Stundenlohn-Rechner

Was verdienst du pro Stunde wirklich? Aus Jahresbrutto, Wochenstunden, Urlaubstagen.

Deine Eingaben

Stundenlohn (Brutto)
32,61 €
überdurchschnittlich
Pro Woche (Brutto)
1.153,85 €
Jahresbrutto / 52
Pro Monat (Brutto)
5.000,00 €
Jahresbrutto / 12

Hinweis: Berechnet wird der Brutto-Stundenlohn auf Basis der tatsächlichen Arbeits­tage (52 Wochen × 5 − Urlaubstage). Krankheits- und Feiertage werden nicht abgezogen — der reale Stundenlohn liegt typisch 5–10 % höher.

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du dein Ergebnis

< 15 €/h
Niedriglohn-Bereich
Knapp über Mindestlohn (13,90 €/h). Tarif­branchen liegen meist bei 16–20 €/h Einstieg. Job-Wechsel oder Tarifbindung prüfen.
15–22 €/h
Mittlerer Bereich
Typisch für Sachbearbeitung, Pflege ohne Zulagen, Logistik, Einzelhandel mit Erfahrung. Branchen­schnitt im Auge behalten.
22–32 €/h
Solider Facharbeiter-/Akademiker-Lohn
Typisch für Facharbeit mit Erfahrung, Junior-Akademiker, Verwaltung. Über 28 €/h ist in den meisten Branchen gut bezahlt.
> 32 €/h
Top-Bereich
Senior-IT, Engineering, spezialisierte Beratung, Führung. Jetzt ist Verhandlung wichtiger als Stundenzahl-Erhöhung.
Diese Bandbreiten sind Brutto-Werte. Netto liegt je nach Steuerklasse und Sozialabgaben etwa 35–45 % darunter.

Stundenlohn in Deutschland 2026

Mindestlohn 2026
13,90 €/h
gesetzlicher Mindestbetrag (ab 01.01.2026)
Median-Stundenlohn DE
~ 21 €/h
Vollzeit, alle Branchen 2024
Durchschnitt Industrie
~ 28 €/h
tariflich gebundene Branchen
IT / Engineering
35–55 €/h
Senior-Niveau in DE
Gastro / Einzelhandel
13–17 €/h
oft an Mindestlohn gekoppelt
Selbstständig (Faustregel)
× 2,5 vom AN-Lohn
für vergleichbares Netto

Beispielrechnung: Sachbearbeiter mit 48.000 € Jahresbrutto

Jahresbrutto48.000 €
Wochenstunden40 h
Urlaubstage / Jahr30 Tage
Effektive Arbeitswochen47 Wochen
Brutto-Stundenlohn
25,53 €/h
Netto je nach Steuerklasse ca. 14–17 €/h
48.000 € geteilt durch (40 h × 47 Wochen) = 25,53 €/h brutto. Wer regelmäßig 5 Überstunden pro Woche leistet, ohne sie vergütet zu bekommen, kommt real nur noch auf 22,69 €/h — eine Differenz von rund 11 %. Pauschal­ab­geltungs­klauseln im Arbeits­vertrag entscheiden, ob diese Mehr­arbeit bezahlt wird.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Nur Grundgehalt statt Jahresbrutto eingeben
    Bonus, Urlaubs- und Weihnachts­geld, vermögens­wirksame Leistungen, bAV- Arbeitgeber­anteil — all das gehört zum Brutto. Wer nur 12 × Monatsgehalt rechnet, unterschätzt den Stundenlohn um 5–15 %.
  • Soll- statt Ist-Arbeitszeit
    Im Vertrag stehen 40 h/Woche — real sind es bei Wissens­arbeitern oft 45–50 h. Rechne mit ehrlichen Stunden, sonst ist das Ergebnis Augen­wischerei.
  • Urlaub und Feiertage vergessen
    Bei 30 Urlaubstagen + 10 Feiertagen arbeitest du nur 47 Wochen — nicht 52. Wer mit 52 rechnet, weist sich rund 10 % zu wenig Stundenlohn aus.
  • Selbstständigen-Stundensatz mit AN-Stundenlohn verwechseln
    Als Selbstständiger zahlst du Kranken-, Renten- und Arbeitslosen­versicherung selbst plus Urlaubs- und Krankheits­tage ohne Entgelt. Faustregel: AN-Stunden­lohn × 2 bis 2,5 = vergleichbarer Selbstständigen-Satz.

Was verdienst du wirklich pro Stunde?

Wer 60.000 € Brutto pro Jahr verdient und 50 Wochenstunden arbeitet, kommt auf einen ganz anderen Stundenlohn als jemand mit 60.000 € bei 35 h/Woche. Diese Zahl ist wichtig für Verhandlungen, Job-Wechsel und Selbstständigkeit (Stundensatz).

