Rentenversicherungsrechner

Private Rentenversicherung: Beitragszahlung vs. garantierte und prognostizierte Leistung — inkl. Rentenfaktor.

Deine Eingaben

Garantierte Monatsrente
157,20 €
Magere Garantie (4.0 % Total-Rendite über die volle Laufzeit). Prognose hängt entscheidend von der Überschuss­beteiligung ab. Mit Überschüssen (Prognose): 200,09 €/Mon.

Kapital zu Rentenbeginn

Einzahlungen: 54.000 € (76%)Garantierte Verzinsung: 2.144 € (3%)Prognostizierte Überschüsse: 15.316 € (21%)71.459,91 €Prognose-Kapital
  • Einzahlungen54.000 € (76%)
  • Garantierte Verzinsung2.144 € (3%)
  • Prognostizierte Überschüsse15.316 € (21%)

Garantiert ist NUR die untere Schicht. Überschüsse sind prognostiziert — der Anbieter macht keine Zusage und kann sie reduzieren.

Monatsrente: Garantie vs. Prognose

Garantiert157 €
Prognose200 €
Differenz: 43 €Prognose ist höher
Total-Einzahlungen:54.000,00 €
Amortisation (Garantie):28.6 Jahre Rente
Amortisation (Prognose):22.5 Jahre Rente
Reality-Check Rentenfaktor: Der Rentenfaktor (z.B. 28 €/10.000 € Kapital = 2,8 €/Mon. pro 1.000 € Kapital) wird oft beim Vertrags­abschluss garantiert, aber manche Tarife haben eine "Garantieklausel" mit Anpassungs­vorbehalt im Kleingedruckten. Vor Abschluss: Klausel zur Rentenfaktor-Garantie wörtlich prüfen lassen.

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du deine Renten-Hochrechnung

< 1,5 %
Reale Garantie­rendite negativ
Kosten fressen den Garantiezins komplett. Nach Inflation bleibt weniger als die Einzahlung — ETF-Sparplan klar überlegen.
1,5 – 2,5 %
Typischer klassischer Tarif
Nur mit den prognostizierten Überschüssen attraktiv. Garantie selbst ist mager — Anbieter-Stabilität (Solvency-Quote) wird zum entscheidenden Faktor.
2,5 – 4,0 %
Solider Mix-/Fonds­tarif
Fondsgebundene RV mit niedrigen Kosten. Lohnt sich vor allem für den Steuervorteil und die lebenslange Rente — bei langer Laufzeit (> 25 Jahre).
> 4,0 %
Optimistische Prognose
Anbieter rechnet mit hohen Überschüssen — kritisch hinterfragen. Garantiertes Szenario zusätzlich anschauen, sonst bist du auf Hoffnung gebaut.
Achtung: Die prognostizierte Rendite ist nicht garantiert. Verlasse dich für die Planung immer auf die garantierte Mindestleistung.

Private Rente 2026 — Eckwerte

Höchstrechnungszins
0,25 %
Garantiezins seit 2025
Prognostizierte Überschüsse
1,0 – 2,0 %
zusätzlich, nicht garantiert
Rentenfaktor typisch
25 – 35 €
€/Mon. pro 10.000 € Kapital
Kostenquote ø
1,5 – 2,5 %
p.a. — frisst Rendite massiv
Steuer Auszahlung
50 % Ertragsanteil
bei Renteneintritt mit 65, lebenslang
Kapitalwahl
0,5 × Ertragsanteil
oder hälftige Versteuerung (12 J. Laufzeit, 62+)

