TVöD-Rechner

Brutto + Netto im öffentlichen Dienst (Entgeltgruppe E1–E15, Stufe 1–6, Arbeitszeit).

Eingruppierung + Stelle

E1 (einfach) – E15 (Leitungsebene)

Aufstieg nach Berufserfahrung

Monats-Netto E9b-Stufe 3
2.774,58 €
Stufe 3 von 6. Aufstieg jeweils nach 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren in der Erfahrungsstufe. Nächste Stufe 4 nach 3 Jahren in dieser Stufe. Brutto 4.299,00 €/Mon. · 51.588,00 € Jahresbrutto.

Brutto-Netto-Aufschlüsselung

Netto-Auszahlung: 2.775 € (65%)Sozialabgaben: 896 € (21%)Lohnsteuer + Soli: 628 € (15%)4.299,00 €Monatsbrutto
  • Netto-Auszahlung2.775 € (65%)
  • Sozialabgaben896 € (21%)
  • Lohnsteuer + Soli628 € (15%)

Stufen-Vergleich E9b

Stufe 1 (Einstieg)3.674 €
Stufe 6 (Endstufe)4.813 €
Differenz: 1.139 €
Aufstieg S1→S2 nach1 Jahr
S2→S3 nach2 Jahren
S3→S4 nach3 Jahren
S4→S5 nach4 Jahren
S5→S6 nach5 Jahren
Hinweis: Werte sind approximativ für die TVöD-VKA-Tabelle (Kommunen) Stand 2026, ohne Zulagen wie Schichtdienst, Wechselschicht oder Funktions­zulagen. Bund-/Länder-Tarife (TVöD-Bund, TV-L) weichen leicht ab. Lohnabrechnung als Referenz vorziehen.

Was bedeutet das Ergebnis?

So liest du dein Ergebnis

E1–E4
Einfache Tätigkeiten
Brutto-Spanne ca. 2.300–2.900 €/Mon. (Vollzeit, Stufe 1–6). Aufstieg in höhere Gruppe oft nur via Höhergruppierungs­antrag oder Stellenwechsel möglich. VBL/ZVK-Zusatzversorgung läuft aber gleich wie in höheren Gruppen.
E5–E8
Abgeschlossene Berufsausbildung
Brutto ca. 2.700–3.700 €/Mon. Klassische Verwaltungs­angestellte, Erzieher (Ausbildung), mittlerer Dienst. Stufe 6 nach 15 Jahren — Stufen­aufstieg kann bei guter Leistungs­bewertung verkürzt werden.
E9b–E12
Bachelor / Fachhochschule
Brutto ca. 3.500–5.300 €/Mon. Ingenieure, Sozialarbeit, gehobener Dienst. Hier lohnt sich die Prüfung der Eingruppierung — wer Aufgaben einer höheren Gruppe erfüllt, hat Anspruch auf Höhergruppierung.
E13–E15
Akademiker / Leitung
Brutto ca. 4.700–7.200 €/Mon. Wissenschaftlicher Dienst, Referenten, Leitungs­positionen. Hier wird die VBL-Zusatzversorgung über die Beitragsbemessungs­grenze (zugespitzt) zum großen Hebel — neben Funktionszulagen.
Werte indikativ — exakte Tabellenwerte siehe TVöD-VKA 2026, plus Jahressonderzahlung (75–90 %) und VBL/ZVK-Zusatzversorgung.

TVöD-VKA 2026 — Eckwerte

Vollzeit-Woche
39 h
TVöD-VKA (Kommunen)
Stufen pro Gruppe
6
Aufstieg nach 1-2-3-4-5 Jahren
Entgeltgruppen
E1 – E15
plus 9a/9b/9c-Splits
Jahressonderzahlung
~ 75 – 90 %
vom Monatsentgelt, je nach EG
Tarifrunde 2025
+3 %
lineare Anhebung in 2026 (geschätzt)
Urlaub
30 Tage
einheitlich für alle Altersgruppen