Formel: Stundenlohn = Jahresbrutto / (Arbeitstage × Wochenstunden / 5)

Mit dem Rechner siehst du den Brutto-Stundenlohn — Netto liegt je nach Steuerklasse etwa 35–45 % darunter.

Worauf achten?

  • Mehrarbeit unbezahlt: Wer 50 h "kostenfrei" leistet, hat de facto einen Stundenlohn unter Tarif.
  • Selbstständige: Vom Stundensatz × 1,7 muss man auf Brutto-Vergleich schließen — Krankenkasse, Rentenversicherung, Urlaub kosten extra.
  • Bonus / Variable: Werden meist nicht im Monatsbrutto berücksichtigt — Jahresbrutto inkl. Bonus ist die ehrlichere Basis.
  • Sachbezüge: Dienstwagen, ÖPNV-Ticket, bAV-Anteile — können den effektiven Stundenwert um 2–6 €/h heben.
  • Vergleichsbasis: Bei Wechselüberlegungen den Stundenlohn vergleichen, nicht das Bruttogehalt — sonst arbeitet man oft mehr für gleiches Geld.

Mehr aus deiner Stunde rausholen

  1. 1. Brutto-Netto kennen: Vom Stundenlohn bleibt netto nur ~ 55–65 %. Brutto-Netto-Rechner
  2. 2. Gehaltserhöhung simulieren: Bei 5 % Brutto-Plus bleibt durch Progression oft nur 50 % netto übrig. Gehaltserhöhungs-Rechner
  3. 3. Arbeitszeit prüfen: Eine Reduzierung von 40 auf 35 h/Woche kann den Stundenlohn um 14 % heben — bei gleichem Brutto. Arbeitszeit-Rechner
  4. 4. Arbeitsvertrag KI-prüfen: Pauschal­ab­geltung von Überstunden, Mehrarbeitsklauseln und Wett­bewerbs­verbote machen aus einem guten Stundenlohn schnell einen schlechten. Arbeitsvertrag analysieren →
Tipp: Notiere dir 4 Wochen lang ehrliche Arbeitszeiten — inklusive Mails am Wochenende. Daraus den realen Stundenlohn ableiten und mit dem Soll-Wert vergleichen. Differenz > 20 % → Gespräch suchen.

Häufige Fragen

Wie viel ist der Mindestlohn 2026?
13,90 € pro Stunde brutto (Stand 01.01.2026). Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das einem Brutto­monatslohn von ca. 2.410 €. Tarif­ver­träge können höhere Branchen­mindest­löhne festlegen.
Wie berechne ich meinen Stundenlohn als Selbstständiger?
Faustregel: Selbstständiger Stundensatz × 1,5–2 = vergleichbarer AN-Stundenlohn (wegen Sozial­abgaben, Krankheits­zeiten, Urlaub, Akquise). Wer als AN 25 €/h verdient, sollte als Selbstständiger mind. 50–60 €/h kalkulieren.
Werden Überstunden in den Stundenlohn eingerechnet?
Nur wenn sie auch tatsächlich vergütet werden. Pauschal­ab­geltung („alle Überstunden mit dem Gehalt abgegolten") ist oft unwirksam — wer 50 h leistet aber 40 h bezahlt bekommt, hat de facto 20 % weniger Stundenlohn als vereinbart.
Wie rechne ich Urlaubs- und Krankheits­tage mit ein?
Im Brutto-Stundenlohn sind sie automatisch enthalten — du bekommst weiter Gehalt, aber arbeitest nicht. Bei 30 Urlaubstagen + ca. 10 Krankheits­tagen pro Jahr arbeitest du real ca. 220 Tage statt 250. Diese „freien" Tage erhöhen rechnerisch deinen Stunden­lohn der tatsächlich gearbeiteten Stunden.
Ist ein höherer Stundenlohn immer besser als mehr Bruttogehalt?
Häufig ja. Mehr Stundenlohn bei gleichem Brutto bedeutet weniger Arbeitszeit für gleiches Geld — also mehr Lebenszeit. Wer von 40 auf 35 Wochenstunden reduziert (gleiches Brutto), erhöht den Stundenlohn um rund 14 %. Verhandlung über Arbeitszeit ist oft erfolg­reicher als reine Gehaltsverhandlung.
Wie hoch ist ein guter Stundenlohn in Deutschland?
Median liegt 2024 bei rund 21 €/h brutto über alle Vollzeit-Branchen. Über 28 €/h gilt als gut bezahlt, über 35 €/h als hoch (typisch IT-Senior, Engineering, Beratung). Tarif­bindung hilft: tariflich gebundene Branchen liegen 10–20 % über dem Schnitt.

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