Monte-Carlo-Simulation für Index-/ETF-Sparpläne
1.000 Pfade statt einer Linie: Bandbreite und Wahrscheinlichkeit für deinen Sparplan in MSCI World, S&P 500, NASDAQ, DAX & Co.
Welcher Index?
Rendite und Volatilität stammen aus historischen Total-Return-Daten - keine Garantie für die Zukunft.
~1.500 Aktien aus 23 Industrieländern (~70 % USA, ~7 % Japan, ~3 % UK).
Quelle: MSCI Inc., Total Return USD · Datenfenster 1970-2024
Dein Sparplan
Pfad-Verteilung über 20 Jahre
1.000 Pfade · MSCI World (1970-2024)
Verteilung Endkapital nach 20 Jahren
Wie oft ein Pfad in welchem Wertebereich endet · zwischen 1. und 99. Perzentil
Volle Verteilung der Endkapitalien
| Perzentil | Bedeutung | Endkapital |
|---|---|---|
| Min | Schlechtester Pfad | 38.110,79 € |
| P5 | Worst-Case 5 % | 74.793,42 € |
| P10 | Worst-Case 10 % | 86.605,14 € |
| P25 | Unteres Quartil | 118.089,10 € |
| P50 (Median) | Erwartungswert | 161.137,16 € |
| Mittelwert | Arithmetisches Mittel | 185.522,84 € |
| P75 | Oberes Quartil | 228.607,15 € |
| P90 | Best-Case 10 % | 319.011,63 € |
| P95 | Best-Case 5 % | 377.944,96 € |
| Max | Bester Pfad | 767.163,11 € |
Was bedeutet das Ergebnis?
So liest du dein Ergebnis
Was eine Monte-Carlo-Simulation zeigt, was ein normaler Rechner nicht kann
Beispielrechnung: 250 €/Monat MSCI World über 25 Jahre
Typische Fehler bei der Eingabe
- Historische Werte ≠ GarantieDie Sim arbeitet mit Renditen und Volatilität aus der Vergangenheit. Wenn die nächsten 20 Jahre strukturell anders verlaufen (z.B. langfristig niedrigere Renditen wegen demographischer Effekte), liegen alle Pfade systematisch zu hoch. Behandle die Zahlen als Bandbreite, nicht als Prognose.
- Normalverteilung unterschätzt CrashsGBM nimmt log-normale Renditen an. Echte Aktienmärkte haben fat tails - Crashs (-30 % an einem Tag wie 1987, -38 % im Jahr 2008) sind im Modell zu selten. Faustregel: P5/P95 in der Sim sind in Wahrheit etwas extremer.
- Inflation und Steuern fehlenEndkapital ist nominal und brutto. Über 30 Jahre frisst 2 % Inflation rund 45 % der Kaufkraft. Plus Abgeltungssteuer (~26,4 %) auf Gewinne über dem Sparer- Pauschbetrag. Reale Netto-Endkapitalien sind oft 30-45 % unter den hier gezeigten.
- Sequence-of-Return-Risk ignoriertWährend der Sparphase ist die Reihenfolge der Renditen egal. In der Entnahme- phase nicht: ein Crash kurz nach Renteneintritt killt das Vermögen viel schneller als der gleiche Crash 10 Jahre später. Für die Entnahme nutze unseren Entnahmeplan-Rechner zusätzlich.
Was ist eine Monte-Carlo-Simulation?
Ein normaler Zinseszinsrechner verlängert deine Sparrate mit einer festen Rendite in die Zukunft - z.B. „bei 7 % wirst du in 20 Jahren bei 265.000 € landen". Realität: Aktienmärkte schwanken. Mal +28 %, mal -34 %. Diese eine glatte Zahl spiegelt nicht wider, was wirklich passieren kann.
Die Monte-Carlo-Simulation löst das, indem sie nicht einen Pfad rechnet, sondern tausende - jeder mit zufälligen Monatsrenditen, die zur historischen Schwankung des Indexes passen. Heraus kommt eine Verteilung: wie viel Vermögen ist wahrscheinlich, was ist möglich, was ist unwahrscheinlich?
Mathematisches Modell
Wir nutzen Geometric Brownian Motion (GBM) - den Industriestandard für langfristige Aktienpreise. Pro Monat:
St+1 = St · exp((μ − σ²/2) · dt + σ · √dt · Z) + Sparrate
- μ = erwartete jährliche Rendite (z.B. 7,5 % für MSCI World)
- σ = annualisierte Volatilität (z.B. 15 %)
- Z = Standardnormal-Zufallszahl pro Monat
- dt = 1/12 (Monatsschritt)
Box-Muller-Transformation erzeugt Z, Mulberry32 sorgt für reproduzierbare Seeds. Alles läuft im Browser, keine Server-Anfrage, keine Drittanbieter-Tracker.
Wie liest man das Ergebnis?
- Median (P50): Hälfte der Pfade liegt darüber, Hälfte darunter - der „realistische" Erwartungswert.
- P10: Schlechtere 10 % der Pfade enden darunter. Wenn du Risikoabneigung hast: an dieser Zahl orientieren, nicht am Median.
- P90: Bessere 10 % der Pfade enden darüber - der „angenehme Überraschungs"-Fall.
- Ziel-Wahrscheinlichkeit: Bei welchem Anteil der Pfade landest du auf oder über deinem Wunsch-Endkapital?
Praktischer Einsatz - drei typische Fragen
- 1. „Reicht mein Sparplan für die Frührente?" Gib dein Zielkapital ein (z.B. 600.000 € für die FIRE-Bewegung) - die Sim sagt dir die Wahrscheinlichkeit, dass dein aktueller Sparplan das schafft. Unter 50 %? Mehr sparen, länger laufen lassen, oder breiter streuen.
- 2. „Wie viel Schwankung muss ich aushalten?" Vergleiche NASDAQ-100 (σ ≈ 22 %) mit 60/40-Portfolio (σ ≈ 10 %): selbe Endkapital-Erwartung, aber der NASDAQ-Pfad kann zwischendurch viel tiefer fallen. Wenn du davor verkaufst, hast du verloren.
- 3. „Macht S&P 500 oder MSCI World einen Unterschied?" Wechsel zwischen den Indizes - du siehst, dass der S&P 500 historisch ~10 % p.a. gemacht hat (höher als MSCI World), aber das ist Klumpenrisiko USA. Diversifikation war historisch nicht „kostenlos", aber sie reduziert die Bandbreite des Worst-Case.
Häufige Fragen
Was bedeuten P10, P50, P90?
Wie viele Pfade sind genug?
Warum unterscheiden sich Median und Mittelwert?
Sind die Werte echte Vorhersagen?
Welche Indizes sind die „besten"?
Was ist die Volatilität (σ)?
Kann ich monatlich sparen statt einmalig?
Warum sind die Pfade reproduzierbar?
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