Beispielrechnung: E9b, Stufe 3, Vollzeit

EntgeltgruppeE9b
Stufe3 (3–6 J. Berufserfahrung)
Arbeitszeit39 h/Woche (Vollzeit)
SteuerklasseI (Single)
BundeslandNRW (9 % KiSt)
Brutto/Mon. (ca.)
~ 4.150 €
Netto ca. 2.480 € (Stkl. I)
Stufe 3 in E9b liegt rund 17 % über Stufe 1 in derselben Entgeltgruppe. Plus Jahres­sonder­zahlung von ca. 80 % bringt im November ca. 3.300 € Brutto-Sonderzahlung — netto ca. 1.800 € extra. Dazu kommt die VBL-Zusatz­versorgung (AG-Anteil ~6 %, AN-Anteil ~1 %), die später als Zusatz­rente fließt. Reale „Total Compensation": ca. 53.000 €/Jahr.
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Typische Fehler bei der Eingabe

  • Falsche Entgeltgruppe geschätzt
    Eingruppierung folgt der Tätigkeit, nicht dem Abschluss. Wer in Stelle XY arbeitet, kann formal in E10 stecken, aber Aufgaben von E11 ausführen. Höhergruppierungs­antrag beim Personalrat ist dann bares Geld.
  • Stufe 1 als Dauerzustand annehmen
    Stufen­aufstieg passiert automatisch (S1→S2 nach 1 Jahr, S2→S3 nach 2 Jahren …). Nach 15 Jahren erreichst du Stufe 6 — das sind ca. 30 % mehr Brutto als in Stufe 1. Bei guter Bewertung sind kürzere Aufstiegszeiten möglich (§ 17 TVöD).
  • Zulagen vergessen
    Schichtdienst (~5 %), Wechselschicht (~10 %), Funktionszulagen, Erschwernis­zuschläge. In Summe kann das Real-Brutto 10–25 % über dem Tabellen-Brutto liegen — wird vom reinen Stufen-Rechner nicht abgebildet.
  • VBL/ZVK ignorieren
    Die Zusatz­versorgung des öffentlichen Dienstes ist faktisch eine zweite Rente. AG zahlt ca. 6 % vom Brutto, du etwa 1 %. Über 20–30 Jahre summiert sich das zu einer monatlichen Zusatz­rente von oft 200–600 €.

Was ist der TVöD?

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) regelt die Arbeits­bedingungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen (VKA-Bereich). Es gibt drei Varianten:

  • TVöD-Bund — Bundesverwaltung, Bundeswehr, Polizei (BMI)
  • TVöD-VKA — Kommunen, kommunale Unternehmen (Stadtwerke, Krankenhäuser)
  • TV-L — Bundesländer (eigener Tarifvertrag, ähnliche Struktur)

Dieser Rechner deckt den VKA-Bereich ab (39h-Vollzeit-Woche). Bund und Länder weichen in Stundenzahl (Bund: 39h, Land je BL 38,7–40h) und Tabellenwerten leicht ab.

Eingruppierung — welche Entgeltgruppe gilt?

Die Eingruppierung folgt der Tätigkeit, nicht dem Abschluss. Stark vereinfacht:

  • E1–E4: Einfache Tätigkeiten ohne abgeschlossene Berufsausbildung (Hausmeister, Reinigung, ungelernte Helfer)
  • E5–E8: Tätigkeiten mit abgeschlossener Berufsausbildung (Verwaltungs­angestellte, Erzieher in Ausbildung)
  • E9a–E9c: Tätigkeiten mit gehobener Ausbildung oder Bachelor (Sozialarbeit, gehobener Dienst)
  • E10–E12: Tätigkeiten mit (Fach-)Hochschulabschluss (Ingenieure, Lehrer ohne Verbeamtung)
  • E13–E15: Wissenschaftliche / leitende Tätigkeiten mit Hochschulabschluss + Berufserfahrung

Die exakte Eingruppierung steht in der Entgeltordnung (Anlage zum TVöD). Wer den Verdacht hat, falsch eingruppiert zu sein, kann eine Höhergruppierungs­überprüfungbeim Personalrat anfragen.

Stufen-Aufstieg — passiert automatisch

Mit Berufserfahrung in derselben Entgeltgruppe steigst du automatisch in der Stufe auf: S1 → S2 nach 1 Jahr, S2 → S3 nach 2 Jahren, S3 → S4 nach 3 Jahren, S4 → S5 nach 4 Jahren, S5 → S6 nach 5 Jahren. Insgesamt also 15 Jahre bis zur Endstufe. Bei „deutlich über durchschnittlichen Leistungen" sind kürzere Stufenzeiten möglich (§ 17 TVöD).

