Geldanlage & ETF

Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt beschreibt, wie regelmäßige gleich hohe Sparbeträge automatisch zu einem günstigeren Durchschnittspreis pro Fondsanteil führen können.

Auch bekannt als: Durchschnittskosteneffekt, Cost Averaging, Durchschnittspreis-Effekt

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) entsteht, wenn Sie über einen Sparplan immer denselben Betrag in regelmäßigen Abständen investieren, zum Beispiel monatlich 100 Euro in einen Aktienfonds oder ETF. Weil der Kurs der Anteile schwankt, kaufen Sie bei niedrigen Preisen automatisch mehr Anteile und bei hohen Preisen weniger. Über die Zeit ergibt sich daraus ein gemittelter Einstandspreis je Anteil.

Ein einfaches Beispiel: Sie zahlen drei Monate lang je 100 Euro. Kostet ein Anteil im ersten Monat 50 Euro, im zweiten 25 Euro und im dritten 50 Euro, erhalten Sie 2 + 4 + 2 = 8 Anteile für insgesamt 300 Euro. Ihr Durchschnittspreis liegt bei 37,50 Euro je Anteil, obwohl der rechnerische Mittelwert der drei Kurse 41,67 Euro beträgt. Die feste Sparrate sorgt also dafür, dass günstige Phasen stärker ins Gewicht fallen.

Worauf achten

Der Effekt ist kein Renditeversprechen: Steigt der Markt langfristig kontinuierlich, hätte eine einmalige Investition zu Beginn meist mehr Vermögen gebildet. Sein Hauptnutzen ist die Disziplin und der Verzicht auf riskantes Markt-Timing - Sie investieren stur weiter, auch wenn die Kurse fallen, und glätten so emotionale Fehlentscheidungen.

Praktisch wichtig: Erträge in Fonds unterliegen der Abgeltungsteuer (25 Prozent plus Soli und ggf. Kirchensteuer) und der Vorabpauschale nach dem Investmentsteuergesetz (InvStG); der Sparerpauschbetrag (1.000 Euro pro Person, Paragraf 20 EStG) bleibt steuerfrei. Achten Sie zudem auf niedrige Ordergebühren je Ausführung - bei kleinen Raten können Festkosten die Vorteile auffressen. Geeignet sind breit streuende, kostengünstige ETF-Sparpläne mit langem Anlagehorizont.

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