Entnahmeplan-Rechner
Wie lange reicht dein Vermögen bei monatlicher Entnahme? Inkl. Rendite + Inflation.
Deine Eingaben
Endkapital nach 25 Jahren
83.540,92 €
Pro Monat 2.500,00 € entnommen — Restkapital bleibt für Erben
Kapital-Verlauf über die Laufzeit
Restkapital + bereits entnommen
- Restkapital
- Bereits entnommen
Start
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25J
Start: 500.000 €Ende: 833.541 €
Was bedeutet das Ergebnis?
So liest du deine Entnahme-Quote
< 3 %
Sehr sicher
Kapital wächst real meist weiter — selbst bei Crashes. Geeignet, wenn du Erbe hinterlassen willst oder sehr risikoavers bist.
3 – 4 %
Klassische Range (Deutschland)
Trinity-Studie-Niveau, aber konservativ angepasst für deutsche Steuern und Inflation. Kapital reicht in 90+ % der Marktszenarien für 30 Jahre.
4 – 5 %
US-Standard, riskanter
Original-4-%-Regel passt für USA-Daten. In Crash-Szenarien (Sequence Risk) Pleite-Risiko bei 15–20 %. Cash-Puffer essentiell.
> 5 %
Kapitalverzehr
Kapital schmilzt sicher. OK für kurze Restzeit (10–15 Jahre) oder mit Erbe als Backup. Sonst Plan anpassen: niedrigere Entnahme oder länger arbeiten.
Entnahme-Quote = jährliche Brutto-Entnahme ÷ Anfangskapital. Inflation und Steuer fressen pro Jahr 2 %-Punkte vom realen Kapital — daher liegt die „echte" sichere Quote für DE bei 3–3,5 %.
Entnahmeplan — die Eckdaten
4-%-Regel (Bogle/Trinity)
4 % p.a.
30 Jahre, USA-Daten 1926–1995
Sicher entnehmbar (DE/EU)
3–4 %
wegen Inflation + niedrigerer Renditen
Trinity-Studie
95 % Erfolgsquote
bei 4 % Entnahme über 30 Jahre
Sequenzrisiko
kritische 1. Jahre
früher Crash + Entnahme = Pleite-Risiko
Inflation-Anpassung
+ 2 % p.a.
Entnahme jährlich anheben
Steuer auf Kursgewinne
26,375 %
wirkt sich auf Netto-Entnahme aus
✎
Beispiel: Wie lange reichen 500.000 € bei 2.000 €/Monat?
Startkapital500.000 €
Monatliche Brutto-Entnahme2.000 €
Jahres-Entnahme24.000 € (4,8 %)
Reale Rendite (nach Inflation)4 % p.a.
Inflations-Anpassung2 % p.a.
Kapital reicht
~ 31 Jahre
Wenn ETF-Quote 60–70 % und kein früher Crash
4,8 % Entnahme liegt über der klassischen 4-%-Regel. Bei 4 % Realrendite und konstanter Entnahme ergibt die Annuitäten-Formel rund 31 Jahre Reichweite. Achtung: Bei einem Crash im 2.–5. Jahr (Sequence-Risiko) kann das Kapital schon nach 18–22 Jahren leer sein. Sicherer: 1.700 €/Monat (4,1 %) statt 2.000 € — dann hält das Kapital 40+ Jahre.
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Typische Fehler bei der Eingabe
- Nominale statt reale Rendite verwendenWer 7 % Bruttorendite einsetzt, ohne Inflation abzuziehen, überschätzt die Reichweite um 30–50 %. Richtig: 4–5 % Realrendite ist die langfristige Erwartung bei Welt-ETF nach Inflation.
- Steuer auf Entnahme vergessen2.000 € Netto-Bedarf bedeuten meist 2.400–2.600 € Brutto-Entnahme — Abgeltungssteuer wirkt anteilig auf den Gewinn-Anteil. Bei großem Buchgewinn sogar nahe an 26 % auf die Entnahme.
- Inflations-Anpassung der Entnahme ignorieren2.000 € heute sind in 20 Jahren bei 2 % Inflation nur noch 1.345 € Kaufkraft. Wer die Entnahme nicht jährlich um 2 % erhöht, verliert real ein Drittel.
- Sequence-of-Returns-Risiko unterschätzenEin 30 %-Crash im 2. Jahr der Entnahme kann das Portfolio dauerhaft beschädigen — du verkaufst zum Tiefststand. Gegenmittel: 2–3 Jahre Ausgaben in Tagesgeld/Geldmarkt halten und nur bei guten Märkten aus dem ETF ziehen.
Wie lange reicht dein Geld im Ruhestand?
