MwSt.-Rechner
Brutto ↔ Netto bei 7 % oder 19 % Mehrwertsteuer.
Deine Eingaben
Netto-Betrag
84,03 €
Bei 19 % MwSt: Netto 84,03 € + 15,97 € MwSt = 100,00 € Brutto.
Aufteilung Brutto → Netto + MwSt
- Netto84 € (84%)
- MwSt (19 %)16 € (16%)
Was bedeutet das Ergebnis?
Welcher MwSt-Satz gilt für was?
0 %
Steuerbefreit
Wohnungsmiete (privat), ärztliche Heilbehandlungen, Versicherungsleistungen, Bildungsleistungen, Bank-/Finanzdienstleistungen. Auch innergemeinschaftliche Lieferungen B2B (mit USt-IdNr).
7 %
Ermäßigter Satz
Lebensmittel (außer Alkohol), Bücher/Zeitungen, ÖPNV bis 50 km, Hotel übernachtung, Eintritte kulturelle Veranstaltungen, Tierfutter, Kunst.
19 %
Regelsatz
Alle übrigen Waren und Dienstleistungen — Strom, Gas, Kleidung, Auto, Elektronik, Restaurant-Speisen (vor Ort), Handwerker, Beratung.
Reverse-Charge
Empfänger schuldet die MwSt
B2B-Lieferungen ans EU-Ausland (mit USt-IdNr), Bauleistungen, Schrott, Gold. Rechnung netto, Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers".
Im Zweifel hilft Abschnitt 12.x Umsatzsteuer-Anwendungserlass — das BMF hat eine detaillierte Liste, was unter 7 % fällt.
Mehrwertsteuer in Deutschland 2026
Standardsatz
19 %
Für die meisten Waren + Dienstleistungen
Ermäßigter Satz
7 %
Lebensmittel, Bücher, ÖPNV, Hotels
Steuerbefreiung
0 %
Heilbehandlungen, Mieten, Versicherungen
Reverse-Charge
B2B EU
Empfänger schuldet die MwSt
Kleinunternehmer-Grenze
22.000 €
Vorjahres-Umsatz (UStG § 19)
EU-OSS
10.000 €
Lieferungen ans EU-Ausland — über → Bestimmungsland
✎
Beispielrechnung: 100 € Netto bei 19 %
Nettopreis100 €
MwSt-Satz19 %
MwSt-Betrag19 €
Bruttopreis (Endverbraucher)
119 €
Umkehrung: 119 € / 1,19 = 100 € Netto · 19 € Steuer
Brutto = Netto × (1 + Satz). 100 € × 1,19 = 119 €. Für die Umkehrung (Brutto → Netto): Brutto / (1 + Satz) = 119 / 1,19 = 100 €. Wichtig für Kleinunternehmer und Endkunden: Was als „inkl. MwSt" auf der Rechnung steht, gehört nicht dem Verkäufer — er führt die 19 € ans Finanzamt ab. Bei 7 % wären's nur 7 € Steuer auf 100 € Netto = 107 € Brutto.
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Typische Fehler bei der Eingabe
- Netto und Brutto verwechseln„100 € + 19 % = 119 €" ist richtig. Aber „119 € − 19 % = 100 €" ist FALSCH — 119 × 0,81 = 96,39 €. Beim Herausrechnen immer durch (1 + Satz) teilen.
- Kleinunternehmer mit MwSt-AusweisWer unter 22.000 € Vorjahres-Umsatz liegt und § 19 UStG nutzt, darf KEINE MwSt ausweisen. Sonst schuldest du sie dem Finanzamt — auch wenn du keine Vorsteuer abziehen darfst.
- 7 % vs. 19 % falsch zugeordnetKlassiker: Bücher = 7 %, E-Books seit 2020 auch 7 %. Restaurant vor Ort = 19 %, Take-Away = 7 %. Pizza-Lieferung im Karton = 7 %. Im Zweifel UStG § 12 Abs. 2 oder Steuerberater.
- Skonto-Wirkung auf MwSt vergessenBei 2 % Skonto reduziert sich auch die abzuführende/abzugsfähige MwSt um 2 %. Korrekturbuchung notwendig, sonst stimmt die USt-Voranmeldung nicht.