TVöD-Beschäftigung optimieren

  1. 1. Exakte Brutto-Netto rechnen: Unser Brutto-Netto-Rechner ergänzt mit Lohnsteuerklasse, Bundesland, Kinderzahl und Kirchensteuer.
  2. 2. Rentenpunkte einsammeln: Ein TVöD-Job sammelt Rentenpunkte über die Renten­versicherungs­pflicht — plus die VBL/ZVK als zweite Säule. Die zukünftige Rente schätzen mit dem Rentenpunkte-Rechner.
  3. 3. Gehaltserhöhung simulieren: Tarifrunde +3 %? Höhergruppierung von E11 in E12? Den Netto-Effekt zeigt der Gehaltserhöhungs-Rechner.
  4. 4. Arbeitsvertrag prüfen lassen: Im öffentlichen Dienst kommen Befristungen, ungewöhnliche Probezeit-Klauseln und Eingruppierungs­vorbehalte häufiger vor. KI-Analyse für Arbeitsverträge prüft auf Knebel-Klauseln und falsche Eingruppierungs-Verweise.
VBL/ZVK nicht vergessen: Die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (VBL für Bund, ZVK für Kommunen) ist eine zweite Rentensäule, die im Brutto-Lohn unsichtbar ist — Arbeitgeber zahlt rund 6 %, du ergänzt mit ~1 %. Ergibt 10–15 Jahre später eine spürbare Zusatzrente, separat zur DRV.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen TVöD-Bund, TVöD-VKA und TV-L?
TVöD-Bund: Beschäftigte beim Bund (Verwaltung, Bundeswehr-Zivil, BPOL). TVöD-VKA: Kommunen + kommunale Unternehmen (Stadtwerke, Krankenhäuser). TV-L: Beschäftigte bei den Ländern (eigene Tabelle, ähnliche Struktur). Die Brutto-Werte weichen leicht ab — Bund/VKA sind seit 2005 fast identisch, TV-L liegt häufig 1–3 % darunter.
Wie lange dauert der Stufenaufstieg?
Stufe 1 → 2: 1 Jahr · 2 → 3: 2 Jahre · 3 → 4: 3 Jahre · 4 → 5: 4 Jahre · 5 → 6: 5 Jahre. Insgesamt 15 Jahre Berufserfahrung bis zur Endstufe in einer Entgeltgruppe. Bei „deutlich über durchschnittlichen Leistungen" sind kürzere Stufenzeiten möglich (§ 17 TVöD).
Was bedeutet "E9a, E9b, E9c"?
Die Entgeltgruppe E9 wurde 2017 in drei Untergruppen aufgesplittet — je nach Tätigkeitsniveau. E9a: niedrigste Anforderung (z.B. mittlerer Dienst mit Erfahrung). E9b: mittel (z.B. Bachelor-Berufseinsteiger). E9c: höchste (z.B. Sozialarbeit mit gehobener Ausbildung + Erfahrung). E9c-Stufe 6 liegt rund 12 % über E9a-Stufe 6.
Gibt es ein 13. Monatsgehalt im TVöD?
Ja — die Jahressonderzahlung wird im November ausgezahlt und beträgt je nach Entgeltgruppe und Region zwischen 75 % und 90 % eines Monatsentgelts (auf Brutto-Basis). Wer ein Jahr durchgehend beschäftigt ist, bekommt sie voll; bei kürzerer Beschäftigung anteilig.
Welche Zulagen sind nicht in der Tabelle enthalten?
Wesentliche Zulagen oberhalb der Grundvergütung: Schichtdienstzulage (~5 %), Wechselschicht (~10 %), Funktionszulagen für Vorgesetzte, Erschwernis­zuschläge, Leistungsprämien, vermögens­wirksame Leistungen (40 €/Mon. AG-Anteil), Jahressonderzahlung. In Summe kann das Real-Brutto 10–25 % über dem Tabellen-Brutto liegen.
Wie wirkt sich Teilzeit auf das Brutto aus?
Anteilig — bei 50 % Stundenreduzierung (z.B. 19,5h statt 39h Vollzeit) erhältst du genau 50 % vom Vollzeit-Brutto. Ausnahmen: feste Beträge wie Funktionszulagen werden oft auch in Teilzeit voll gezahlt. Auch die Jahressonderzahlung wird zeitanteilig berechnet.

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