Bei einem Startkapital K0, einer Rendite r und jährlicher Entnahme E gilt:
Kend = K0 · (1+r)n − E · ((1+r)n−1)/r
Beispiel: Bei 500.000 € Startkapital, 4 % Rendite und 24.000 € jährlicher Entnahme (2.000 €/Monat, also 4,8 %) reicht das Geld rund 31 Jahre — perfekt für eine Rente mit etwa 65, wenn die Lebenserwartung bei 90 liegt. Bei 30.000 €/Jahr Entnahme (6 %) wäre das Kapital nach etwa 24 Jahren aufgebraucht.
Worauf achten?
- 4-%-Regel: Originalstudie (Trinity, USA) zeigt: 4 % Entnahme p.a. übersteht 30 Jahre mit 95 %iger Wahrscheinlichkeit.
- Sequenzrisiko: Ein Crash in den ersten 5 Jahren der Entnahme kann das Portfolio ruinieren — Cash-Puffer für 2–3 Jahre wichtig.
- Inflation: Entnahme sollte jährlich um ~2 % steigen — sonst sinkt die Kaufkraft real.
- Sichere 3 %: Für Deutschland-Verhältnisse (höhere Inflation, niedrigere reale Renditen) gilt 3 % als sicherer Korridor.
- Steuer berücksichtigen: 26,375 % auf Kursgewinne — Brutto-Entnahme entsprechend höher kalkulieren.
Den Ruhestand finanziell planen
- 1. Endkapital aufbauen: Wieviel musst du ansparen? Im Sparrechner oder Zinseszins-Rechner.
- 2. Rentenlücke prüfen: Was kommt von der gesetzlichen Rente? Im Rentenlücke-Rechner.
- 3. Allokation prüfen: Im Ruhestand wird die Aktienquote oft reduziert — der Rebalancing-Rechner hilft.
- 4. Depot vergleichen: Bei einer großen Anlage zählt jeder Basispunkt — der Depot-Vergleich zeigt günstige Anbieter.
Tipp: Lass alte Lebens-, Renten- und Bauspar-Verträge KI-prüfen — oft liefern sie nur 0,5–1,5 % Rendite, während dein ETF-Plan 4–5 % macht. Versteckte Klauseln verschlucken weitere Prozente. Vertrag analysieren →
Häufige Fragen
Was ist die 4-%-Regel?
Die 4-%-Regel (auch Trinity-Studie, Bengen 1994) besagt: Wer 4 % seines Anfangskapitals jährlich entnimmt (inflationsangepasst), übersteht mit hoher Wahrscheinlichkeit 30 Jahre. Basis: USA-Marktdaten 1926–1995. Für Europa eher 3–3,5 % als Sicherheits-Korridor.
Was ist Sequenzrisiko?
Das Risiko, dass ein Markteinbruch in den ersten Entnahme-Jahren das Portfolio dauerhaft schädigt. Beispiel: 30 % Crash + 4 % Entnahme = Portfolio nie wieder bei Vollwert. Gegenmittel: 2–3 Jahre Cash-Puffer, niedrige Anfangs-Entnahme, in Crash-Jahren sparen.
Soll ich die Entnahme an die Inflation anpassen?
Ja, üblich. Bei 30.000 € Startentnahme + 2 % Inflation entnimmst du im Jahr 10 schon 36.570 €. Wer das nicht tut, verliert real die Hälfte der Kaufkraft über 35 Jahre.
Was passiert bei zu hoher Entnahme?
Wenn die Entnahme über der Rendite liegt, schrumpft das Kapital exponentiell. Bei 4 % Rendite und 6 % Entnahme ist nach 25 Jahren oft nichts mehr da. Der Rechner zeigt das mit Tone "bad" + Defizit-Hinweis.
Wie viel Aktien-Quote im Entnahme-Plan?
Faustregel: 60–80 % Aktien in den ersten 10 Jahren, dann langsam auf 40–60 % runter (Glidepath). Studien zeigen sogar: 100 % Aktien + Cash-Puffer überlebt häufiger als 50/50. Wichtig: Anleihen-Quote muss groß genug sein für 2–3 Jahre Entnahme in Crash-Phasen.
Was ist eine dynamische Entnahme-Strategie?
Statt fix 4 % entnimmst du jedes Jahr eine Quote vom aktuellen Depotwert (z.B. „Guyton-Klinger-Regeln"): In guten Jahren mehr, in Crash-Jahren weniger. Vorteil: Sequenzrisiko deutlich entschärft. Nachteil: Schwankendes Einkommen — nicht jeder Rentner verträgt das psychologisch.
Wie lange reichen 1 Million Euro bei 3.000 €/Monat?
Bei 4 % Realrendite und 36.000 €/Jahr Entnahme (3,6 % Quote) reicht das Kapital rund 38 Jahre — passt für Frührente ab 55 mit Lebenserwartung 90+. Mit Inflations-Anpassung sinkt die Reichweite auf 32–35 Jahre. Steuer auf die Entnahme nicht vergessen.
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