Inflationsrechner

Was ist 1.000 € heute in 20 Jahren wert? Kaufkraft-Veränderung berechnen.

Was möchtest du berechnen?

Kaufkraft in 20 Jahren
610,27 €
Kaufkraft-Verlust: 389,73 € (39 %) — was heute 1.000,00 € wert ist, kann in 20 Jahren nur noch wie 610,27 € kaufen.

Kaufkraft-Entwicklung über 20 Jahre

Heute: 1.000,00 €in 20 J.: 610,27 €

Annahme: konstante Inflationsrate über den ganzen Zeitraum. In der Realität schwankt sie — DE-Langfrist­schnitt 1991–2024 ~1,9 %, EZB-Zielwert 2 %, Hochinflations­phasen 2022–2023 zeitweise 7–10 %.

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du den Kaufkraftverlust

1 – 2 % p.a.
Niedrige Inflation
EZB-Zielbereich. Tagesgeld bei 3 % bringt real noch 1–2 %. Lange Festgeld-Bindung möglich, ohne Inflations-Schaden.
2 – 4 % p.a.
Normaler Korridor
Langzeit-Durchschnitt seit 1991. Tagesgeld real meist 0 bis +1 %. Sachwerte (Aktien-ETF) klar überlegen — 5 % real langfristig.
4 – 7 % p.a.
Erhöhte Inflation
Niveau 2023. Tagesgeld real negativ. Festgeld-Bindung gefährlich. Sachwerte essentiell — Aktien-Reaktion oft verzögert (erst 1–2 Jahre Drawdown).
> 7 % p.a.
Hochinflation
Niveau 2022 in DE, dauerhaft 1970er-Jahre. Cash verliert massiv. Aktien gewinnen real meist erst nach 3–5 Jahren wieder. Rohstoffe / Gold reagieren schneller.
Kaufkraft = Betrag ÷ (1 + Inflation)^Jahre. Bei 2 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft alle 35 Jahre, bei 4 % alle 18 Jahre, bei 7 % alle 10 Jahre.

Inflation in Deutschland — die Eckwerte

Durchschnitt 1991–2024
~ 1,9 % p.a.
Verbraucherpreisindex DE
EZB-Zielwert
2,0 % p.a.
Mittelfristig stabil
Hochphase 2022
+ 8,7 %
Ukraine-Krieg, Energiepreise
Hochphase 2023
+ 5,9 %
Nachwirkung Energiepreise
Tagesgeld real 2026
~ 0,5–1 % real
3 % brutto − 2 % Inflation
Welt-ETF real langfristig
~ 5 % real
7 % brutto − 2 % Inflation

Beispiel: 1.000 € heute in 20 Jahren

Aktueller Betrag1.000 €
Inflationsrate2 % p.a.
Zeitraum20 Jahre
ModusZukünftige Kaufkraft
Kaufkraft in 20 Jahren
~ 673 €
Heutige Kaufkraft des Betrags
1.000 € ÷ (1,02)20 = 1.000 € ÷ 1,486 ≈ 673 €. Ein Drittel Kaufkraft weg — und das schon bei „nur" 2 % Inflation. Bei 3 % Inflation wären es nur noch 554 €, bei 4 % nur 456 €. Wer 20 Jahre lang 1.000 € auf dem Girokonto liegen lässt, verliert real also 327–544 € Kaufkraft, ohne dass am Saldo etwas zu sehen ist.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Nominale Zinsen mit Realrendite verwechseln
    3 % Tagesgeld klingt gut — bei 2,5 % Inflation bleiben aber nur 0,5 % Realrendite, vor Steuer. Nach Abgeltungssteuer real meist nahe Null oder negativ. Immer die Realrendite (Nominal minus Inflation) als Maßstab nehmen.
  • Inflations-Annahme zu niedrig setzen
    Für langfristige Planung ist 2 % vernünftig (EZB-Ziel + historischer Durchschnitt). Aber: 2022 lag DE bei 8,7 %, 2023 bei 5,9 %. Stress-Test mit 3–4 % einrechnen, um nicht von Hochphasen überrascht zu werden.
  • Persönliche Inflation = offizielle Inflation
    Der amtliche Warenkorb gewichtet alles gleich. Wer in Großstadt wohnt, eigenes Auto fährt, viel Restaurant geht — der hat oft 1–2 %-Punkte über der offiziellen Inflation. Eigenes Spektrum kalkulieren.
  • Sparziel nicht inflationsanpassen
    Wer 200.000 € Hausanzahlung in 15 Jahren plant und 2026 Preise einsetzt, hat in 15 Jahren bei 2,5 % Inflation nur ~138.000 € Kaufkraft. Realistischer: 290.000 € als nominales Ziel (heutige 200.000 € hochgerechnet).

Was bedeutet Inflation für dein Geld?

