Was ist die Restschuldversicherung?
Die Restschuldversicherung (RSV) — auch Kreditausfallversicherung — übernimmt offene Kreditraten in bestimmten Fällen: bei Tod, Arbeitsunfähigkeit oder (gegen Aufpreis) Arbeitslosigkeit. Wird bei Vertragsabschluss von Banken aggressiv mitverkauft.
Warum problematisch?
- Kosten: 10–30 % der Kreditsumme als Einmalprämie. Bei einem 20.000-€-Kredit oft 2.000–6.000 € RSV-Prämie.
- Erstattung niedrig: nur 20–40 % aller RSV-Fälle werden tatsächlich ausgezahlt (Verbraucherschutz-Studien).
- Doppelversicherung: Wer eine Risiko-Lebensversicherung + BU hat, ist bereits gegen Tod + AU abgesichert — RSV ist redundant.
- Nicht im Effektivzins: oft separat ausgewiesen, lässt den Kredit künstlich günstig wirken.
Wann sinnvoll?
Nur bei sehr hohen Kreditsummen (>50.000 €), ohne andere Absicherung und mit Schwarz-auf-Weiß-Bestätigung, dass der Beitrag IM EFFEKTIVZINS enthalten ist. Sonst: ablehnen.
Worauf achten
Widerruf: Innerhalb 14 Tagen kostenlos. Bei vielen Banken auch rückwirkend widerrufbar — die Verbraucherzentralen helfen. Statt RSV besser: Risikolebensversicherung (deutlich günstiger) + BU-Versicherung.