Brutto-Netto-Rechner

Was bleibt vom Brutto übrig? Schnelle Schätzung mit Steuerklasse, Kinderfreibetrag, Bundesland und Kirchensteuer.

Deine Eingaben

Netto pro Monat
2.880,50 €
64.0 % vom Brutto · Jahres-Netto 34.566,00 €

Wo geht dein Brutto hin?

Netto (du): 2.881 € (64%)Lohnsteuer: 681 € (15%)Soli + Kirche: 0 € (0%)Sozialabgaben: 938 € (21%)4.500,00 €Brutto / Mon.
  • Netto (du)2.881 € (64%)
  • Lohnsteuer681 € (15%)
  • Soli + Kirche0 € (0%)
  • Sozialabgaben938 € (21%)

Schätzung basierend auf vereinfachtem Tarif 2026. Klassen-Multiplikatoren sind Annäherungen. Für rechtssichere Zahlen den BMF-Lohnsteuerrechner nutzen.

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du dein Ergebnis

< 1.800 € netto
Geringverdiener-Bereich
Prüfe Anspruch auf Wohngeld, Kinderzuschlag und vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber. Faktor-Verfahren (IV/IV mit Faktor) kann verheirateten Paaren pro Monat 30–80 € mehr Netto bringen.
1.800–2.800 €
Klassischer Mittelstand
Genau der Bereich, in dem der Grenzsteuersatz schnell auf 30 % springt. Jede Brutto-Erhöhung bringt netto nur ca. 55 % — Sachbezüge (Jobticket, 50-€-Karte, Kita-Zuschuss) sind oft der bessere Hebel als Brutto-Plus.
2.800–4.000 €
Solides Einkommen
Jetzt lohnen sich bAV mit AG-Zuschuss, VL-Sparplan und das Maximieren von Werbungskosten in der Steuererklärung. Riester nur bei kinderreichen Familien mit hoher Förderquote rechnen.
> 4.000 €
Top-Verdiener
Spitzensteuersatz ab 68.481 € zvE. Über der BBG-RV (7.550 €/Mon. West) fallen RV/AV weg — jeder zusätzliche Euro Brutto wird nettoseitig massiv attraktiver. bAV-Höchstgrenzen ausschöpfen, ggf. private Vorsorge mit steuerlicher Abzugsfähigkeit prüfen.
Werte stark abhängig von Steuerklasse, Bundesland (Kirchensteuersatz 8 % BY/BW, sonst 9 %) und Kinderfreibeträgen.

Was bleibt vom Brutto übrig?

Single (Steuerklasse I)
~58 % Netto
Bei 4.500 € Brutto
Verheiratet (III/V)
~64 % Netto
Hauptverdiener
Spitzensteuersatz
42 % ab 68.481 €
Plus Soli + ggf. KiSt
Reichensteuer
45 % ab 277.826 €
zvE / Jahr
Mindestlohn 2026
13,90 €/h
~ 2.420 € Brutto Vollzeit
BBG Rentenversicherung
8.050 €/Mon.
darüber: keine Beiträge

Beispielrechnung: 4.500 € brutto, Steuerklasse I, NRW

Bruttogehalt/Monat4.500 €
SteuerklasseI (Single)
BundeslandNRW (9 % KiSt)
Kinder0
Krankenversicherunggesetzlich, mit Kind-Status
Netto/Monat (ca.)
2.620 €
~ 58 % vom Brutto
Bei 4.500 € Brutto fallen rund 880 € Lohnsteuer (Stkl. I) an, dazu ca. 50 € Soli (greift erst voll ab ca. 6.890 € Brutto/Mon.) und ca. 80 € Kirchensteuer. Die Sozialabgaben (RV 9,3 % + AV 1,3 % + KV ~8,3 % + PV 1,8 %) summieren sich auf ca. 870 €. Übrig bleiben rund 2.620 € Netto — die typische 58-%-Quote für Singles ohne Kinder im mittleren Einkommensbereich.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Steuerklasse falsch zugeordnet
    Verheiratete unterschätzen ihr Netto oft, weil sie zwischen III/V und IV/IV nicht klar wählen. Faustregel: III/V wenn ein Partner deutlich mehr verdient (mind. 60/40-Aufteilung), sonst IV/IV — idealerweise IV/IV mit Faktor.
  • Sonderzahlungen vergessen
    Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld werden separat versteuert (Mehrjahres­tarif oder Fünftelregelung). Der Rechner gibt nur das laufende Monatsnetto wieder — rechne Einmalzahlungen extra hoch.
  • Geldwerte Vorteile ignoriert
    Dienstwagen, Essenszuschuss über 50 €/Mon. oder Jobticket erhöhen das zu versteuernde Brutto. Beim Dienstwagen kommen meist 1 % Listenpreis/Mon. plus 0,03 % pro Entfernungs-km hinzu — schnell ein dreistelliger Steuerblock.
  • KV-Zusatzbeitrag vergessen
    Der allgemeine GKV-Satz ist 14,6 %, aber jede Kasse erhebt einen Zusatz­beitrag (Durchschnitt 2026: ~1,7 %). Wer die Kasse mit dem niedrigsten Zusatz wählt, spart 100–300 € pro Jahr.

