Krankengeld-Rechner
Wie hoch ist dein Krankengeld nach Lohnfortzahlung? 70 % Brutto vs. 90 % Netto.
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70 % Brutto vs. 90 % Netto — der niedrigere Wert wird ausgezahlt
Hinweis: Die ersten 6 Wochen Krankheit zahlt der Arbeitgeber 100 % weiter (Lohnfortzahlung). Erst danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Bei längerer Krankheit (über 78 Wochen) greift die Erwerbsminderungsrente — und im Idealfall die BU.
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So liest du dein Ergebnis
Krankengeld 2026 — Eckdaten
Beispielrechnung: 3.500 € Brutto, krank ab Tag 43
Typische Fehler bei der Eingabe
- Brutto-Krankengeld als Netto verstandenDas Brutto-Krankengeld klingt großzügig — vom Brutto gehen aber noch ca. 12–15 % für RV/AV/PV ab. Was ankommt, ist deutlich weniger. Wer Liquidität plant, sollte immer den Netto-Wert ansetzen.
- Lückenlose AU-Bescheinigung vergessenAuch ein einziger Tag ohne Krankschreibung kann den Anspruch beenden. Folgebescheinigung IMMER spätestens am ersten Werktag nach Ablauf der vorigen ausstellen lassen — sonst ist der Krankengeldanspruch im Risiko.
- Bemessungsgrenze ignoriertKrankengeld ist auf das Höchstregelentgelt gedeckelt (2026 rd. 128 €/Tag, also ~ 3.840 €/Mon. brutto). Wer mehr verdient, bekommt nicht 70 % seines Brutto — sondern nur 70 % der Grenze. Bei 8.000 € Brutto entstehen so leicht 50 % Netto-Lücke.
- Krankengeld mit Krankentagegeld verwechseltKrankentagegeld ist eine private Zusatzversicherung — sie zahlt entweder ab Tag 1 (Selbstständige) oder ab Tag 43 zusätzlich zum gesetzlichen Krankengeld. Für Angestellte mit Lohnfortzahlung erst ab Woche 7 sinnvoll, davor reine Geldverschwendung.
Wie funktioniert Krankengeld?
Bist du länger als 6 Wochen krank, endet die Lohnfortzahlung deines Arbeitgebers. Ab der 7. Woche zahlt deine gesetzliche Krankenkasse Krankengeld — gedeckelt auf min(70 % Brutto, 90 % Netto). Im Schnitt bedeutet das eine Ersatzrate von 75–85 % deines bisherigen Nettos.
Formel: Krankengeld = min(0,7 · Brutto, 0,9 · Netto) — gedeckelt auf das Höchstregelentgelt (2026 ca. 128 €/Tag).
Worauf achten?
- Krankschreibung lückenlos: AU-Bescheinigung muss durchgehend vorliegen — Lücken können den Anspruch beenden.
- Bemessungsgrundlage: Das letzte vor der Erkrankung abgerechnete Bruttoentgelt (regulär monatlich).
- Gleiche Krankheit: 78 Wochen gelten je Krankheit innerhalb 3 Jahren — neue Krankheit startet die Uhr neu.
- Beiträge: Vom Krankengeld werden RV-, AV- und PV-Beiträge abgezogen — KV-Beitrag bleibt. Netto liegt also unter dem Brutto-Krankengeld.
- Nach Aussteuerung: Es greifen Übergangsgeld (Reha), ALG (wenn arbeitsfähig in einem anderen Beruf) oder Erwerbsminderungsrente — meist nur ein Bruchteil des bisherigen Einkommens.
Was, wenn das Krankengeld nicht reicht?
- 1. BU-Lücke ermitteln: Berufsunfähigkeit ersetzt nur 33 % deines Brutto über die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. BU-Lücke-Rechner
- 2. Humankapital verstehen: Dein Arbeitseinkommen über die Lebenszeit ist meist der größte Vermögenswert. Humankapital-Rechner
- 3. Krankenzusatz / BU prüfen: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schließt die Lücke. Bestehende Police KI-checken lassen: BU-Versicherung analysieren →
- 4. ALG nicht zur BU-Lösung: Wer berufsunfähig ist, hat oft keinen ALG-Anspruch — er ist ja nicht arbeitsfähig. Siehe ALG-Rechner für die Abgrenzung.
Häufige Fragen
Wie lange bekomme ich Krankengeld?
Wer zahlt nach 78 Wochen?
Werden vom Krankengeld auch Beiträge abgezogen?
Bin ich während Krankengeld weiter krankenversichert?
Bekomme ich Krankengeld auch bei psychischen Erkrankungen?
Was passiert, wenn ich während Krankengeld kündige?
Wird Krankengeld auf die Steuer angerechnet?
Unsicher beim Arbeitsvertrag? Lass ihn prüfen.
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