Beispielrechnung: 200 €/Monat über 30 Jahre

Monatsbeitrag200 €
Beitragsphase30 Jahre
Eingezahlt gesamt72.000 €
Garantiezins0,25 % p.a.
Prognose-Überschüsse+ 1,75 % p.a.
Rentenfaktor28 €/10.000 €
Garantierte Monatsrente
~ 185 €/Mon.
Prognose inkl. Überschüsse: ~ 330 €/Mon. lebenslang
Eingezahlt werden 72.000 €. Nach Kosten von rund 1,5–2 % p.a. bleibt das garantierte Endkapital realistisch bei nur ca. 66.000 € — bei 0,25 % Garantiezins liegt die echte Garantierendite nach Kosten meist unter null. × Rentenfaktor 28 €/10.000 € ergibt rund 185 €/Mon. garantierte Rente. Erst mit prognostizierten Überschüssen wird die Rechnung attraktiv (ca. 330 €/Mon.). Vergleich: derselbe Beitrag in einen Welt-ETF (Annahme 6 % p.a.) ergibt ca. 196.000 € — fast das Dreifache des Garantiekapitals.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Prognose mit Garantie verwechseln
    Anbieter zeigen oft nur die Hochrechnung mit 3–4 % Überschüssen. Garantiert ist meist nur die Beitragssumme — alles darüber ist Hoffnung.
  • Kostenquote ignorieren
    1,5–2,5 % Effektivkosten p.a. sind üblich, fressen aber über 30 Jahre 30–50 % des Endkapitals. Immer nach „Effektivkosten / Reduction-in-Yield" fragen.
  • Rentenfaktor-Vorbehalt übersehen
    Viele Tarife garantieren den Rentenfaktor nur eingeschränkt — der Anbieter darf ihn bei Rentenbeginn senken. Im Vertrag nach „Anpassungs­vorbehalt" suchen.
  • Kündigung statt Beitrags­freistellung
    Wer vorzeitig kündigt, verliert in den ersten Jahren bis zu 60 % der Einzahlung durch Abschluss­kosten. Beitragsfrei­stellung ist fast immer die bessere Notbremse.

Wie funktioniert eine private Rentenversicherung?

Du zahlst über Jahre einen monatlichen Beitrag in einen Versicherungs­vertrag. Das Kapital wird mit dem Garantiezins (aktuell 0,25 %) verzinst — plus möglichen Überschüssen. Bei Renteneintritt wandelst du das angesparte Kapital in eine lebenslange Rente um (Rentenfaktor). Alternativ: Einmalauszahlung als Kapitalwahl.

Garantie vs. Prognose — der entscheidende Unterschied

Anbieter werben mit Renditen von 3–4 % p.a. — das ist die Prognose inklusive Überschüsse. Garantiert ist nur 0,25 % — und das auch nur auf das Sparguthaben nach Abzug der Kosten. Bei 1,5 % Kostenquote und 0,25 % Garantiezins ergibt sich oft eine negative reale Garantierendite — das bedeutet: Im worst case bekommst du weniger heraus als du eingezahlt hast.

Wann lohnt sich eine private RV trotzdem?

  • Steuervorteil: Ertragsanteils­besteuerung (18 %) gegenüber voller Abgeltungssteuer (26,375 %) auf ETF-Sparplan-Gewinne. Wer auf Hartz-IV-Schutz und Pfändungs­sicherheit Wert legt: Riester-/Rürup-Verträge sind das auch.
  • Langlebigkeit absichern: Wer über 90 wird, gewinnt mit der Rente — bei einer Auszahlung über 25+ Jahre wird der Vertrag attraktiver als ein Sparplan, der zum Renten­beginn endlich liquidiert wird.
  • Hinterbliebenen­schutz: Renten­versicherungen können mit Witwen­rente/Garantiezeit erweitert werden.

Wann lohnt sie sich NICHT?

  • Kurzfristiger Sparhorizont (< 20 Jahre): Kosten fressen die Rendite. ETF-Sparplan ist klar überlegen.
  • Wenig Flexibilität nötig: Du brauchst keine Sicherheit, willst flexibel bleiben? Selbst ein konservatives Welt-ETF-Portfolio schlägt die meisten Renten­versicherungen langfristig.
  • Geringer Beitrag: Bei 50–100 €/Monat fressen die Vertragskosten überproportional die Rendite. Erst ab 200 €+/Monat machen viele Tarife Sinn.

