Rebalancing-Rechner

Wie umschichten, um die Zielallokation wieder herzustellen? Mit Steuer-Optimierung.

Deine Eingaben

Ziel-Summe: 100 %
Maximale Abweichung zur Zielallokation
10.0 %-Punkte
Drift 5–10 % — Rebalancing sinnvoll

Aktuelle Allokation

Aktien (ETF): 60.000 € (60%)Anleihen: 25.000 € (25%)Cash / Tagesgeld: 15.000 € (15%)100.000,00 €Gesamt
  • Aktien (ETF)60.000 € (60%)
  • Anleihen25.000 € (25%)
  • Cash / Tagesgeld15.000 € (15%)

Ziel-Allokation

Aktien (ETF): 70.000 € (70%)Anleihen: 25.000 € (25%)Cash / Tagesgeld: 5.000 € (5%)100.000,00 €Gesamt
  • Aktien (ETF)70.000 € (70%)
  • Anleihen25.000 € (25%)
  • Cash / Tagesgeld5.000 € (5%)

Empfohlene Anpassung

Aktien (ETF)Ist: 60.0 % → Soll: 70 %
→ Kaufen: 10.000,00 €
AnleihenIst: 25.0 % → Soll: 25 %
Bereits balanced
Cash / TagesgeldIst: 15.0 % → Soll: 5 %
→ Verkaufen: 10.000,00 €

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du deine Abweichung von der Zielallokation

< 3 %-Punkte
Nichts zu tun
Im Toleranz-Bereich. Rebalancing würde nur Steuer und Order-Kosten erzeugen, ohne den Risikoprofil-Drift wirklich zu korrigieren.
3 – 5 %-Punkte
Cash-Flow-Methode reicht
Neueinzahlungen ins untergewichtete Asset lenken (steueroptimal). Keine Verkäufe nötig — Dauer 6–12 Monate bis ausgeglichen.
5 – 10 %-Punkte
Aktives Rebalancing prüfen
5/25-Regel greift. Cash-Flow allein reicht nicht mehr — Teil-Verkauf des Übergewichteten überlegen, Pauschbetrag dabei voll nutzen.
> 10 %-Punkte
Risikoprofil verschoben
Dein Portfolio ist nicht mehr deine eigentliche Strategie. Sofort rebalancen, auch wenn Steuer fällig wird — sonst trifft dich der nächste Crash unverhältnismäßig hart.
5/25-Regel: Rebalancen bei absoluter Abweichung > 5 %-Punkte ODER relativer Abweichung > 25 %. Beides beachten — bei kleinen Positionen greift die relative Schwelle früher.

Rebalancing — wichtige Eckdaten

Klassisches Intervall
jährlich
1× p.a. ist meist ausreichend
Schwellen-Methode
5/25-Regel
absolut 5 % oder relativ 25 %
Sparer-Pauschbetrag
1.000 € (Single)
2.000 € verheiratet — Kapitalerträge
Steuer auf Kursgewinne
26,375 %
Abgeltungssteuer + Soli
Transaktionskosten
0–10 €/Order
Direktbroker oft 0 € via ETF-Sparplan
Cash-Flow-Strategie
steueroptimal
Neueinzahlungen ins Untergewichtete

Beispiel: 70/30-Portfolio nach Aktien-Rally

Zielallokation70 % Aktien / 30 % Anleihen
Depotwert aktuell120.000 €
Aktien aktuell92.000 € (76,7 %)
Anleihen aktuell28.000 € (23,3 %)
Aufgelaufener Aktien-Gewinn18.000 €
Umzuschichten
~ 8.000 €
Aktien verkaufen → Anleihen kaufen
Soll-Aktien: 70 % × 120.000 € = 84.000 €. Aktuell 92.000 € → 8.000 € zu viel. Steuer bei Verkauf: 8.000 € × (18.000 / 92.000) ≈ 1.565 € Gewinn-Anteil × 70 % nach Teilfreistellung = 1.096 € steuerpflichtig. Mit Pauschbetrag (1.000 € noch frei) bleiben 96 € × 26,375 % ≈ 25 € Steuer. Alternative: Cash-Flow — neue 800 €/Monat in Anleihen statt Aktien für 10 Monate, dann ist Allokation wieder bei 70/30.
!

Typische Fehler bei der Eingabe

  • Zu oft rebalancen
    Monatlich oder quartalsweise rebalancen erzeugt nur Steuern und Kosten. Studien zeigen: 1× pro Jahr ist optimal — manche Forschung sieht 18–24-Monats-Zyklus als noch besser.
  • Auf jeden Sub-Anteil schauen
    Wer 5 Welt-Regionen mit je 10–20 % Soll-Quote separat rebalancet, schießt sich permanent ins Knie. Realität: Wenn der Welt-Aktien-Anteil insgesamt stimmt, ist die Sub-Verteilung egal.
  • Steuer-Effekt unterschätzen
    Bei 50.000 € Verkauf mit 50 % Buchgewinn fallen schnell 4.000 € Steuer an. Lieber zuerst Cash-Flow-Rebalancing, erst danach Steuer-Trigger.
  • Anleihen weglassen, wenn Zinsen niedrig sind
    Anleihen-Allokation dient nicht Renditemaximierung, sondern Risiko-Reduktion. Wer sie wegen niedriger Zinsen weglässt, hat plötzlich 100 % Aktien — bei nächstem Crash ein Drawdown von 40 % statt 25 %.

