Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Wer 45 Jahre Durchschnittsverdiener war, bekommt etwa 48 % vom letzten Brutto. Ergebnis: Eigenvorsorge ist Pflicht — und je früher, desto günstiger.

Grundlagen — Vermögensaufbau, Rentenpunkte, Rentenlücke

Quick-Take
  • Gesetzliche Rente reicht meist nicht für vollen Lebensstandard
  • 45 Punkte × 40 € = 1.800 € Brutto-Rente bei Durchschnitts-Verdiener
  • Renten-Lücke: meist 800–1.500 € pro Monat
  • Je früher Vorsorge, desto günstiger

Die Rente folgt einer einfachen Formel: Punkte × Rentenwert × Zugangsfaktor. Pro Jahr Durchschnitts-Beitrag = 1,0 Punkt. Jeder Punkt = ca. 40 € Monats-Rente (Stand 2026, jährlich angepasst).

Wer 45 Jahre 1,0 Punkt sammelt: 45 × 40 € = 1.800 € brutto Rente. Davon gehen Krankenkasse + Steuer ab → ca. 1.450 € netto. Bei einem Netto-Bedarf von 2.500 € im Ruhestand → Lücke 1.050 €.

Die Lücke schließt du durch Eigenvorsorge: Betriebliche Altersvorsorge (bAV), Riester (für Familien attraktiv), private Rente, oder ETF-Sparplan (oft am flexibelsten).

Basisvorsorge — gesetzliche Rente

Quick-Take
  • 18,6 % vom Brutto, Bemessungsgrenze 7.550 €/Mon. (West 2026)
  • Abschlag 0,3 % pro Monat bei Frührente — lebenslang
  • Freiwillige Beiträge: nur bei nahem Renteneintritt sinnvoll

Die gesetzliche Rentenversicherung (DRV) ist Pflicht für Angestellte. Beiträge: 18,6 % vom Brutto, je zur Hälfte AN/AG. Bemessungsgrenze 7.550 €/Mon. (West, 2026).

Man kann freiwillig zusätzlich einzahlen — z.B. wenn man in Frührente will und Abschläge ausgleichen muss. 1 Jahr Beitrag mit 1,0 Punkt kostet ca. 8.500 €, bringt 40 € extra Monats-Rente. Amortisation: ca. 17 Jahre Rentenbezug.

Bei vorzeitigem Renteneintritt: pro fehlenden Monat 0,3 % Abschlag (max. 14,4 % bei 4 Jahren früher). Diese Abschläge gelten lebenslang.

Geförderte Vorsorge — bAV, vermögenswirksame Leistungen, Riester

Quick-Take
  • bAV: nur sinnvoll mit Arbeitgeber-Zuschuss ≥ 15 %
  • VL: ETF-Sparplan = oft beste Verwendung
  • Riester: kompliziert, lohnt v.a. für Familien mit Kindern

Die zweite Säule besteht aus geförderten Produkten:

bAV (betriebliche Altersvorsorge): Brutto-Entgeltumwandlung — bis 8 % der Rentenbemessungsgrenze (= ca. 600 €/Mon. 2026) sozialabgaben- und steuerfrei. Im Ruhestand voll versteuert (nachgelagerte Besteuerung). Lohnt sich, wenn Arbeitgeber-Zuschuss ≥ 15 %.

Vermögenswirksame Leistungen (VL): 6,65–40 €/Mon. vom Arbeitgeber als Bonus — direkt zur Bank überwiesen. Plus ggf. 80 € Arbeitnehmer-Sparzulage für Geringverdiener. ETF-VL-Sparplan ist meist die beste Verwendung.

Riester: Stark gefördert für Familien (300 €/Kind unter 25). Aber: starre Auszahlungsregeln, hohe Kosten bei vielen Anbietern. Nur sinnvoll, wenn man Anspruch auf hohe Zulagen + Kinderfreibeträge hat.

Private Vorsorge — ETF-Vorsorge, Entsparstrategien

Quick-Take
  • ETF-Sparplan: flexibel, günstig, hohe Rendite
  • 4-%-Regel: Daumenregel für nachhaltige Entnahme
  • Glättungs-Strategie: in Krisen weniger entnehmen

Die dritte Säule ist die flexibelste — und für viele die effektivste: ein ETF-Sparplan auf einen breiten Welt-ETF. Vorteile gegenüber Riester / privater Rente:

• Volle Flexibilität (Sparrate ändern, Kapital entnehmen) • Keine Abschlusskosten / Verwaltungsgebühren (außer ETF-TER) • Renditen 5–7 % p.a. realistisch • Vererbbar an beliebige Personen

Entsparstrategie im Ruhestand: 4-%-Regel (bzw. konservativer 3 %) bedeutet, du entnimmst jährlich 4 % deines Kapitals. Bei 500.000 € → 20.000 € pro Jahr → 1.667 €/Mon.

Geschickter: Glättungs-Strategie (z.B. Bogle/Trinity) — in guten Jahren etwas mehr entnehmen, in schlechten Jahren weniger. Damit hält das Geld robust 30+ Jahre.

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