Inflation frisst die Kaufkraft deines Geldes. Bei 3 % Inflation pro Jahr sind 1.000 € heute in 20 Jahren nur noch ca. 554 € wert — gemessen an der heutigen Kaufkraft. Wer sein Geld nur auf dem Girokonto liegen lässt, verliert real.

Formel (Kaufkraft in Zukunft): Kaufkraft = Betrag / (1 + π)n

Formel (Wert in der Vergangenheit): Damals = Betrag · (1 + π)n

Damit erkennst du Preissteigerungen über Jahrzehnte — was 1990 noch 100 DM (~50 €) kostete, kostet heute durch Inflation deutlich mehr.

Worauf achten?

  • Realrendite zählt: Eine Bruttorendite von 4 % bei 2 % Inflation ist real nur 2 % wert.
  • Sachwerte schützen: Aktien, Immobilien und Rohstoffe sind langfristig der beste Inflationsschutz — anders als Tagesgeld oder Sparbuch.
  • Lohnerhöhungen: Wer keine Inflations­ausgleichs­erhöhung bekommt, verliert real. Aktiv verhandeln.
  • Festgeld-Risiko: Mehrjährige Festgelder mit niedrigem Zins können dich der Inflation aussetzen — Inflations­schutz fehlt.

So setzt du das praktisch um

  1. 1. Inflations­schutz: Sachwerte (Aktien-ETF, Immobilien) statt Tagesgeld als Großteil des Vermögens. Tagesgeld nur für den Notgroschen.
  2. 2. Realrendite rechnen: Nutze den Zinseszinsrechner und ziehe von der Bruttorendite die Inflation ab — das ist deine echte Kaufkraft- Steigerung.
  3. 3. Ziele inflations­anpassen: Der Ziel-Rechner berücksichtigt deine Sparrate, aber das Ziel selbst musst du in „heutigen Euros" eingeben — sonst stimmt die Kaufkraft am Ende nicht.
  4. 4. Strom & Energie vergleichen: Bei hoher Inflation lohnt sich der Wechsel besonders — Energie war 2022 der größte Inflations­treiber. Vergleichbares im Strom-Vergleich und Gas-Vergleich.
Tipp: Bestehende Verträge (Strom, Gas, Versicherungen, Mobilfunk) prüfen — bei einer 3-%-Preiserhöhung pro Jahr zahlst du nach 10 Jahren 34 % mehr. Vertrag prüfen lassen: Vertrag analysieren →

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Inflation in Deutschland?
Langfristig (1991–2024) durchschnittlich ca. 1,9 % p.a. In Hochinflations-Phasen 2022–2023 zeitweise 7–10 %, EZB-Zielwert 2 %. Für langfristige Berechnungen sind 2,0–2,5 % eine vernünftige Annahme.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Realrendite?
Brutto-Rendite ist das, was deine Anlage erwirtschaftet (z.B. 6 % p.a.). Real-Rendite ist Brutto minus Inflation — bei 2 % Inflation also 4 %. Nur die Real-Rendite zeigt deine echte Kaufkraft-Steigerung.
Wie kann ich mich vor Inflation schützen?
Sachwerte halten — Aktien-ETF, Immobilien, Rohstoffe. Geldwerte (Tagesgeld, Festgeld, Anleihen) verlieren bei hoher Inflation real. Sehr wichtig: regelmäßige Lohn-Verhandlung, sonst sinkt dein Realeinkommen Jahr für Jahr.
Funktioniert der Rechner auch für andere Länder?
Ja — gib einfach die durchschnittliche Inflationsrate des jeweiligen Landes ein. Für die Schweiz wären das ~1 % p.a., für die USA ~2,5 %, für die Türkei zuletzt 60+ %. Der Rechner macht keine Ländervorgabe.
Was kostet mich 10.000 € auf dem Girokonto über 10 Jahre wirklich?
Bei 2,5 % Inflation: nach 10 Jahren nur noch 7.812 € Kaufkraft — also 2.188 € Verlust ohne sichtbare Bewegung am Saldo. Auf einem Tagesgeldkonto mit 3 % nach Steuer hättest du nominal ~12.300 €, real ~9.600 € — knapp Erhalt der Kaufkraft, mit Glück leichter Gewinn.
Wie wirkt sich Inflation auf meine Rente aus?
Die gesetzliche Rente wird jährlich angepasst, aber meist unterhalb der Inflation (langfristig im Schnitt 0,5–1 %-Punkte unter Inflation). Über 20 Rentenjahre verlierst du so 10–20 % reale Kaufkraft. Privat-Vorsorge mit Aktien-ETF schließt diese Lücke teilweise.
Warum trifft mich Inflation persönlich oft härter als der amtliche Wert?
Der Verbraucherpreisindex (VPI) gewichtet einen statistischen Durchschnitts-Warenkorb. Wer in Großstadt mit hoher Miete wohnt, Auto fährt und auswärts isst, hat oft eine persönliche Inflation 1–3 %-Punkte über VPI. Energie- und Miet-Preise stiegen 2022–2024 besonders stark.

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