Rebalancing — was, wann und wie?

Wenn die Aktienquote in einem Boom von 70 % auf 82 % steigt, ist das Risiko-Profil verschoben. Rebalancing bringt das Portfolio zurück zur Ziel-Allokation.

Zwei Strategien:

  • Aktiv: Übergewichtetes verkaufen, untergewichtetes kaufen — kostet Steuer + Spreads.
  • Passiv (Cash-Flow): Neueinzahlungen ins Untergewichtete lenken, bis Allokation passt — steueroptimiert.

Worauf achten?

  • Rebalancing-Intervall: Jährlich ist Standard. Häufiger lohnt selten — höhere Steuern und Kosten.
  • Schwellen-Methode: Erst rebalancen, wenn eine Position um mehr als 5 %-Punkte (oder 25 % relativ) abweicht.
  • Steuer auslösen vermeiden: Wer Kursgewinne realisiert, zahlt 26,375 % Abgeltungssteuer — Cash-Flow-Methode bevorzugen.
  • Pauschbetrag nutzen: Bis 1.000 € Erträge (Single) bzw. 2.000 € (verheiratet) ist Rebalancing kostenfrei.
  • Disziplin: Rebalancing zwingt zum „antizyklischen" Handeln — verkaufe das, was lief, kaufe das, was zurückblieb.

Rebalancing in der Praxis

  1. 1. Sparrate optimieren: Wieviel pro Monat landet wo? Im Sparrechner durchspielen.
  2. 2. Endkapital planen: Wie wirkt sich die Allokation langfristig aus? Der Zinseszins-Rechner zeigt's.
  3. 3. Depot vergleichen: Bei häufigem Rebalancing wichtig — der Depot-Vergleich zeigt günstige Anbieter.
Tipp: Bevor du dein Depot änderst — prüfe Order- und Depotgebühren. Verträge mit alten Banken haben oft versteckte Kosten: Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich rebalancen?
Studien zeigen: 1× pro Jahr (z.B. immer im Januar) ist optimal. Häufiger erzeugt zu viele Steuer-Trigger und Kosten. Alternativ Schwellen-Methode: Erst rebalancen, wenn eine Position um 5 %-Punkte abweicht (5/25-Regel).
Muss ich beim Rebalancing Steuern zahlen?
Ja — beim Verkauf werden 26,375 % auf Kursgewinne fällig (Abgeltungssteuer + Soli). Bis zum Sparer-Pauschbetrag (1.000 €/2.000 €) steuerfrei. Steueroptimal ist die Cash-Flow-Methode: Neue Sparraten ins Untergewichtete lenken statt verkaufen.
Was ist die 5/25-Regel?
Eine Schwellen-Methode: Du rebalancest erst, wenn eine Position absolut mehr als 5 %-Punkte oder relativ mehr als 25 % von der Zielallokation abweicht. Ein Asset mit Ziel 20 % würde rebalanced bei < 15 % oder > 25 %.
Cash-Flow-Rebalancing oder Verkauf — was ist besser?
Cash-Flow ist fast immer überlegen: Null Steuer-Trigger, null Order-Kosten. Funktioniert aber nur, wenn deine Sparrate groß genug ist, die Abweichung in 6–12 Monaten auszugleichen. Bei größerem Drift (8+ %-Punkte) oder kleinem Sparvolumen wird auch der Verkauf nötig.
Kostet mich häufiges Rebalancing wirklich Rendite?
Empirisch ja: Monatliches Rebalancing liefert über 30 Jahre rund 0,3–0,5 %-Punkte weniger Rendite als jährliches — wegen Steuern, Spreads und Mean-Reversion-Verlust. Bei 200.000 € Depot über 30 Jahre macht das rund 25.000–40.000 € Unterschied aus.
Soll ich beim Rebalancing das ganze Depot in einem Tag verkaufen?
Nein. Besser über mehrere Wochen verteilen, idealerweise zum Jahresende und Jahresanfang. So nutzt du den Sparer-Pauschbetrag von zwei Steuerjahren (insgesamt 2.000 € Single, 4.000 € Verheiratet) und reduzierst Timing-Risiko.
Lohnt sich Rebalancing in einer Frührente?
Ja, sogar besonders. Im Entnahme-Modus brauchst du verlässliche Anleihen-Quote, damit du in Crash-Jahren nicht zwingend Aktien verkaufen musst. Faustregel: Aktien-Quote = 100 minus Lebensalter, jährlich rebalancen — schützt vor Sequence-of-Returns-Risiko.

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