80 % erzielt.
!

Typische Fehler bei der Eingabe

  • Sparrate vergessen einzurechnen
    Der Rechner geht von einer Einmalanlage aus. Wer monatlich eingezahlt hat, bekommt einen viel zu hohen Zinssatz angezeigt — denn die letzte Rate war nur kurz im Markt. Für Sparpläne den Sparrechner nutzen.
  • Steuern und Kosten nicht abgezogen
    LV-Verträge, Bausparer und Fonds berechnen ihre „Rendite" oft vor Abschluss- und Verwaltungskosten. Wer brutto vor Steuern rechnet, glaubt schnell, mehr verdient zu haben als real auf dem Konto ankommt.
  • Nominale Rendite mit Realrendite verwechselt
    5 % Bruttorendite klingen toll — bei 2,5 % Inflation und 26,375 % Abgeltungssteuer bleiben aber real nur etwa 1,2 %. Inflationsrechner nutzen, um den echten Wertzuwachs zu sehen.
  • Kurze Laufzeit als Trend missverstanden
    Ein einzelnes Boom-Jahr (z. B. +25 %) ergibt für eine 3-Jahres-Phase eine hohe geometrische Rendite. Für die Anlage-Entscheidung zählen nur lange Zeitreihen (15+ Jahre).

Wie funktioniert der Zinssatz-Rechner?

Du kennst Startkapital (K0), Endkapital (Kend) und Laufzeit (n) — der Rechner ermittelt rückwärts, welche durchschnittliche jährliche Rendite p das Wachstum erklärt. Das ist die geometrische Rendite — also genau die Größe, die fair zwischen verschiedenen Anlagen vergleichbar ist.

Formel: p = (Kend / K0)1/n − 1

Beispiel: 10.000 € → 16.289 € in 10 Jahren → 5,00 % p.a. Das gilt unabhängig davon, ob die Rendite gleichmäßig oder volatil entstanden ist.

Worauf achten?

  • Brutto vs. Netto: Steuern (Abgeltungssteuer 26,375 %) und Inflation (~2 % p.a.) reduzieren die Realrendite deutlich.
  • Volatilität: Die geometrische Rendite ist meist niedriger als der arithmetische Durchschnitt — ein Aktien-ETF mit 7 % Geo-Rendite kann arithmetisch 9 % zeigen.
  • Vergleichbarkeit: Nutze immer geometrische Renditen, wenn du Anlageklassen oder Fonds vergleichst.
  • Ohne Sparrate: Dieser Rechner geht von einer einmaligen Anlage aus. Bei laufenden Sparraten hilft der Sparrechner.

So nutzt du das Ergebnis konkret

  1. 1. Alte Verträge prüfen: Lebensversicherungen, Banksparpläne und Bausparverträge liefern oft 0,5–1,5 % p.a. — gegen Inflation ein realer Verlust. Mit dem Endkapital-Rechner siehst du, was am Ende rauskommt.
  2. 2. ETF-Sparplan vergleichen: 6–7 % p.a. brutto sind langfristig realistisch. Ob das deine alten Verträge schlagen, zeigt dir der Anfangskapital-Rechner.
  3. 3. Depot finden: Im Depot-Vergleich findest du Broker mit kostenlosen ETF-Sparplänen.
Tipp: Versteckte Kosten in Versicherungen oder Sparverträgen ziehen die effektive Rendite oft 1–2 %-Punkte runter. Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen geometrischer und arithmetischer Rendite?
Die arithmetische Rendite ist der Mittelwert der Jahresrenditen, die geometrische berücksichtigt den Zinseszins. Bei volatilen Anlagen wie Aktien ist die geometrische immer niedriger — und nur sie zeigt, was du tatsächlich am Ende hast.
Warum muss ich Inflation abziehen?
Eine Bruttorendite von 2 % bei 2 % Inflation bedeutet null Realrendite — deine Kaufkraft bleibt gleich. Erst was über der Inflation liegt, vermehrt dein Vermögen real.
Welcher Zinssatz ist langfristig realistisch?
Tagesgeld/Festgeld 2–3,5 %, Anleihen-ETF 3–4 %, Welt-Aktien-ETF (MSCI World) 6–8 % p.a. brutto. Nach Steuern und Inflation: real eher 4–5 % bei Aktien-ETFs.
Wie berechne ich den Zinssatz bei monatlicher Sparrate?
Dieser Rechner kann das nicht — bei laufenden Einzahlungen liefert die einfache Rückrechnung einen verzerrt hohen Wert. Du brauchst dann den internen Zinsfuß (IRR / XIRR). Faustregel: Bei Sparplänen ist die geometrische Rendite über den gesamten Zeitraum 1–2 %-Punkte höher als die effektive Rendite auf das tatsächlich eingezahlte Geld.
Welcher Zinssatz ist im Sparvertrag meiner Eltern (Lebensversicherung von 1995) typisch?
Altverträge bis 2004 hatten oft Garantiezinsen von 3,5–4 % p.a. — auf den Sparanteil, nicht aufs gezahlte Brutto. Effektiv brutto nach Kosten landen die meisten bei 2–3 %. Trotzdem heute noch eines der besten Zinsversprechen am Markt — bloß nicht kündigen.
Was bedeutet „Zinssatz vs. Effektivzins" beim Kredit?
Der Sollzins ist der reine Kapitalzins, der Effektivzins enthält zusätzlich Abschluss- und Bearbeitungs-Kosten. Bei Verbraucher-Krediten ist nur der Effektivzins ein fairer Vergleichsmaßstab — er entspricht in etwa der „Anleger-Sicht" auf den Kredit.
Kann ich mit dem Rechner auch Kreditzinsen prüfen?
Im Prinzip ja: gib das Startdarlehen als K₀, die Gesamt-Rückzahlung als K_end und die Laufzeit ein — du bekommst den geometrischen Mittelzins. Für eine exakte Effektivzins-Berechnung mit Tilgung ist aber der Annuitätenrechner besser.

Unsicher, ob dein Vertrag fair ist? Lass ihn prüfen.

KI-Vertragcheck

Rechner liefern dir eine erste Orientierung. Wenn du wissen willst, ob dein Vertrag wirklich fair ist, prüft unser KI-Vertragcheck Klauseln, Kostenfallen und Risiken im Detail — in 60 Sekunden.

Vertrag jetzt prüfen
DSGVO-konformHosting in DeutschlandOhne Anmeldung testen

Passende Rechner