Was ist der Effektivzins?
Der Effektivzins (effektiver Jahreszins, eff. p.a.) ist die gesetzlich vorgeschriebene Kennzahl für die Gesamtkosten eines Kredits gemäß § 6 PAngV (Preisangabenverordnung). Er berücksichtigt neben dem Sollzins auch Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungszinsen, Tilgungsmodalitäten und Auszahlungsdaten — und ist deshalb der einzige seriöse Vergleichswert.
Sollzins vs. Effektivzins
- Sollzins (Nominalzins): nur der reine Zinssatz, ohne Nebenkosten
- Effektivzins: Sollzins plus alle weiteren Kosten — typisch 0,5–2 %-Punkte höher
Werte 2026
- Ratenkredit, gute Bonität (Schufa A): 3,5–5 % eff.
- Ratenkredit, mittlere Bonität (Schufa C–E): 5–9 % eff.
- Baufinanzierung, 10 J. Zinsbindung: 3,2–4,2 % eff.
- Dispozins: 9–14 % eff.
Worauf achten
Bei einem 20.000-€-Ratenkredit über 60 Monate bedeutet 1 %-Punkt Effektivzins-Unterschied ca. 600 € Mehrkosten. Restschuldversicherungen werden oft nicht in den Effektivzins eingerechnet — separat dazu addieren.