Mehrwertsteuer in Deutschland
Es gibt zwei Sätze: 19 % Standardsatz und 7 % ermäßigt (Lebensmittel, Bücher, ÖPNV-Tickets, Hotels, kulturelle Veranstaltungen). Im Ausland gelten andere Sätze — Italien 22 %, Schweden 25 %, Schweiz 8,1 %.
Netto aus Brutto: Netto = Brutto / (1 + r)
Brutto aus Netto: Brutto = Netto · (1 + r)
Beispiel: 119 € Brutto bei 19 % → 100 € Netto + 19 € MwSt. Beim umgekehrten Weg: 100 € Netto × 1,19 = 119 € Brutto.
Worauf achten?
- Vorsteuerabzug: Unternehmer ziehen die gezahlte MwSt von ihrer abzuführenden MwSt ab — nur die Differenz an das Finanzamt.
- Kleinunternehmer: Bei Umsatz unter 22.000 € (Vorjahr) keine MwSt auf der Rechnung — aber auch kein Vorsteuerabzug.
- Reverse-Charge: Bei B2B-Lieferungen ins EU-Ausland zahlt der Empfänger die MwSt seines Landes — Rechnung netto, Hinweis auf Steuerschuldumkehr.
- Differenzbesteuerung: Gebrauchtwaren-Händler versteuern nur die Marge, nicht den Vollumsatz.
- Skonto: Wirkt sich auf die MwSt aus — bei 2 % Skonto wird auch die MwSt um 2 % reduziert.
Verwandte Rechner — Steuern verstehen
- 1. Einkommensteuer: Auf Gewinn / Gehalt fällt Einkommensteuer an — anders als auf Umsatz. Einkommensteuer-Rechner
- 2. Brutto-Netto: Bei Arbeitnehmern wirkt MwSt indirekt — sie zahlen sie beim Konsum. Brutto-Netto-Rechner
- 3. Rabatt: Bei Rabatt-Aktionen den Brutto-Preis korrekt berechnen. Rabattrechner
- 4. Vergleich Tarife mit MwSt: Stromtarife werden Brutto verglichen — MwSt-Senkungen ändern den Endpreis. Strom-Vergleich
Tipp: Bei Verträgen und Rechnungen genau hinschauen, welcher MwSt-Satz angesetzt ist — Strom + Gas: 19 %, ÖPNV-Abo: 7 %, Vermietung Wohnraum: 0 %. Vertrag prüfen lassen →
Häufige Fragen
Welche Produkte haben 7 % MwSt?
Lebensmittel (außer alkoholische Getränke), Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, ÖPNV-Tickets bis 50 km, Hotelübernachtungen, Eintritte für kulturelle Veranstaltungen, Kunst, Tierfutter.
Was ist der Unterschied zwischen MwSt und Umsatzsteuer?
Praktisch identisch. Im UStG heißt es offiziell „Umsatzsteuer" — auf der Rechnung darf auch „MwSt" stehen. Mehrwertsteuer betont das System (Wertschöpfungs-Besteuerung), Umsatzsteuer das technische Konzept.
Wie funktioniert der Vorsteuerabzug?
Unternehmer zieht die gezahlte MwSt (Vorsteuer) von der eingenommenen MwSt (Umsatzsteuer) ab. Differenz ans Finanzamt. Kleinunternehmer haben weder USt noch Vorsteuerabzug.
Muss ich als Kleinunternehmer MwSt ausweisen?
Nein — und du darfst es auch nicht. Hinweis auf der Rechnung: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer erhoben." Sonst riskierst du Schuld der ausgewiesenen Steuer.
Wie rechne ich vom Brutto zurück auf das Netto?
Brutto durch (1 + Satz) teilen — NICHT minus 19 % rechnen. Beispiel: 119 € Brutto bei 19 % → 119 / 1,19 = 100 € Netto, 19 € MwSt. Bei 7 %: 107 € / 1,07 = 100 € Netto. Der häufigste Fehler ist „119 minus 19 % = 96,39 €" — das ergibt einen falschen Netto-Wert.
Wann fällt Reverse-Charge an?
Bei B2B-Lieferungen ins EU-Ausland (beide Seiten mit USt-IdNr.), Bauleistungen zwischen Unternehmern (§ 13b UStG), Schrott- und Altmetall-Lieferungen, sowie bestimmten Dienstleistungen aus dem Drittland. Der Empfänger schuldet die MwSt seines Landes — Rechnung netto mit Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers".
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