Altersvorsorge

Rentenniveau

Das Rentenniveau gibt an, wie hoch eine Standardrente nach 45 Beitragsjahren im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst ausfällt - vor Steuern.

Auch bekannt als: Sicherungsniveau vor Steuern, Standardrentenniveau, Rentenversorgungsniveau

Was ist das Rentenniveau?

Das Rentenniveau ist eine Kennzahl der gesetzlichen Rentenversicherung, die ausdrückt, in welchem Verhältnis eine sogenannte Standardrente zum durchschnittlichen Einkommen aller Versicherten steht. Maßgeblich ist das sogenannte Sicherungsniveau vor Steuern (§ 154 SGB VI). Die Standardrente ist dabei ein reines Rechenmodell: Sie unterstellt einen Versicherten, der 45 Jahre lang exakt das Durchschnittsentgelt verdient und entsprechend 45 Entgeltpunkte gesammelt hat - den sogenannten Eckrentner.

Vereinfacht gesagt: Liegt das Rentenniveau bei rund 48 Prozent, bekommt dieser Modell-Rentner etwa 48 Prozent des aktuellen Durchschnittsnettoentgelts als Bruttorente. Wichtig ist, dass es sich um einen statistischen Vergleichswert handelt - nicht um die Höhe Ihrer persönlichen Rente. Wer weniger oder kürzer einzahlt, erhält entsprechend weniger; das individuelle Verhältnis kann stark abweichen.

Der Gesetzgeber hat im SGB VI eine Haltelinie für das Sicherungsniveau festgelegt, damit es nicht beliebig sinkt. Hintergrund ist der demografische Wandel: Weniger Beitragszahler stehen mehr Rentenbeziehern gegenüber, was ohne Stützung auf das Niveau drücken würde.

Worauf achten

Verwechseln Sie das Rentenniveau nicht mit Ihrer Rentenhöhe in Euro. Selbst ein stabiles Niveau bedeutet, dass die gesetzliche Rente allein für viele nicht zum gewohnten Lebensstandard reicht - es bleibt typischerweise eine Versorgungslücke. Prüfen Sie deshalb Ihre jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung und rechnen Sie die spätere Kaufkraft ein. Ergänzende Vorsorge - etwa betriebliche Altersvorsorge, Riester oder private Sparpläne - schließt die Lücke. Beachten Sie außerdem: Das hier genannte Niveau ist ein Wert vor Steuern; Ihre tatsächliche Rente wird, je nach Rentenbeginn, teilweise nachgelagert besteuert.

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