Geldanlage & ETF

Volatilität

Die Volatilität ist ein Maß für die Schwankungsbreite einer Geldanlage und gilt als zentrale Risikokennzahl an den Finanzmärkten.

Auch bekannt als: Schwankungsbreite, Standardabweichung, Kursschwankung, Vola

Was ist Volatilität?

Die Volatilität beschreibt, wie stark der Wert einer Geldanlage um seinen Mittelwert schwankt. Statistisch wird sie als Standardabweichung der Renditen über einen Zeitraum berechnet und meist als Prozentwert pro Jahr angegeben. Sie ist die wichtigste Risikokennzahl an den Kapitalmärkten: Je höher die Volatilität, desto größer sind die möglichen Ausschläge nach oben wie nach unten.

Risiko und Renditechance

Hohe Volatilität bedeutet nicht automatisch ein schlechtes Investment. Schwankung sind zwei Seiten derselben Medaille: Wer höhere Renditechancen sucht, muss in der Regel größere Wertschwankungen aushalten. Eine Anlage mit hoher erwarteter Rendite und niedriger Volatilität gibt es am freien Markt kaum.

Beispiel zur Einordnung

Ein breit gestreuter Aktien-ETF hat historisch oft eine Schwankungsbreite von rund 15 bis 20 Prozent pro Jahr. Anleihen liegen meist deutlich darunter, etwa bei 3 bis 7 Prozent. Tagesgeld weist praktisch keine Kursvolatilität auf, dafür aber eine niedrigere Renditeerwartung. Diese Werte sind historische Größenordnungen und keine Garantie für die Zukunft.

Anlagehorizont und Diversifikation

Über kurze Zeiträume kann hohe Volatilität schmerzhaft sein. Über lange Anlagehorizonte gleichen sich Schwankungen häufig aus, weshalb ein langer Zeithorizont das Risiko in der Praxis abfedert. Durch Diversifikation über viele Werte und Anlageklassen lässt sich die Volatilität eines Portfolios senken, ohne die erwartete Rendite im gleichen Maße zu verringern.

Worauf achten

  • Wählen Sie die Volatilität passend zu Ihrem Anlagehorizont: Geld, das Sie bald brauchen, gehört nicht in schwankungsstarke Anlagen.
  • Streuen Sie breit über Regionen und Anlageklassen, um Schwankungen zu glätten.
  • Lassen Sie sich von kurzfristigen Kursausschlägen nicht zu emotionalen Verkäufen verleiten, ein klarer Plan schützt vor Fehlentscheidungen.

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