So funktioniert die Brutto-Netto-Rechnung

Vom Brutto gehen ab: Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse), Solidaritätszuschlag (5,5 % der Lohnsteuer, ab ca. 19.950 € Lohnsteuer), Kirchensteuer (8 % BY/BW, sonst 9 %), Renten- (9,3 % AN-Anteil), Arbeitslosen- (1,3 %), Kranken- (~8,3 %) und Pflegeversicherung (1,8 % mit Kind, 2,4 % ohne Kind).

Wichtig: Dieser Rechner ist eine schnelle Schätzung — für rechts­sichere Zahlen nutze den BMF-Lohnsteuerrechner. Faktoren wie Versorgungsfreibetrag, Lohnsteuerermäßigungs-Antrag oder Mehrarbeit werden hier nicht berücksichtigt.

Steuerklassen-Strategie für Verheiratete

  • IV/IV: Standard, beide Partner gleichwertig veranlagt.
  • III/V: Höher Verdienender → III (wenig Steuer), Geringer Verdienender → V (mehr Steuer).
  • IV/IV mit Faktor: Steuer bereits unterjährig fair verteilt — meist die beste Wahl.

So holst du mehr aus deinem Brutto raus

  1. Werbungskosten über 1.230 € Pauschale absetzen: Pendlerpauschale, Fortbildungen, Arbeitszimmer. Pendlerpauschale-Rechner
  2. bAV / VL nutzen: Brutto-Entgeltumwandlung spart dir Sozialabgaben + Steuer. Lohnt fast immer mit Arbeitgeber-Zuschuss.
  3. Gehaltserhöhung verhandeln — und prüfen, was netto wirklich rausspringt: oft nur 50–60 % vom Brutto-Plus. Gehaltserhöhungs-Rechner
  4. Kirchensteuer-Austritt spart 8–9 % auf die Lohnsteuer. Kostet einmalig 30–40 € Verwaltungsgebühr.
  5. Arbeitsvertrag prüfen lassen: Versteckte Klauseln zu Mehrarbeit, Wettbewerbsverbot oder Bonus-Bedingungen können dich Tausende kosten. Arbeitsvertrag KI-prüfen lassen →

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lohnsteuer und Einkommensteuer?
Lohnsteuer ist die Vorauszahlung der Einkommensteuer für Arbeitnehmer — sie wird monatlich direkt vom Brutto einbehalten. Mit der Steuererklärung am Jahresende wird die endgültige Einkommensteuer berechnet. Die Differenz ergibt entweder eine Erstattung oder Nachzahlung. Im Schnitt erhalten Arbeitnehmer 1.063 € Erstattung pro Steuererklärung.
Lohnt sich die Kirchensteuer-Abmeldung?
Bei einer Lohnsteuer von 5.000 € pro Jahr sparst du 400–450 € Kirchensteuer (9 % bzw. 8 % in BY/BW). Der Austritt kostet einmalig 30–40 € Verwaltungsgebühr beim Standesamt — das Ersparnis-Plus rentiert sich also bereits nach wenigen Monaten.
Warum bleibt vom Brutto-Plus nur die Hälfte netto?
Die Lohnsteuer ist progressiv. Bei einem Einkommen ab ca. 30.000 € zvE liegt der Grenzsteuersatz bei 30–35 %, ab 68.481 € sogar bei 42 % (Spitzensteuersatz). Plus rund 20 % Sozialabgaben bleibt vom Brutto-Plus nur 50–60 % als Netto-Plus.
Wie viel netto bei 3.500 € brutto Steuerklasse 1?
Bei 3.500 € Brutto in Stkl. I (Single, keine Kinder, NRW, gesetzlich versichert) bleiben ca. 2.190 € netto übrig — etwa 62,5 % des Brutto. In Bayern (8 % KiSt) sind es ca. 5–8 € mehr. Ohne Kirchensteuer (Austritt) ca. 2.260 € netto.
Lohnt sich ein Steuerklassenwechsel?
Bei Verheirateten mit ungleich verteiltem Einkommen (mind. 60/40-Verhältnis) bringt der Wechsel von IV/IV auf III/V monatlich oft 100–300 € mehr Netto beim Hauptverdiener. Achtung: Das Jahres-Brutto bleibt gleich — Lohnsteuer wird nur anders verteilt. Bei Elterngeld, ALG oder Krankengeld ist III/V vorteilhaft (höhere Lohnersatzleistung beim Hauptverdiener).
Was ist der Solidaritätszuschlag und wann fällt er an?
Soli ist 5,5 % auf die Lohnsteuer. Seit 2021 gibt es eine Freigrenze — er fällt erst voll ab ca. 96.600 € Brutto/Jahr (Single) bzw. 193.200 € (Verheiratet III/V) an. Dazwischen gibt es eine Milderungszone. Für rund 90 % der Arbeitnehmer ist der Soli komplett weggefallen.
Wie wirkt sich ein Kind aufs Netto aus?
In der Lohnsteuer wirken Kinder vor allem über den halben Kinderfreibetrag, der bei der Soli- und Kirchensteuer-Berechnung schon im Monat angerechnet wird. In der Einkommensteuer-Veranlagung wird Kindergeld vs. Freibetrag günstiger gerechnet (Günstigerprüfung). Zusätzlich: PV-Beitrag sinkt bei mehreren Kindern (0,25 Prozentpunkte je Kind ab dem zweiten, max. -1,0 %).

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