Arbeitszeit-Rechner
Wie viel arbeite ich tatsächlich? Berechne Arbeitszeit pro Tag, Woche, Monat oder Jahr.
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Hinweis: Krankheits- und Feiertage werden nicht abgezogen — die jährlichen Netto-Arbeitsstunden liegen in der Praxis 30–60 h unter dem berechneten Wert.
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Arbeitszeit-Recht in Deutschland
Beispielrechnung: 40-h-Woche, Vollzeit, 30 Urlaubstage
Typische Fehler bei der Eingabe
- Pausen als Arbeitszeit gezähltPausen ab 15 min (Mittag, eigene Pause) zählen NICHT als Arbeitszeit — auch wenn du im Büro sitzt. Kürzere Unterbrechungen (Toilette, Kaffee) schon. Wer 8,5 h im Büro ist, hat häufig nur 8 h Arbeitszeit.
- Bereitschaft falsch eingeordnetArbeitsbereitschaft (am Arbeitsplatz, jederzeit einsatzbereit) und Rufbereitschaft (zu Hause, mit Reaktionszeit) werden unterschiedlich behandelt. Arbeitsbereitschaft zählt voll, Rufbereitschaft meist nur zu 20–25 % als Arbeitszeit.
- Pauschal-Klausel im Vertrag akzeptiert„Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" ist nach BAG-Rechtsprechung in den meisten Fällen unwirksam — sie ist intransparent und benachteiligt den AN unangemessen. Vertrag prüfen lassen, Mehrarbeit dokumentieren.
- Dienstreise-Zeit unterschätztDienstreisen zählen ganz oder teilweise als Arbeitszeit — abhängig davon, ob der AG Steuerung ausübt. Wer am Steuer sitzt: meist voll. Wer als Mitfahrer mitfährt: teils nur die übliche Wegzeit (BAG 2018).
Wie wird die Arbeitszeit berechnet?
Tägliche Arbeitszeit = Endzeit − Startzeit − Pausen. Pausen über 15 Minuten zählen nicht als Arbeitszeit, kürzere Unterbrechungen schon. Aus dem Tageswert lassen sich Wochen-, Monats- und Jahresarbeitszeit hochrechnen — wobei Urlaub und Krankheitstage die effektive Jahresarbeitszeit deutlich reduzieren.
Formel: Wochenarbeitszeit = (Endzeit − Startzeit − Pause) × Arbeitstage
Worauf achten?
- ArbZG-Grenzen: Maximal 8 h täglich, in Ausnahmen 10 h — aber nur, wenn binnen 6 Monaten Ausgleich erfolgt.
- 11 h Ruhezeit: Pflicht zwischen zwei Arbeitstagen. Wer um 22 Uhr Feierabend macht, darf nicht vor 9 Uhr starten.
- Pausenpflicht: Ab 6 h Arbeit mind. 30 min Pause, ab 9 h mind. 45 min — nicht am Stück, aber pro Block ≥ 15 min.
- Mehrarbeit dokumentieren: Seit dem EuGH-Urteil 2019 muss der AG die Arbeitszeit erfassen — auch im Home-Office.
- Vertrauensarbeitszeit: entbindet nicht von der Erfassungspflicht — der AN muss seine tatsächliche Zeit dokumentieren können.
Mehrarbeit, Überstunden, Pauschalen
- 1. Arbeitsvertrag prüfen: Pauschalabgeltungen ("alle Überstunden mit dem Gehalt abgegolten") sind in der Regel unwirksam. KI-Check deines Vertrags: Arbeitsvertrag analysieren →
- 2. Stundenlohn ermitteln: Bei Mehrarbeit ohne Ausgleich solltest du wissen, was deine Stunde wirklich wert ist — Stundenlohn-Rechner
- 3. Urlaubsanspruch verstehen: Bei Teilzeit oder Teiljahres-Beschäftigung ändert sich der Urlaubsanspruch — hier berechnen: Urlaubsanspruch-Rechner
- 4. Bei längerer Krankheit: Übernimmt die KK ab Woche 7 das Krankengeld — Krankengeld-Rechner
Häufige Fragen
Was zählt eigentlich als Arbeitszeit?
Sind Überstunden Pflicht?
Muss mein Arbeitgeber meine Arbeitszeit erfassen?
Wie viele Überstunden darf ich machen?
Muss ich kürzere Pausen am Stück nehmen?
Wie wird Mehrarbeit bei Teilzeit gerechnet?
Was passiert, wenn ich die Ruhezeit unterschreite?
Unsicher beim Arbeitsvertrag? Lass ihn prüfen.
KI-VertragcheckMehrarbeit, Wettbewerbsverbot, Bonus-Bedingungen — versteckte Klauseln können dich Tausende kosten. Unser KI-Vertragcheck deckt Risiken in 60 Sekunden auf.