Vor dem Abschluss — was du wissen musst

  1. 1. Rentenlücke ermitteln: Erst der Rentenlücke-Rechner zeigt, was du eigentlich brauchst — und ob private RV der richtige Hebel ist.
  2. 2. ETF-Alternative gegenrechnen: Über 30 Jahre schlägt ein breit gestreuter Welt-ETF die meisten klassischen Renten­versicherungen klar. Zinseszins-Rechner für vergleichbaren Sparplan.
  3. 3. Anbieter vergleichen: Kosten, Garantie­ zins, Rentenfaktor und Überschuss-Beteiligung sind die vier Stellschrauben. Stiftung Warentest „Finanztest" testet jährlich Tarife. Versicherungs-Vergleich mit Beratung kombinierbar.
  4. 4. Bestehenden Vertrag prüfen lassen: Lebens-, Renten- und Riester-Verträge haben oft versteckte Klauseln: Kosten- Berechnungen, Rentenfaktor-Vorbehalt, Stornoabschläge. Unsere KI-Analyse: Versicherungsvertrag prüfen — versteckte Knebel in 60 Sekunden.
Storno­problematik: Wer eine private RV vorzeitig kündigt, verliert in den ersten 5–10 Jahren oft mehr als die Hälfte der Einzahlungen (Abschluss­kosten werden über die Anfangsphase verrechnet). Beitragsfrei­stellung statt Kündigung ist meist die bessere Option.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist der Garantiezins bei privaten Rentenversicherungen 2026?
0,25 % p.a. — der gesetzliche Höchstrechnungszins seit 2025 (§ 2 DeckRV). Anbieter dürfen nicht mehr versprechen. Mit Kostenquoten von 1,5–2,5 % p.a. liegt die Brutto-Garantie­rendite oft negativ — die Hoffnung liegt auf den Überschuss­beteiligungen.
Was ist der Rentenfaktor?
Der Umrechnungsfaktor Kapital → Monatsrente. Typisch: 25–35 € Rente pro Monat pro 10.000 € angespartem Kapital. Bei 100.000 € Endkapital und Rentenfaktor 30 ergibt das 300 €/Mon. lebenslang. Manche Tarife garantieren den Rentenfaktor, andere haben einen Anpassungs­vorbehalt — Vertrag genau prüfen.
Lohnt sich eine private Rentenversicherung 2026 überhaupt?
Nicht pauschal. Bei langer Laufzeit (>25 Jahre), hohem Beitrag (>200 €/Monat) und Wunsch nach Steuervorteil und Langlebigkeits-Absicherung kann sie sinnvoll sein. Für die meisten ist ein günstiger ETF-Sparplan überlegen — Brutto-Rendite langfristig 5–7 %, kein Versicherungs-Overhead.
Wie wird die private Rentenversicherung versteuert?
Auszahlung als Rente: Ertragsanteil von 18 % (bei Rentenbeginn mit 65) ist zu versteuern, 82 % sind steuerfrei. Auszahlung als Kapital (Kapitalwahl): hälftige Versteuerung möglich, wenn Laufzeit ≥ 12 Jahre und Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr (§ 20 EStG). Steuervorteil gegenüber ETF (26,375 % Abgeltung auf den gesamten Gewinn).
Was passiert, wenn ich den Vertrag kündige?
In den ersten Jahren extrem ungünstig — Abschluss­kosten werden über 5–10 Jahre verrechnet, du bekommst oft nur 30–60 % der Einzahlungen zurück. Alternative: Beitragsfrei­stellung — der Vertrag läuft mit dem bisherigen Sparguthaben weiter, ohne neue Beiträge. Eine andere Option: Verkauf an einen Policen-Aufkäufer (oft 5–10 % mehr als Rückkaufswert).
Was bedeutet eingeschränkte Beitragsgarantie?
Manche neuere Tarife garantieren nur 80–90 % der eingezahlten Beiträge zurück — der Rest wird in Aktien angelegt mit höherer Rendite-Chance, aber auch Verlust-Risiko. Vorteil: höherer Erwartungswert. Nachteil: kein 100 %-Beitrags-Schutz. Vor Abschluss prüfen, ob die Garantiequote zu deinem Risiko­profil passt.

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